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Penter-Freiflächenlösungen in historischem Rahmen_ Nachgewiesen rutschfest

Im Zuge der Sanierung der Altstadt von Ludwigslust sollten Straßen und Bürgersteige gepflastert werden. Anwohner und Gewerbetreibende legten großen Wert auf Rutschsicherheit – dabei konnten Pflasterklinker von Wienerberger im direkten Vergleich mit anderen Materialien punkten.

Die Barockstadt Ludwigslust, südlich von Schwerin, gilt als Eingangstor zu Mecklenburg und erlangte im 18. / 19. Jahrhundert überregionale Bedeutung. Das Schloss, der einzigartige Landschaftspark und die historische Altstadt ziehen jedes Jahr Touristen an. Bis heute wird die Stadt von einem barocken Grundriss mit großzügigen Achsen und Plätzen geprägt. Bereits 1994 begann die etappenweise Sanierung der Freiflächen. Von Anfang an setzte man auf den Pflasterklinker »Husum gelbbunt« aus dem Penter-Programm als markantes Produkt im Gesamtkonzept, das mit Materialmix und Möblierung auf eine neue Qualität des öffentlichen Raumes zielte. Vor allem spielten wirtschaftliche Kriterien wie Langlebigkeit, Farbechtheit und Frostbeständigkeit eine wichtige Rolle. Im Bereich Lindenstraße/Breite Straße wünschten sich Stadtväter und Anrainer einen Platzcharakter, der zum Verweilen einlädt. Deshalb wurden Multifunktionsflächen angelegt, in die der Gehweg aus Pflasterklinkern eingebettet ist. Herausforderungen waren die unterschiedlichsten Zuwegungen und Hauseingänge, zum Teil mit einem Niveau unterhalb der Straße oder mit Denkmalschutzauflagen. Durch Hochkantverlegung wurden an schwierigen Stellen Verschiebesicherheit und durch Formatmix maßgeschneiderte Lösungen vor den einzelnen Grundstücken erzielt.Anwohnern und Gewerbetreibenden kam es besonders auf Rutschsicherheit an – ein Thema bei mehreren Terminen vor Ort sowie in der Stadtverwaltung. Das Wienerberger-Produktmanagement konnte hier in Gesprächen Vorbehalte ausräumen: So brachten auch Zertifikate der unabhängigen Baustoffprüfstelle Wismar den Nachweis, dass Pflasterklinker von Wienerberger die höchste Rutschwiderstandsklasse U3 erreichen. Zudem wartete der Hersteller mit einem besonderen Service auf, einem Vor-Ort-Test der Klinker aus dem ersten Bauabschnitt. Das Ergebnis war eindeutig_ Nach gut 15 Jahren kein Abrieb, keine Verringerung des Rutschwiderstandes – also beste Argumente für Sicherheit und Langlebigkeit dieses Verlegematerials.

3 Fragen an Jens Gröger

Seit 1994 werden die öffentlichen Plätze und Wege in Ludwigslust saniert. Welche Rolle spielt der Pflasterklinker dabei?
Jens Gröger: In dem langfristig angelegten Sanierungsplan gehört der Pflasterklinker »Husum gelbbunt« zu den entscheidenden Produkten, die von Anfang an zum Einsatz kamen. Stadtväter und Planer wollten eine hochwertige Gestaltung der jeweiligen Flächen sicherstellen. Der Klinker wurde überwiegend in den Fußgängerbereichen, vor Hauseingängen und in den Zuwegungen zu den Grundstücken verarbeitet. Besonders in den Cityzonen Lindenstraße und Breite Straße nutzen viele Gewerbetreibende die Multifunktionsflächen mit den eingebetteten Bürgersteigen, um die Menschen zum Schauen oder zum Platznehmen einzuladen. Der Erlebniswert unserer Altstadt hat sich damit gesteigert. Besucher bestätigen uns ein gefälliges Ambiente mit viel Grün und einen gelungenen Materialmix. Farblich angepasst wurde die Stadtmöblierung mit neuen Bänken, Sitzpollern, Fahrradständern und Papierkörben.

Sie setzten auf breite Bürgerbeteiligung. Warum?
Gröger: Wir wollten unsere Bürger aktiv an der Entscheidungsfindung beteiligen, zumal die Arbeiten ja über einen längeren Zeitraum dauerten. Es wurden vorher Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas und Telefon erneuert. Das bedeutete für die Anwohner große Einschränkungen durch das Aufreißen der Straßen und Gehwege. In diesem Zusammenhang haben wir in verschiedenen Gremien Umsetzungsfragen und Abläufe diskutiert, auch Sachverhalte wie Rutschsicherheit der Flächen, Höhe der Bordsteinkante, Denkmalschutz bei Hauseingängen, Neubepflanzung mit Linden oder die Regelquerschnitte. Es ist uns insgesamt gelungen, den historischen Charakter durch eine ruhige Neugestaltung der Freiflächen in der Altstadt aufzuwerten. Die breite Bürgerbeteiligung hat sich gelohnt – die Einwohner sind heute sehr stolz auf die Resultate.

Warum war Rutschsicherheit ein zentrales Problem?
Gröger: Wir müssen berücksichtigen, dass die Mehrzahl unserer Einwohner Ältere sind. Die Jungen sind in die Metropolregionen abgewandert. Insofern haben wir alle Bedenken zur Rutschsicherheit ernsthaft geprüft und sie – dank des besonderen Engagements von ­Wienerberger – schnell ausräumen können.

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