Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, steht schnell vor einer ganzen Reihe von Fragen: Neue Heizung oder Wärmepumpe? Dach sanieren? Fassade dämmen? Und welche Maßnahme sollte zuerst umgesetzt werden? Für private Hauseigentümer ebenso wie für Wohnungsbaugesellschaften und Bestandshalter lohnt sich dabei zunächst der Blick auf die Gebäudehülle.
Denn Wärme, die über Dach, Außenwände oder andere Bauteile verloren geht, muss durch die Heizungsanlage immer wieder neu erzeugt werden. Eine energetische Verbesserung der Gebäudehülle kann diese Wärmeverluste reduzieren und damit den Heizenergiebedarf des Gebäudes senken. Gleichzeitig kann eine gute Dämmung den Wohnkomfort verbessern – im Winter ebenso wie im Sommer.
Erst dämmen, dann die Heiztechnik betrachten
Besonders relevant wird die Gebäudehülle, wenn im Zuge der Sanierung auch die Heiztechnik modernisiert oder eine Wärmepumpe eingebaut werden soll. Je weniger Wärme ein Gebäude verliert, desto geringer kann sein Heizwärmebedarf ausfallen. Dadurch können sich günstigere Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb und gegebenenfalls auch für die Dimensionierung einer Wärmepumpe ergeben.
Die Dämmung sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil eines Gesamtkonzepts für die energetische Sanierung. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt dabei immer vom jeweiligen Gebäude, seinem energetischen Zustand und den geplanten weiteren Modernisierungsschritten ab.
Im Bestand zählt oft jeder Zentimeter
Gerade bei älteren Gebäuden stellt die vorhandene Konstruktion Planer und Eigentümer häufig vor besondere Herausforderungen. Aufbauhöhen sind begrenzt, Dachanschlüsse vorgegeben oder im Innenraum soll möglichst wenig Wohnfläche verloren gehen. Hier spielen Dämmstoffe aus Polyurethan-Hartschaum (PU) ihre hohe Dämmleistung aus. Je nach Produkt erreichen sie Wärmeleitfähigkeiten zwischen 0,023 und 0,029 W/(mK). Dadurch lassen sich bereits mit vergleichsweise geringen Materialstärken sehr gute Wärmedämmwerte und schlanke Konstruktionen realisieren. Mit den LINITHERM Dämmsystemen bietet LINZMEIER Lösungen für unterschiedliche Bereiche der Gebäudehülle – vom Dach über Wand und Decke bis zum Boden. Damit lassen sich Dämmlösungen auf unterschiedliche bauliche Situationen im Bestand abstimmen.
Dachsanierung kann zusätzlichen Wohnraum erschließen
Besonderes Potenzial bietet bei vielen Bestandsgebäuden das Dach. Wird ein bislang unzureichend gedämmtes Dach energetisch ertüchtigt, können nicht nur die Wärmeverluste reduziert werden. Eine Dachdämmung kann zugleich dazu beitragen, bisher wenig oder nicht genutzte Dachräume für eine ganzjährige Nutzung zu erschließen.
Auch vorhandene Dämmungen müssen dabei nicht zwangsläufig vollständig entfernt werden. Bei sogenannten Hybrid-Lösungen kann beispielsweise eine vorhandene Zwischensparrendämmung mit einer PU-Aufsparrendämmung kombiniert werden. Die bereits vorhandene Dämmschicht kann so – abhängig von ihrem Zustand und dem geplanten Aufbau – Bestandteil des neuen Dämmkonzepts bleiben.
Alternative beim Rohstoffeinsatz: LINITHERM LOOP
Neben der energetischen Qualität eines Gebäudes spielt bei der Wahl von Bauprodukten zunehmend auch der Rohstoffeinsatz eine Rolle. Beim PU-Dämmkern von LINITHERM LOOP stammen rund 60 Prozent der eingesetzten PU-Rohstoffe aus Biomasse. Die Zuordnung der biomassebasierten Rohstoffe erfolgt nach dem Biomassebilanzverfahren.*
Dadurch wird bei der Herstellung des PU-Dämmkerns ein entsprechender Anteil fossiler Rohstoffe durch Rohstoffe aus Biomasse ersetzt. Neben den klassischen LINITHERM Dämmsystemen steht damit eine weitere Produktvariante zur Verfügung, die die hohe Dämmleistung von PU mit einem veränderten Rohstoffeinsatz verbindet.
Sanierung individuell planen
Welche Dämmmaßnahme für ein Gebäude die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zustand und Konstruktion des Gebäudes, vorhandene Dämmung, gewünschter Energiestandard sowie die weitere Planung der Heiztechnik müssen gemeinsam betrachtet werden. LINZMEIER begleitet deshalb seine aktuelle Kampagne zur energetischen Sanierung mit einem Informations- und Beratungsangebot. Eigentümer, Bauherren, Wohnungsbaugesellschaften und Bestandshalter können sich über unterschiedliche Möglichkeiten der Dämmung informieren und ein kostenfreies, unverbindliches Beratungstelefonat mit einem Dämmexperten vereinbaren.