Das Bad

Rupertus Therme in Bad Reichenhall_ vom Wellnesstempel zum Familienbad

Die Rupertus Therme in Bad Reichenhall zählt zu den modernen »Badetempeln« der Extraklasse. Im vergangenen Jahr wurde das vom Deutschen Wellness Verband mit dem Siegel »Premium Qualität« ausgezeichnete Spa & Fitness Resort um ein neues Sport- und Familienbad erweitert.

Damit wurde die Therme für weitere Nutzergruppen erschlossen und somit noch attraktiver.

Ziel der Erweiterung war es, die Rupertus Therme unter dem Motto »Sport & Familie« für weitere Nutzergruppen attraktiv zu machen. Gedacht wurde dabei in erster Linie an Schwimmsportler sowie an Familien mit Kindern. Entstanden ist daher ein komplett neuer Sport- und Familienbereich mit insgesamt 700 m² Wasserfläche. Insgesamt wurden in die Erweiterung rund 23,5 Mio. € investiert.

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Schon beim Bau der Rupertus Therme im Jahre 2005 hatten Planer und Bauherr höchste Ansprüche an die beim Bau verwendeten Materialien gestellt. Zum einen, weil man sich in Bad Reichenhall von den landläufigen Spaß- und Freizeitbädern unterscheiden wollte, zum anderen, weil es als Solebad auf höchste technische und chemische Beanspruchungen ausgelegt sein musste. Da Natursteine im Allgemeinen diese Anforderungen nicht erfüllen, wurde ein natursteinnahes, aber resistenteres Produkt gesucht, das sowohl den optischen als auch den gestalterischen Ansprüchen genügte. Nach eingehender Bemusterung und labortechnischer Prüfung entschied man sich damals wie heute für das Feinsteinzeug des italienischen Herstellers Iris Ceramica. Im Bereich der neuen Kinderbecken kam zudem Steinzeugmosaik sowie Glasmosaik von Bisazza zum Einsatz.

Neben dem gestalterischen Aspekt durfte daher der technische Anspruch in keiner Weise nachstehen. Dies galt im Speziellen für die Abdichtungstechnik, um insbesondere die Bausubstanz im Bereich der Becken und Nasszellen gegen Durchfeuchtung zu schützen. Permanent unterstützt wurden Planer, Bauherr und Verarbeiter dabei von der Objektberatung der Sopro Bauchemie. Dies hatte zur Folge, dass Sopro den kompletten bauchemischen Systemaufbau lieferte – von der Abdichtung über den Verlege- bis hin zum Verfugmörtel. Dabei kamen Systeme auf Reaktionsharzbasis ebenso zum Einsatz wie zementäre Produkte und Systeme. Da im Sportbadbereich im Gegensatz zu den bestehenden Becken kein Solewasser verwendet wird, konnten hier die Abdichtungsarbeiten mit der Sopro DichtSchlämme Flex 1-K ausgeführt werden, einer einkomponentigen, flexiblen, zementären Dichtungsschlämme zum Erstellen von rissüberbrückenden Abdichtungen. Diese Abdichtungsarbeiten wurden von dem ausführenden Unternehmen, der Fliesen Röhlich aus Wendelstein, komplett im besonders schnellen und somit wirtschaftlichen Spritzverfahren ausgeführt.

Verbundabdichtungen


Zur Abdichtung im Bereich der Kinderbecken kam mit Sopro PU-FlächenDicht Wand/Boden ein lösemittelfreies, weißpigmentiertes, zweikomponentiges Polyurethan-Flüssigharz zum Einsatz. Es dient speziell dort zur Herstellung von Verbundabdichtungen unter keramischen Belägen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind.

Zur Verlegung der Formteile im Bereich der Beckenköpfe kam mit dem Sopro DünnBett-Epoxi, ein zweikomponentiger Epoxidharzklebstoff, R2 T nach DIN EN 12 004, zum Ansetzen und Verlegen von keramischen Fliesen und Platten, zum Einsatz – speziell geeignet in Schwimmbecken und auf alternativen Abdichtungen. Die Verlegung der Fliesen erfolgte mit Sopros No. 1 Flexkleber. Es handelt sich dabei um einen zementären, faserverstärkten Flexkleber C2 TE nach DIN EN 12 004 mit hoher Kunststoffvergütung und S1 Ausrüstung (Biegeweg ≥ 2,5 mm nach DIN EN 12 002). Er eignet sich für die Anwendung am Boden als auch an der Wand. Verfugt wurden die Beläge mit Sopro FugenEpoxi, einem zweikomponentigen, hoch beanspruchbaren Epoxidharzfugenmörtel, RG nach DIN EN 13888, zur Verfugung keramischer Fliesen und Platten. Im Bereich der Kinderbecken kam dieses Material auch zur Verlegung der Mosaikbeläge zum Einsatz.

»Gute Performance«

Sopro konnte ihre Position auch im vergangenen Geschäftsjahr sichern und ihren Spitzenplatz im Wettbewerb hierzulande weiter ausbauen. Seit nunmehr zehn Jahren gehört der Bauchemiehersteller zum weltweit agierenden Firmen-Imperium Mapei, und im Jubiläumsjahr übersprangen die Wiesbadener mit einem neuerlichen Umsatzrekord die gern als »magisch« titulierte 100 Mio. €-Hürde im deutschen Markt.

Wer vor einem Jahrzehnt bereits beim Startschuss dabei war, der konnte sich noch gut an die selbstbewusst vorgetragenen, äußerst ambitionierten Vorgaben aus Mailand erinnern. Dass man es dabei keineswegs mit einem leichtfertig vorgetragenen Lippenbekenntnis des unlängst zum Präsidenten des italienischen Industrieverbandes ernannten Giorgio Squinzi zu tun hatte, galt bereits beim Start vor zehn Jahren als unbestritten. Grundsätzlich war und ist es unumstößliches Ziel aller Mapei-Gesellschaften rund um den Erdball, in der absoluten Spitze mitzuspielen. Vision und Anspruch des Eigentümers Dr. Giorgio Squinzi ist es, in jedem Land, in dem eigene Aktivitäten aufgebaut werden, mindestens zu den ersten drei Anbietern zu gehören und damit eine dominante Marktposition einzunehmen. Und dies ist auch in Deutschland gelungen.

»Mit einem Umsatzwachstum von 13 % im Inland zum Jahresende 2011 konnte das Geschäftsjahr sehr erfolgreich beendet und unsere Marktposition weiter verbessert werden«, nannte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Andreas Wilbrand auf der Konferenz anlässlich des diesjährigen Pressemeetings in Berchtesgaden überzeugende Zahlen und Fakten.

Gemeinsam mit den Schwestergesellschaften Rasco Bitumentechnik und Mapei Germany kam Sopro im Gesamtgruppenumsatz deutlich über die 200 Mio. €-Grenze und erreichte damit in vielen Bereichen eine Spitzenposition in den Feldern seiner Aktivitäten. Die übergreifenden Forschungs- und Produktkompetenzen der Gruppe und die stets motivierende und anspornende Art und Weise in der Zusammenarbeit mit der Gewährung von vielen Freiräumen und Gestaltungskompetenzen hätten die Entwicklung beschleunigt.

Zum Wachstum trugen dabei alle Vertriebsbereiche und Produktsortimente bei, und dabei hätten sich die neuentwickelten Produkte der letzten Jahre weiterhin sehr gut positioniert. Nach wie vor dominiere das Produktsortiment »Fliesentechnik« den Gesamtumsatz. »Mit regionaler Unterschiedlichkeit ist die »Sopro Fliesentechnik« mit etwa 80 % am Gesamtumsatz der Sopro Bauchemie beteiligt«, erläuterte Wilbrand. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die »Fliesentechnik«-Produkte auch mengenseitig deutlich zulegen konnten, obwohl die »Marktmenge« an Keramik mit ca. 113,6 Mio. m2 in 2011 vermutlich »nur« eine Steigerung von ca. 3,6 % verzeichnete, zeige sich, dass Sopro alles richtig gemacht habe.

Wilbrand_ »Das ist insgesamt aus unserer Sicht eine gute Performance, die Sopro aus dem Gesamtumfeld aller Anbieter abhebt. Wir wissen, wie schwierig anspruchsvolles und ertragsorientiertes Wachstum in einem so hoch entwickelten und wettbewerbsintensiven Markt, wie er hier in Deutschland vorherrscht, ist. Daher sind wir überzeugt, dass wir in unseren Anstrengungen, die Position weiter zu halten und auszubauen, nicht nachlassen dürfen. Wir sind wirtschaftlich stark und attraktiv genug, um auch in diesem wie im kommenden Jahr unsere Position verteidigen und ausbauen zu können.«

- Gerd Rottstegge -

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