Fassade

Hinterlüftete Fassaden mit sicherer Verschraubung

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) ermöglichen große gestalterische Freiheiten. Zudem bieten sie bauliche Vorteile bei Maßnahmen zum Brand- und Schallschutz und vor allem bei der Wärmedämmung. Eine überlegte Schraubenauswahl ermöglicht die Realisierung solcher Konstruktionen mit deutlich weniger Befestigungspunkten und folglich Einsparungen bei Material und Arbeitszeit. Darauf weist Hersteller HECO aus Schramberg hin.

Bei VHF-Systemen wird die Bekleidung auf eine Unterkonstruktion montiert. Zwischen der Wandfläche bzw. der Dämmschicht und der Wetterhaut entsteht – bedingt durch die Stärke der Konterlattung – ein etwa 4 cm großer Hohlraum, in dem Luft zirkulieren und so den Feuchtehaushalt im Baukörper regulieren kann. Ergebnis_ Ein besserer Wärmedämmwert und die Vermeidung von Schäden, etwa durch Schimmel. Der Aufbau mit klarer Trennung zwischen Dämmung und Bekleidung kann an den unterschiedlichsten Gebäuden realisiert werden – an Büro- und Geschäftshäusern ebenso wie an Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Verschraubung der Unterkonstruktion
Häufig kommen VHF-Systeme bei Holzständerbauwerken zum Einsatz, die eine Verschalung erhalten. Von besonderer Bedeutung ist dabei der sichere Aufbau der Unterkonstruktion als statisches Bindeglied zwischen dem tragenden Untergrund und der Fassadenbekleidung. Die Konterlattung, an der später die Außenhülle montiert wird, muss zunächst durch die Dämmschicht hindurch am Holzständerwerk verschraubt werden.
Für diese Aufgabe bietet der Schraubenhersteller HECO nach eigenen Anagben zulassungskonforme, einfach zu verarbeitende und wirtschaftliche Lösungen an. Dabei können mit unterschiedlichen Schraubenlängen und -typen alle gängigen Dämmstoffe und Dämmstoff­dicken befestigt und so die Vorgaben der Energieeinsparverordnung eingehalten werden.
Das geringe Einschraubdrehmoment und die hohe Gewindesteigung der »Topix«-Teilgewindeschraube verpsrechen laut Hersteller einen schnellen Arbeitsfortschritt. Die bauaufsichtlich zugelassenen Schrauben können sowohl als Sog- als auch Schubschraube gesetzt werden. So ist die Montage der Konterlattung auf der Dämmung durchgängig mit nur einer Schraubenart möglich. Die Ausführung der Schraube mit Senkkopf erlaubt ein bündiges Eindrehen.
Als Sogschraube wird die »Topix« im Winkel von 90 Grad zur Oberfläche eingedreht. Eine zusätzliche, so genannte Schubschraube wird in einem Winkel von 60 Grad von unten nach oben gesetzt. Sie verhindert, dass die Konterlattung durch das Eigengewicht der Bekleidung abrutschen kann.Distanzverschraubung für druckweiche Dämmstoffe
Dämmstoffe mit einer Druckfestigkeit von weniger als 0,05 N/mm² verlangen andere Schrauben_ Der Andruck des Schraubenkopfes in der Konterlattung würde dazu führen, dass der Dämmstoff nachgibt und eingedrückt wird. »Wenn bei einem VHF-System druckweiche Dämmstoffe wie Mineralwolle verwendet werden, empfiehlt sich die Holzbauschraube ›TTopix-Therm‹ als Alternative, die ebenfalls als Sog- und Schubschraube verarbeitet werden kann«, erklärt Winter.
Die Schraube besitzt ein zusätzliches Unterkopfgewinde. Die Konterlatte wird mittels Distanzverschraubung mit einem definierten Abstand zum Verankerungsgrund befestigt. Sämtliche Kräfte werden über das Gewinde in der Konterlatte aufgenommen und abgeleitet, ohne dass die Dämmung eingedrückt wird.

Schrauben für die Fassadenbekleidung
An einer so aufgebauten Unterkonstruktion können die unterschiedlichsten Fassadenelemente »vorgehängt« werden. »In Abhängigkeit von der Dimensionierung der Befestigung sind Lasten von bis zu 80 kg/m² kein Problem«, sagt Winter. Für Verkleidungen mit Holz oder Holzbaustoffen empfiehlt er den Einsatz der »Unix-top«-Fassadenschraube in Edelstahl. Sie hat ein Gewinde mit veränderlicher Steigung, das Holzbauteile automatisch zusammenzieht, ohne dass vorgespannt werden muss. Zugleich ist laut Hersteller die Aufnahme deutlich höherer Kräfte bei weniger Montagepunkten möglich. Das führt bei den Befestigungsarbeiten der Bekleidungselemente zu signifikanten Einsparungen an Schrauben und somit Arbeitszeit.

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