Fassade

Neue Rinnensysteme setzen Richtlinie um

Durch das Inkrafttreten der Flachdachrichtlinie (FDRL) haben sich unter anderem Änderungen bei Anschlüssen an Türen ergeben, auf die ACO Hochbau mit neuen Rinnensystemen reagiert hat.

Mit der neuen FDRL wurde nicht nur der Geltungsbereich erweitert, auch bisherige Regeln wurden überarbeitet. So entfällt beispielsweise die Unterscheidung zwischen genutzten und ungenutzten Dachflächen, wodurch ein Balkon oder eine Terrasse auch der Flachdachrichtlinie unterliegt.
Insbesondere im sensiblen Tür- und Fassadenbereich von Terrassen, Dachgärten und Balkonen muss zu jeder Zeit sichergestellt sein, dass keine Feuchtigkeit von außen in das Gebäude eindringen kann. Unter 4.4. (1) der FDRL »Anschlüsse an Türen« heißt es_ Die Anschlusshöhe soll mindestens 0,15 m über der Oberfläche des Belags, der Kiesschüttung oder der Begrünung betragen. Bei Abdichtungen ohne Beläge, Kiesschüttung oder Begrünung bezieht sich die Anschlusshöhe auf die Abdichtungsoberfläche.
Explizit wird neben dem Türbereich in der neuen FDRL nun auch der Fensterelementbereich aufgeführt. So ist eine Verringerung der Anschlusshöhe nach FDRL 4.4. (2) jedoch dann möglich, »wenn bedingt durch die örtlichen Verhältnisse zu jeder Zeit ein einwandfreier Wasserablauf im Tür-/Fenster­elementbereich sichergestellt ist und die Spritzwasserbelastung minimiert wird«, also wenn dort z.B. ein rinnenförmiger Entwässerungsrost oder eine vergleichbare Konstruktion jeweils mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung oder ein rinnenförmiger Entwässerungsrost bei Belägen auf Stelzen eingebaut wird. In solchen Fällen soll die Anschlusshöhe jedoch mindestens 0,05 m betragen.
Die in der Flachdachrichtlinie, aber auch in der DIN 18195, Teil 5 und der DIN 18531 geforderte Anschlusshöhe für Bauwerksabdichtungen von 15 cm kann laut Hersteller durch den Einsatz der Linienentwässerungssysteme »ACO Profiline« und »ACO Roofline« im Tür- und Fenster­elementbereich auf die geforderten 5 cm reduziert werden. Denn die Rinnensysteme arbeiten laut Angaben von ACO auf zwei Ebenen_ Sie entwässern an der Oberfläche, gleichzeitig führen sie das Wasser auf der darunter liegenden Dränageschicht ab. Damit ist ein einwandfreier Wasserablauf im Tür-/Fensterelementbereich sichergestellt.
Um auch der Forderung der FDRL in Bezug auf Spritzwasserbelastung nachzukommen (»Wenn die Spritzwasserbelastung nicht durch eine Überdachung minimiert wird, sollten Gitteroste mit einer Breite von mindestens 150 mm verwendet werden«), stehen inerhalb des Linien­entwässerungssystems auch Rinnen mit einer Baubreite von 155 mm zur Verfügung.
Die neuen, regelkonformen Rinnensysteme sind laut Hersteller, wie auch die weiteren Ausführungen (Baubreiten von 100 mm bis 250 mm) der Produktfamilien, zur Umsetzung von barrierefreien Türkonstruktionen geeignet.
Alle Ausführungen des Typs »ACO Profi­line« sind in Edelstahl und Stahl verzinkt erhältlich, begehbar bzw. rollstuhlbefahrbar und werden durch ein Rostprogramm ergänzt. Durch variable Höheneinstellung ist eine millimetergenaue Anpassung an die örtlichen Bodenverhältnisse möglich. Damit will ACO nicht nur der zukunftsweisenden Forderung nach barrierefreiem Bauen entsprechen, sondern auch den Qualitätsansprüchen von Architekten und Planern.

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