Das Fenster Die Türe Innenbereich

Neues Drehkipp-Beschlagsystem als nächstes »Flaggschiff« im Sortiment

Auf der ­Fensterbau Frontale hat sich der Fenster- und Tür­technologie-Spezialist aus Leinfelden-Echterdingen mit einem riesigen Messestand und zahlreichen Produktneuheiten präsentiert. Der baustoffPARTNER war vor Ort und hat sich ein genaues Bild von den Ideen und Erwartungshaltungen machen können, die bei Roto Frank hinter den Neuentwicklungen stecken.

Von Dan WindhorstLive-Vorführungender Produktneuheiten
Neben dem Entwicklungsaspekt nimmt aber auch das Thema Sicherheit eine tragende Rolle beim Hersteller aus Baden-Württemberg ein. So lässt sich laut Roto zum Beispiel beim »TiltSafe«-Fenster in Verbindung mit Zusatzkomponenten eine Einbruchhemmung nach RC 2 erzielen – und das in Kippstellung. Gleichzeitig soll eine höhere Traglast in der Standardausführung mehr Sicherheit bei der Verarbeitung ermöglichen.
Begutachten konnten das die Besucher direkt am Stand während der Live-Vorführungen: Gezeigt wurden verschiedene Baugruppen wie etwa die Bandseite»P« für Kunststofffenster, die Bandseite »T« für Holzfenster bis zu einem Flügelgewicht von 150 kg sowie das »TiltSafe«-Fenster und ein Hochdornmaßgetriebe mit »Easy­Mix-System«, das zur schraubenlosen Montage geeignet ist.

Eine funkbasierte Neuheit für die Hausautomatisierung
Ein ebenfalls gut besuchter Bereich des Roto-Messestands war die Praxisdemonstration einer Smart Home-fähigen Lösung, bei der die »TiltSafe«-Funktion durch einen angedockten funkbasierten »Com-Tec«-Sensor in die Hausautomatisierung integriert werden kann.
Der verdeckt liegende Kipp­öffnungs- und Verriegelungsantrieb »E-Tec Drive« soll dabei mit dem Sensor kombiniert werden, der Ende des Jahres auf den Markt kommt. Dieser ist nach ­»EnOcean«-Funkstandard ausgerüstet und eignet sich zur Montage an Fensterflügeln. Dort kann er die Beschlagposition effektiv abtasten. Ein weiterer Vorteil dieses Systemverbunds ist laut Herstellerangaben, dass »TiltSafe« aufgrund der definierten Zustandskennung identifiziert wird, sodass trotz eines geöffneten Fensters in Kippstellung kein Alarm auslöst.
»Unser neu entwickelter Funksensor kann problemlos in alle »EnOcean«-Systeme integriert werden. In der Hausautomatisierung ist man damit breit aufgestellt, da man das offene System jederzeit an bereits auf dem Markt befindliche Programme anbinden kann«, ergänzte Hartmut Schmidt, während er dem baustoffPARTNER das Sensor-System am Messestand vorführte.
Spannende Zeiten für den deutschen Smart Home-Markt
Generell beschäftigte sich Roto auf der Fensterbau ausgiebig mit dem Thema Hausautomatisierung. Laut einer aktuellen Studie des Verbandes der Internetwirtschaft (ECO) und des Beratungsunternehmens Arthur D. Little soll der deutsche Smart Home-Markt in den kommenden fünf Jahren »regelrecht explodieren.« Bis 2022 soll sich das Gesamtvolumen laut eigener Aussage mit einem durchschnittlichen Jahresplus von über 26 % auf 4,3 Mrd. Euro verdreifachen. Klare Umsatzkönige seien hierbei die Segmente Energiemanagement mit rund 1,3 Mrd. sowie Licht- und Fernsteuerungen mit ca. 1,2 Mrd. Euro.
Roto selbst mahnte trotz solcher Prognosen zur Nüchternheit und sprach sich vielmehr für »gewerk­übergreifende Konzepte« aus. Als einen »kräftigen Stimmungsdämpfer» bezeichnete Hartmut Schmidt zum Beispiel eine Untersuchung der Beraterfirma Company Partners. Laut Schmidt verfügt nur ein Bruchteil der in Deutschland fertiggestellten Wohnungen über die benötigte Smart Home-Infrastruktur.

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