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Schwieriges Marktumfeld für Ziegel in Europa

Die Wienerberger AG konnte in 2012 ihren Umsatz um 23 % auf 2,4 Mrd. € und das operative EBITDA um 2 % auf 246 Mio. € steigern.

Unter dem Strich wies der Baustoffkonzern einen Verlust nach Steuern von 41 Mio. € aus, da Kosten von 43 Mio. € aus dem in der zweiten Jahreshälfte eingeleiteten Restrukturierungsprogramm sowie Firmenwertabschreibungen von 10 Mio. € in Kroatien und Litauen das Ergebnis belasteten.

»Die Ergebnisse der Wienerberger Gruppe waren im Jahr 2012 durch drei wesentliche Entwicklungen bestimmt_ Umsatz- und Ergebnisrückgänge der Division Ziegel Europa aufgrund der rückläufigen Wohnbautätigkeit in Europa, die Erstkonsolidierung von Pipelife, die deutlich positiv zu Umsatz und Ergebnis beitragen konnte, sowie eine leichte Erholung im amerikanischen Wohnungsneubau«, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch. »Durch die Übernahme von Pipelife und den damit verbundenen Ausbau eines neuen Geschäftsbereichs ist es uns im abgelaufenen Jahr gelungen, die operativen Ergebnisse auf Gruppenebene zu stabilisieren und für Wienerberger eine breitere Basis für die Zukunft zu schaffen.«

In der Division Ziegel Europa waren im Jahr 2012 Absatz- und Ergebniseinbußen zu verzeichnen. Bei einem Mengenrückgang von 11 % verringerte sich der Umsatz um 6 % gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres auf 1,44 Mrd €. Ursache dieser Entwicklung waren Rückgänge in der Bautätigkeit in nahezu allen europäischen Märkten, die teilweise im zweistelligen Bereich lagen. Die europäische Bauwirtschaft hatte 2012 wieder verstärkt unter den negativen Auswirkungen der Euro- und Staatsschuldenkrise zu leiden, die sich in steigender Unsicherheit, niedrigem Konsumentenvertrauen und einer restriktiven Kreditvergabe durch Banken niederschlugen. Erfreulich sei, dass es in diesem schwierigen Marktumfeld gelungen sei, die geplanten Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation umzusetzen und den Absatz an höherwertigen Produkten entgegen dem negativen Markttrend zu steigern.

 

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