Aktuelles Fassade

Inthermo: Klassiker versus Hybrid Showdown für neuentwickelte Holzfaser-Dämmplatte

INTHERMO  Der Dämmstoffexperte Inthermo hat die Vorzüge seiner neuesten Produktentwicklung live vor Publikum auf der BAU unter Beweis gestellt. Die neuentwickelte Holzfaser-­Dämmplatte wollte durch schnelle Verarbeitbarkeit überzeugen – und das tat sie auch. Gleichzeitig stellte das ­Unternehmen neue Oberflächen für Fassadendämmysteme vor.

Von Dan Windhorst

Neben den hellbraunen Hosenträgern des Inthermo-Teams stand vor allem die »VHF-­Hybrid« im Mittelpunkt: Der Hersteller hatte pünktlich zur BAU den Prototypen einer neuen Holzfaserdämmplatte mit eingefrästen Lüftungskanälen sowie einer Putzträgerplatte aus Blähglasgranulat vorgestellt, die nun ihre angepriesenen Vorteile gegenüber eines klassischen VHF-Aufbaus unter Beweis stellen musste.

Der baustoffPARTNER war dabei und hat mit Blick auf die schnelle Verarbeitbarkeit ganz genau auf die Uhr geschaut. Viermal täglich trat das Montageteam von Inthermo an und hat dem Fachpublikum gezeigt, wie leicht die neuentwickelte VHF (vorgehängte hinterlüftete Fassade) zu verarbeiten ist.

Fassadenforschung in die Tat umgesetzt

Der Grundgedanke bei diesem Hybriden war der, eine Holzfaserdämmplatte zu entwickeln, die die Lüftungskanäle und eine Putzträgerplatte mit spezieller Oberfläche miteinander kombiniert. Laut Hersteller soll sich daraus eine noch größere Gestaltungsvielfalt für Planer ergeben. Der Anwender hingegen soll dabei von der Zeitersparnis profitieren.

Die »VHF-Hybrid«-Fassade soll gegenüber funktionsgleich eingesetzten Dämmsystemen etwa in der Hälfte der Zeit zu montieren sein, was Inthermo während der Live-Vorführungen auf der BAU auch regelmäßig gelungen ist. Laut Hersteller spiele bei dieser Neuentwicklung deshalb auch die Kosteneinsparung eine Rolle, da weniger Aufwand betrieben werden müsse. Das Unternehmen gibt an, dass das künftige Fassadendämmsystem »VHF-Hybrid« unter anderem mit einem organischen Putz ausgestattet werden könne, was die Möglichkeiten zur freien Fassadengestaltung stark erweitern würde.


Oberfläche mit kreativer Besenstrich-Optik

Ein weiteres Thema am Stand von Inthermo waren verschiedene neue Oberflächen wie der Feinputz »Creativ«. Dieser zeichnet sich nach Angaben von Inthermo vor allem durch eine Besenstrichoptik aus, was kreative Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringt. Der silikatische Leichtputz eignet sich für strukturierte, glatte oder auch gefilzte Oberflächen – auch als Oberputzt lässt er sich verwenden.

Laut Herstellerangaben überzeugt der Putz außerdem mit geringem Materialverbrauch, leichter Verarbeitung sowie guten Hafteigenschaften auf allen mineralischen Untergründen. Er ist zudem witterungsbeständig, wasserabweisend und zeigt laut Inthermo ein gutes Verformungsverhalten sowie eine hohe Risssicherheit.

Von Glas über Beton bis hin zu Putz mit Splitt-Charakter

Weitere Neuheiten am Stand von Inthermo waren verschiedene Materialkombinationen für ästhetische Fassaden. Den Anfang machte »SparDash«, ein Putz mit Splitt-Charakter, rauer Oberfläche und hoher Stoßfestigkeit. Angeboten wurden insgesamt 16 Varianten auf durchgefärbtem Grundputz. Eine weitere Putzvariante überzeugte mit Betonoptik in Grau mit markanter Struktur. Bei der »Original Meldorfer«-Variante handelte es sich wiederum um ein Produkt in typisch norddeutscher Klinkeroptik, die sich gut auf größeren Flächen oder als Ornament nutzen lässt. Vollendet wird die Sammlung neuer Oberflächen mit einer Glas­mosaik-Ausführung, die das Fassadenbild im Sonnenlicht »geheimnisvoll changieren« lässt, so Inthermo.    J

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