Titelstory

Libeskind-Bau »Kö-Bogen«: Großprojekt in Düsseldorfer City

Eine Liefergemeinschaft unter der Führung der CEMEX Deutschland produziert bis 2013 über 100.000 m³ Transportbeton für einen spektakulären Neubaukomplex inklusive Tiefgarage und einen Straßentunnel.

Mit dem Ausbau der Stadtbahn Düsseldorf verliert der Jan-Wellem-Platz seine Funktion als zentraler Verkehrsknotenpunkt – der öffentliche Nahverkehr wird weniger Raum einnehmen, auf dem Areal eröffnet sich eine einmalige städtebauliche Gelegenheit_ Hier entsteht der Kö-Bogen, eines der zurzeit meistbeachteten Bauvorhaben in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Das Gesamtprojekt umfasst einen etwa 26 Meter hohen Gebäudekomplex nach Entwürfen des New Yorker Architekturbüros Studio Daniel Libeskind, daneben Autotunnels unter dem Neubauareal und in einem zweiten Bauabschnitt den Rückbau der Hochstraße»Tausendfüßler«: Im Bereich des Jan-Wellem-Platzes werden die Straßen im kommenden Jahr in den Untergrund verlegt.

Krönung der Düsseldorfer Kö


Für Projektentwicklung und -management zeichnet »die developer Projektentwicklung« aus Düsseldorf verantwortlich. Den Initiatoren zufolge wird der Kö-Bogen die »Krönung der Königsallee« sein, deren Abschluss zum Hofgarten die beiden Gebäude darstellen. Nach Süden und Osten werden sie dynamisch geschwungene Grundrisse haben, im dritten Geschoss soll eine Brücke die Gebäude verbinden.

Einzelhandelsgeschäfte und Büros werden hier im kommenden Jahr einziehen, die Eröffnung ist für den Herbst 2013 angesetzt. Vier unterirdische Ebenen werden unter anderem eine dreigeschossige Tiefgarage mit 630 Parkplätzen und die Technikzentrale aufnehmen. Hier sind die Rohbauarbeiten inzwischen ebenso fast abgeschlossen wie im Straßentunnel, die ersten Hochbaumaßnahmen stehen an.

Die Transportbetonversorgung des Gebäudekomplexes und von Teilen des Tunnels stellt die CEMEX Deutschland sicher. Der Auftrag der Zechbau Niederlassung Düsseldorf beläuft sich auf etwa 65 000 m3, die ARGE Tunnel Kö-Bogen (Zechbau, Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Düsseldorf) wird insgesamt etwa 40 000 m3 abrufen. Michael Dost, CEMEX-Vertriebsmitarbeiter im Gebiet Nordrhein-Westfalen: »Wegen der großen Betonmengen haben wir zwei Lieferpartner mit ins Boot geholt. Die CEMEX-Betonförderung unterstützt den Betoneinbau in einer Pumpbietergemeinschaft.«

Hochfeste Betone für Deckenknoten


Die Lieferpartner stellen eine große Bandbreite von Betonsorten zur Verfügung, vom Beton der Druckfestigkeitsklasse C8/10 für Sauberkeitsschichten bis zum hochfesten Beton C60/75 mit Microsilica-Slurry für Deckenknoten. Die Betonage der Bodenplatten stand im Frühjahr 2011 an, hier lagen die größten Abschnitte bei 2000 Kubikmetern.



Bilder_ Cemex

Wegen der Dicke der Bauteile war ein Massenbeton mit geringer Hydratationswärmeentwicklung gefordert, die Betontechnologen wählten einen Beton C30/37 mit einem Wasser-Zement-Wert von 0,44. Für die Decken entwickelt CEMEX einen schwindarmen Beton, der die Fassadenelemente tragen wird. Die Tunnelbauwerke führt die ARGE Tunnel Kö-Bogen als Ingenieurbauwerk nach ZTV-ING aus.

Komplexe Disposition


Die Mitarbeiter im Hauptlieferwerk Düsseldorf-Rath setzen CEMEX-Zemente CEM III/A 32,5 N, CEM III/A 42,5 N, CEM III/B 42,5 N-LH/HS/NA und CEM I 42,5 R ein, die Gesteinskörnung bis 32 mm Größtkorn stammt aus den Kieswerken Kaarst und Kleinenbroich der CEMEX Kies & Splitt GmbH. Betonzusatzmittel der CEMEX Admixtures GmbH – Betonverflüssiger/Fließmittel, ein Verzögerer, ein Luftporenbildner – stellen die gewünschten Verarbeitungseigenschaften sicher.

Die CEMEX-Baustofftechnik begleitet das Bauvorhaben, Eigenüberwachung und Beratung der Baustelle Kö-Bogen übernimmt die WISSBAU aus Essen. »Mit der zentralen Lage der Baustelle zwischen dem Hofgarten und den belebten Einkaufsstraßen in der Innenstadt ergeben sich besondere verkehrs- und liefertechnische Erfordernisse. Unsere Disposition stimmt sich mit den Bauleitern und Polieren vor Ort genau über die Liefermengen, Zeiten und Anfahrtswege ab«, erklärt Michael Dost. »Ich bin sicher, mit seiner geschwungenen Form wird der Kö-Bogen ein neuer Blickfang in der Landeshauptstadt sein.«

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