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Oktober 2013

Appelle an die Politik


Die Bundestagswahl ist vorbei, die »Sondierungsgespräche« der potenziellen Legislaturperioden-Partner laufen auf Hochtouren – und Deutschland steckt noch immer mitten im Wohnungsbau-Problem. Die neue Bundesregierung – in welcher Zusammensetzung auch immer – sollte sich weniger in populistischen Petitessen verlieren (Pkw-Maut für Ausländer etc.) –, sondern die wirklich wichtigen Probleme angehen. Ein großes Betätigungsfeld bietet da nach wie vor die »Baustelle Wohnungsbau«.

Die zurückliegenden vier Regierungsjahre sind hier nicht genutzt worden, um spürbare Impulse für den Neubau von Sozialwohnungen und altersgerechten Wohnraum zu setzen. Angesichts von Wohnungsknappheit und steigender Mieten in Ballungsräumen und Universitätsstädten ist unverzügliches Handeln gefordert. Zu Beginn des Wintersemesters steht in diesen Tagen eine erschreckend große Zahl von Erstsemestern buchstäblich auf der Straße oder haust in provisorischen Notunterkünften: Ein Armutszeugnis für den »Bildungsstandort Deutschland«. So fordert neben etlichen weiteren Branchenverbänden auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks, dass die neue Bundesregierung in diesen zentralen Sachfragen die Initiative ergreift, mit gezielten Anreizen für Investitionen in die Energieeffizienz.

Apropos Investitionen in die Energieeffizienz_ Angesichts geschätzter 340 Mio. modernisierungsbedürftiger Fenster und Türen in Deutschland könnte allein in diesem Bereich ein immenser Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Auch die hier zuständigen Branchenverbände richten einen deutlichen Appell an die Politik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit die ambitionierten Klimaschutzziele erreicht werden können.

Immerhin veranlassen die weiter steigenden Energiepreise und das nach wie vor niedrige Zinsniveau Bauherren und Modernisierer noch stärker als bisher dazu, ihre Gebäude durch modernste Materialien und Techniken aufzuwerten. Innovative Produkte und individuelle Lösungen sind vor allem auch am Fenster- und Türenmarkt in reichem Maße vorhanden und stehen für die Umsetzung verschiedenster Projekte zur Verfügung.

Bevor allerdings der Handwerker zur Tat schreiten kann, müssen durch gezielte Informationen Nachfrage geschaffen und Investi­tionsanreize generiert werden. In diesem Bereich leisten die Absatzmittler wie der Baustoff-Fachhandel einen wichtigen Beitrag. So bündelt bereits seit 20 Jahren das hagebau-Vertriebssystem »Fenster Türen Tore-Profi« Fachwissen im Bereich der Bauelemente. Das Erfolgsrezept des bundesweit tätigen Vertriebssystems sind endverbraucherorientierte Marketingaktivitäten, die gemeinsam mit den angeschlossenen Gesellschaftern entwickelt werden. Fachwissen aus den Bereichen Baustoffhandel und Holzhandel fließt in der Gruppe zusammen.

Neben den privaten Endverbrauchern steht seit rund einem Jahr auch der Profi im Fokus dieses etablierten Vertriebssystems. 15 Standorte haben sich innerhalb von FTT-Profi zusammengefunden, um beim Handwerker mit speziellen Dienstleistungen zu punkten. Im Rahmen eines Partnerschaftsprogramms vermitteln sie den Verarbeitern Aufträge zur Montage und stellen ihnen Weiterbildungen sowie Maßnahmen zur gemeinsamen Marktbearbeitung zur Verfügung. Das neue Konzept wird seit Anfang August durch eine eigene Kampagne bei den Monteuren bekannt gemacht. Auch bei uns stehen in diesem Monat Türen und Fenster im Fokus. In unserem Top-Thema »Die Tür – Design & Technik« informieren wir Sie über Produktinnovationen, Designtrends und technische Neuerungen in der Türenbranche.

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Gerd Rottstegge

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