Das Fenster Die Türe

Schloss und Beschlag aus einer Hand

Als Neuheit auf der fensterbau/frontale präsentiert FSB 2014 ein abgestimmtes modulares System Schloss + Beschlag für ein- und zweiflügelige Flucht- bzw. Paniktüren.

Schon vor geraumer Zeit begann FSB mit einem umfangreichen Programm von Einsteckschlössern zusammenzuführen, was historisch bereits einmal zusammengehört hat_ In vorindustrieller Zeit bildeten Schloss und Beschlag eine Einheit.

Im Zuge der Industrialisierung verselbstständigten sich beide Komponenten – und was sie nunmehr trennte, wurde durch Industrienormen reguliert. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen, der Sächsischen Schlossfabrik SSF, haben die Brakeler ihre Strategie der funktional-technischen Einheit von Schloss und Beschlag erneut belebt und präsentieren in Nürnberg

ein von Grund auf neu entwickeltes System für ein- und zweiflügelige Panik-Vollblatttüren mit und ohne Obenverriegelung am Gangflügel.

Das technisch und funktional aufeinander abgestimmte Konzept aus Schloss und Beschlag besteht aus einer Griffstange entsprechend dem zukünftigen Typ C der DIN EN 1125 (Modellnummer 7982, Betätigungsrichtung nach oben) und modular strukturierten Schließ- und Verriegelungskomponenten (SSF-Schlossserie 61/62, Antipanik-Funktionen B, D und E). Beide Lösungen warten mit einer Fülle besonderer Detailfunktionen auf.

Zu den Detailfunktionen gehört eine schlüsselbetätigte Schnellverriegelung_ Wird der Schlüssel in Schließrichtung gedreht, löst dieser im Schloss einen Sperrhebel aus, der zu einem prompten automatischen Riegelausschluss von 20 mm führt. Die Vorteile liegen – neben dem Komfortaspekt, nicht händisch zwei volle

Schließumdrehungen vollziehen zu müssen – auf der Hand_ Es entfällt das Risiko, dass über händisches Verriegeln die Schließnase des Zylinders in eine andere Schlossfunktionen blockierende Position gebracht wird_ bekannt als die sogenannte Freilauf-Funktion.

Eine Vier-Punkt-Kontrollabfrage: Darüber hinaus ermöglichen die Antipanik-Schlösser der Serie 61/62 bei Bedarf eine Kontrollabfrage des Riegels, der Obenverriegelung und der Falle sowie der Ankoppelung des Drückers über elektronische Schaltkontakte. Außerdem eine Anti-Blockade-Funktion: Riskante Manipulationen von Antipanik-Türen wie beispielsweise das Blockieren des Türdrückers an der Außenseite – gerne praktiziert in Schulen – werden effektiv verhindert durch die sogenannte Anti-Blockade-Funktion. Die Panik-Funktion innenseitig ist also jederzeit gewährleistet.

Und nicht zuletzt eine flexibel anschraubbare Stulpe_ Für den Verarbeiter bietet die modular konzipierte Schlossserie den Vorteil, dass SSF dank eines anschraubbaren Stulps sehr schnell auf sich ändernde Maße reagieren kann.Antipanik-Funktion und Flüsterkomfort

An intelligenten, feinen Details wird zu guter Letzt klar, mit welcher Konzentration die Brakeler an dieser Schlossserie gearbeitet haben_ Die bereits erwähnte Freilauffunktion als Grundausstattung wird flankiert durch eine geteilte Nuss (Antipanik-Funktion B, D), die mechanisch eingekoppelt wird, eine kunststoff-umspritzte Falle mit Flüsterkomfort sowie eine unabhängige, beidseitige Federunterstützung des Türdrückers über die Schlossnuss, die eine dauerhafte 0°-Stellung des Türdrückers garantiert.

Für die Obenverriegelung wird zudem kein Aufsatz benötigt, so dass es keiner zusätzlichen Ausfräsung in den Schlosstaschen bedarf. Zusätzlich ist die Stulplänge bei Schlössern mit bzw. ohne Obenverriegelung identisch.

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