Das Bad

Fliesenverbrauch wächst im zweiten Jahr in Folge

Begünstigt durch eine stabile Bautätigkeit wuchs der Inlandsverbrauch keramischer Fliesen und Platten im Jahr 2011 auf ca. 117,4 Mio. m².

»Die Mitglieder des Industrieverbands Keramische Fliesen + Platten konnten ihre Position in diesem international hart umkämpften Markt behaupten«, so Verbandsgeschäftsführer Jens Uwe Fellhauer.

Neben dem Neubau nimmt die Renovierung auch für den Absatz keramischer Fliesen eine zunehmend wichtige Rolle ein. In 2011 liegt der Absatz keramischer Fliesen bei ca. 117,4 Mio. m² und somit ca. +7,3 % über dem Vorjahr.

»Ausschlaggebend für diesen Zuwachs ist die gute baukonjunkturelle Lage in Deutschland«, so Fellhauer weiter. Zudem konnte die Fliese gegenüber anderen Belagsmaterialien Terrain wettmachen. »Dies zeigt, dass die von den Herstellern im Industrieverband vor vier Jahren initiierte und sehr erfolgreiche Imagekampagne für Fliesen greift. Inzwischen ist die Fliese wieder in den Medien und den Köpfen der Verbraucher verstärkt präsent«, heißt es aus Berlin.

Deutsche Hersteller im Ausland erfolgreich


Nach einem Einbruch der Produktion um fast - 24,5 % von 2007 bis 2009 hat sich diese im Rahmen der aufstrebenden Bautätigkeit in 2011 wieder erholt. Mit einem Plus von + 8,7 % stieg die Produktion keramischer Fliesen auf insgesamt 54,8 Mio. m².

Die deutschen Fliesenproduzenten konnten ihre Exporte trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes im Ausland durch engagierte und gezielte Maßnahmen um knapp 3 Mio. m² (+8,1 %) auf insgesamt 26,9 Mio. m² steigern. In der Zwischenzeit hat die Schweiz mit 2,9 Mio. m² die Niederlande (2,5 Mio. m²) als drittstärksten Auslandsmarkt für deutsche Fliesen abgelöst. Während die Exporte in die klassischen Märkte stabil blieben, konnten die Exporte in andere Ländern und Regionen um +9 % und mehr zulegen, vorne an Russland mit + 86,1 %.

Fellhauer_ »Deutschland ist für ausländische Hersteller ein begehrter Markt. Sie haben daher ihre Aktivitäten auf dem deutschen Markt deutlich verstärkt. Der Wettbewerb ist ausgeprägt und nimmt weiter zu.«

Die Indikatoren, insbesondere die weiter steigende Zahl der Baugenehmigungen, weisen auf eine robuste und wachsende Bautätigkeit im laufenden Jahr hin. »Diese wird unseres Erachtens jedoch in besonderem Maße vom Verbrauchervertrauen beeinflusst und dieses von der Fähigkeit der Mitgliedsstaaten, die Risiken im Zusammenhang Euro-Krise in den Griff zu bekommen«, so Fellhauer abschließend. Alles in allem rechnet der Industrieverband für 2012 mit einem weiteren leichten Wachstum des Inlandsabsatzes um gut 2-3 %.

 

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