Innenbereich

Preisgekrönte Wohnmodelle für Karlsruhe

Das Investitionsgut »Immobilie« steht hoch im Kurs. Immer mehr Deutsche entscheiden sich für Wohneigentum, um ihre Zukunft abzusichern oder ihr Erspartes sicher anzulegen. Gleichzeitig wächst der Qualitätsanspruch der potenziellen Interessenten, individuelle und passgenaue Wohnungen mit hohen Standards sind gefragt.

Als in Karlsruhe ein ehemaliges Eisenbahnausbesserungswerk der Deutschen Bahn in das Wohnquartier City Park umgewandelt wurde, entstand unter anderem auf einem 7 500 m² großen Teilgrundstück das Wohnprojekt Upper East. In knapp zwei Jahren Bauzeit wurden hier insgesamt 145 Wohneinheiten in unterschiedlichster Form errichtet, von sogenannten CityHomes über hochwertige Wohnungen in freistehenden Stadtvillen bis zu Lofts und sogenannten CarLofts, die per Auto-Aufzug erreichbar sind. Um in den Innenbereichen auch in späten Bauphasen noch flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können, wählte man Wände im Trockenbauverfahren. So wurden im Upper East rund 4 500 m² »Aquapanel Cement Board Indoor« eingesetzt. Und für eine witterungsbeständige Lösung der Tiefgarageneinfahrt kamen 800 m² »Aquapanel Cement Board Outdoor« zum Einsatz. Insgesamt rund 5 000 Menschen sollen im neuen City Park, nur wenige Minuten von der Karlsruher Innenstadt entfernt, einen attraktiven Lebensraum finden. Schon seit 2005 wird das große Wohnprojekt entwickelt, und mit der Fertigstellung des Upper East genannten Teilstücks im Dezember 2012 ist ein besonderer Akzent in Sachen hochwertiges Wohnen gesetzt. Der Bauherr ist die Baugenossenschaft Familienheim Karlsruhe eG, das beauftragte Architekturbüro war archis Architekten + Ingenieure mit Sitz in Karlsruhe.»Besonders wichtig war uns, dass eine breite Vielfalt von Wohnformen angeboten werden kann«, so der archis-Projektleiter Hermann Landgräber. So weist das annähernd dreieckige Grundstück auf jeder Seite einen anderen Immobilientyp auf_ Entlang der nördlichen Amalie-Baader-Straße sind die sogenannten CityHomes entstanden, am Ostrand stehen drei Stadtvillen mit individuellen Eigentumswohnungen als Solitärgebäude und die Stuttgarter Straße im Westen wird von einem Gebäuderiegel gesäumt, der die Lofts und CarLofts enthält.
»Dieser Wohntypus ist sehr neu, bislang gibt es das in Deutschland nur noch einmal in Berlin«, so Architekt Landgräber. »Mit einem speziellen Autoaufzug können die Bewohner direkt bis vor ihre Wohnung fahren, auch wenn diese im vierten Stock liegt.« Dank Direktfahrt zur sogenannten CarLoggia können nicht nur schwere Einkäufe problemlos transportiert werden, auch die Parkplatzsuche oder der Weg von der Tiefgarage entfallen.Ausgezeichnet für
innovative Technik
Neben dem Autoaufzug-Konzept bietet das Upper East noch eine weitere Besonderheit_ »Wir haben eine kontrollierte Wohnraumlüftung für alle Loft-Wohneinheiten integriert, das ist zwar im Einfamilienhausbau schon verbreitet, im Geschosswohnungsbau aber eine echte Seltenheit«, erzählt Hermann Landgräber. Das System nutzt Wärmetauscher, die im Be- und Entlüftungskreislauf dafür sorgen, dass möglichst wenig Energie verloren geht. »Außerdem dient diese Maßnahme dem Wohnkomfort auch dadurch, dass sie für gleichmäßigen Schallschutz sorgt, schließlich müssen zum Lüften keine Fenster mehr geöffnet werden.« Diese beiden Innovationen waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Bauprojekt vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) innerhalb des Wettbewerbs »Technikunterstütztes Wohnen – selbstbestimmt leben Zuhause« eine lobende Anerkennung erhielt.Flexibilität als Grundprinzip
Neben innovativer Technik setzten Bauherr und Architekt auf eine weitere Kernidee_ Flexible Grundrisse. »Wir wussten, dass Kaufinteressenten heute oft individuelle Wünsche haben, auch was den Schnitt ihrer Wohnungen angeht. Da darf es dann gerne noch ein weiteres Gästezimmer oder eben ein zusätzliches Bad sein«, so Projektleiter Landgräber. Daher wurden die tragenden Bauteile der Häuser auf ein Minimum reduziert, zumeist Außenwände und Treppenhäuser. Im Inneren wurde ganz gezielt auf Trockenbau gesetzt. »Das hatte für uns den Vorteil, dass wir auch in späten Bauphasen noch schnell und flexibel auf Wünsche reagieren können«, so Landgräber. So entschied man sich bei den Wänden der Nassräume für die Zementbauplatten »Aquapanel Cement Board Indoor«, die vom beauftragten Verarbeiter ATM Trockenbau in allen Wohnungen verwendet wurden. »Seit Februar 2012 hatten wir zwischen 15 und 20 Monteure im Einsatz, um sukzessive die Nassräume für alle Wohneinheiten zu errichten«, erklärt ATM-Geschäftsführer Freddy Lermer. Die Bauplatten »Aquapanel Cement Board Indoor« sind ein solider und haltbarer Fliesenuntergrund für den Innenausbau, insbesondere von Nass- und Feuchträumen. Ihr Kern besteht aus Portlandzement und Zuschlagstoffen, beidseitig sind die Platten mit einem Glasgittergewebe armiert. Die Enden der 12,5 mm dicken Platten sind geschnitten und die Kanten verstärkt. Trotz ihres relativ geringen Eigengewichts von nur ca. 15 kg pro m² trägt »Aquapanel Cement Board Indoor« bis zu 50 kg Fliesen. Ein weiterer Vorteil des Systems_ Für die meisten Anforderungen reicht schon eine einlagige Beplankung aus. Doch auch die weiteren bauphysikalischen Eigenschaften überzeugen: Das Material ist wasser- und feuchtigkeitsbeständig und mit seinem pH-Wert von 12 ist es auch widerstandsfähig gegen Schimmelpilzbefall. Des Weiteren ist es robust und nicht brennbar. Die leicht zu montierenden Platten lassen sich durch Ritzen und Brechen einfach in die richtigen Dimensionen bringen, Sägen mit einem feingezähnten Fuchsschwanz ist ebenso möglich. Mit »Aquapanel Cement Board Indoor« lassen sich eine Vielzahl verschiedener Wandkonstruktionen realisieren. »Bei den Nassraumwänden im Upper East haben wir ein Metall-Einfachständerwerk verwendet«, erläutert ATM-Chef Freddy Lermer. Dafür wurden entsprechende CW- und UW-Profile gemäß DIN 18182 genutzt und die Platten anhand ihrer werksseitigen Schraubmarkierungen verschraubt. Alle Fugen wurden dann mit »Aquapanel« Fugenkleber verklebt. Danach konnten wunschweise Fliesen oder Steinzeug mit Flexkleber aufgebracht werden. Grundsätzlich liegt naturgemäß beim Ausbau von Nass- und Feuchträumen ein großes Augenmerk auf der Dichtigkeit der Konstruktion. Darum werden Installationsdurchlässe etwa für Rohre oder Unterputzarmaturen sowie sämtliche Anschlüsse und Kanten mit Dichtband sowie dauerelastischem, fungizidem Fugenkitt geschlossen.

Übertragung von Körperschall reduzieren
Vor dem Verlegen der Fliesen wird, wie bei jedem anderen Oberflächen-Finish auch, die gesamte Fläche mit »Aquapanel«-Grundierung – innen versehen. Außerdem gilt es, die Übertragung von Körperschall durch Sanitärgegenstände wie etwa Badewannen auf die Wände soweit wie möglich zu reduzieren. Daher wird zwischen der Beplankung und dem Gegenstand – etwa dem Wannenrand – ein Dämmstreifen, beispielsweise aus Filz, eingesetzt. Das Ergebnis ist eine schnell und einfach zu montierende, bauphysikalisch ideal angepasste Wand, die gerade bei Nassräumen entscheidende Leistungsvorteile im Vergleich zur Massivbauweise bietet – bei geringeren Montagekosten.

Weitere Verwendung für Zementbauplatte
Neben den Nassräumen in den 145 Wohnungen bot das Bauprojekt Upper East aber noch eine weitere Verwendung für eine Zementbauplatte aus dem Hause Knauf Aquapanel_ die Wände der Einfahrt der 130 Stellplätze beherbergenden Tiefgarage sowie die Durchgänge von der Straße ins Innere der Anlage, realisiert mit »Aquapanel Cement Board Outdoor«. Den für die Zulassung der Außendecke erforderlichen Standsicherheitsnachweis hatte das Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Professor Pfeifer und Partner aus Darmstadt durchgeführt. Auch bei dieser Outdoor-Anwendung wurden die Wände und Decken mit einer Metallunterkonstruktion ausgeführt, auf der die Monteure von ATM-Trockenbau dann die witterungsbeständige und robuste Zementbauplatte für den Außeneinsatz verschraubten. Dabei mussten besondere Anforderungen erfüllt werden, so ATM-Geschäftsführer Freddy Lermer_ »Auf dieser Rampe treten besondere Sog- und Windlasten auf. Die geforderte Festigkeit haben wir aber einfach erreicht, indem wir die Unterkonstruktion enger gehängt haben.«
So wurde auch im Außenbereich, nach dem entsprechenden Verfüllen der Fugen inklusive Einbringen von Fugenband, sowie dem vollflächigen Verspachteln, Grundieren und Anstreichen, eine ebenso zuverlässige wie wirtschaftliche Wandlösung realisiert. Ebenso wie die Nassraumwände wird sie in puncto Qualität und Flexibilität dem Anspruch des Upper East voll und ganz gerecht_ »Leben. ­Vorzüglich.«

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