Im Blickpunkt

Immer die richtigen Lösungen für die Probleme auf der Baustelle

Von Otto Hieber im Jahre 1956 gegründet, wird das Unternehmen Hieber heute von der zweiten Generation geführt. Seit nunmehr fast 60 Jahren entwickelt, produziert und vermarktet das Familienunternehmen aus Wörleschwang bei Augsburg innovative und zum Teil patentgeschützte Betonfertigteile. Wir sprachen mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Alexander und Christoph Hieber über die Entwicklung des Unternehmens, die Position Hiebers im Markt sowie über die Chancen und Herausforderungen in der Zukunft.

Baustoff-Partner: Herr Hieber, was waren die Meilensteine und entscheidenden Weichenstellungen in ihrer Unternehmensgeschichte?

Alexander Hieber_ Unser Vater Otto Hieber begann 1956 mit dem Vertrieb von Baustoffen, danach erweiterte er das Betätigungsfeld mit der Produktion von Betonhohlblocksteinen. Gleichzeitig produzierte er Steine aus Bims – Vulkangestein für den Wohnungsbau. Erst 1973 begann er mit der Produktion von Betonpflastersteinen. Damals beschäftigte Otto Hieber um die 20 Mitarbeiter. Nachdem ich meine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen hatte, stieg ich Anfang 1984 in unser Familienunternehmen ein. Neben dem Baustoffhandel und einem Bauunternehmen begannen wir 1988 einen Produktionsneustart mit der Übernahme des Betonwerks Graf in Schießen. Eine Weichenstellung war die Gründung der GmbH im Jahre 1989. Gesellschafter waren zu diesem Zeitpunkt mein Vater Otto Hieber und ich. Unser Sortiment bestand seinerzeit aus Betonlichtschächten und betongerahmten Kellerfenster-Zargen.
Im schwäbischen Raum gab es zu dieser Zeit nur einen Hersteller mit einteiligen Lichtschächten – und das waren wir. Vier Jahre später fiel dann der Startschuss zur Produktion von Betonfertigteiltreppen in gerader und gewendelter Ausführung. In kurzen Jahresabständen entstanden weitere Hallenabschnitte für unsere Produktion. Mit Balkonen ergänzte ein weiteres Fertigteilprodukt unser Sortiment. Wir wollten schon damals – und das gilt bis heute – unseren Kunden ein Gesamtpaket anbieten.
Im Jahre 2004 brachten wir unseren druckwasserdichten, baustellentauglichen und patentierten Betonlichtschacht »Uniproof Thermo« auf den Markt.

Baustoff-Partner: Wie ging die Entwicklung weiter?Christoph Hieber_ Nachdem ich mein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hatte, stieg ich im Juli 1993 als Vertriebsverantwortlicher in das Unternehmen ein. Mit Glasfaserbeton-Produkten brachten wir immer wieder Innovationen auf den Markt. Mit unseren Produkten wie GFB-Kellerfensterzargen (System Solitär) oder dem weißen »Primus«-Lichtschacht setzten wir Maßstäbe in der Branche.
Einen Schritt weiter gingen wir 1995 mit der Eröffnung eines Verkaufsbüros im Leipziger Gewerbegebiet Nordost. Der Spatenstich für eine Produktionshalle und Büros erfolgte im April 1997 in Pegau, mit der Produktion starteten wir dort im September 1997. Und nur ein Jahr später gründeten wir unser Verkaufsbüro in Ismaning bei München.
Ein weiteres Highlight in unserer Firmengeschichte war unsere Premiere auf der BAU in München im Jahre 2001. Zwei Jahre später stieg Hieber beim Fertigteilwerk Hirschmühle in Schwäbisch Gmünd ein, und im Frühjahr 2005 nahm unser Werk in Waghäusel die Produktion auf.
Seit 2010 verstärkt Anja Hieber nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau unsere Unternehmensleitung. Im März 2014 erhielt sie Prokura.

Baustoff-Partner: Wo steht Hieber heute?

Alexander Hieber_ Hieber entwickelte sich zu einem international tätigen Unternehmen mit vier Standorten und ca. 150 Mitarbeitern. Mit unseren Werken in Wörleschwang, Pegau bei Leipzig und Waghäusel bei Heidelberg sowie Schwäbisch-Gmünd konnten wir in den vergangenen Jahren gegen den Trend in der Baubranche expandieren. Als Partner der Bauunternehmer und Baustoffhändler, Garten- und Landschaftsbauer bieten wir die breiteste Produktpalette an. Zurzeit laufen mehrere Forschungsarbeiten mit verschiedenen Instituten mit dem Ziel, den Baustoff Beton weiter zu erforschen und somit weitere innovative Produkte zu produzieren. In absehbarer Zeit wird auch mein Sohn Dominik Hieber als Bauingenieur in die Firma eintreten.

Baustoff-Partner: Was macht den Erfolg ihres Unternehmens aus?

Christoph Hieber_ Es ist der Unternehmergeist, der uns immer antreibt, uns den wechselnden Anforderungen des Marktes mit neuen Produkten anzupassen.
Die Grundlage für unsere Innovationskraft ist neben dem Wissen und der Kreativität unserer Mitarbeiter sicherlich auch unser Streben nach ständiger Verbesserung unserer Produkte, Produktionsprozesse und Produktionsanlagen. Dies ermöglicht es uns, innovative Fertigteile und Baustoffe zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Baustoff-Partner: Auf große Aufmerksamkeit stößt ihre etwas ungewöhnliche Werbekampagne…

Christoph Hieber_ Unsere Werbekampagne entstand aus dem Gedanken heraus, sich vom Wettbewerb abzuheben. Unsere Produkte kennt jeder, die müssen wir nicht unbedingt abbilden. Somit stellte sich die Frage_ Wie können wir uns präsentieren? Provokant sollte sie sein. Unser erstes Motiv war ein korpulenter Mann – weitere Motive folgten. Die Reaktion hierauf war sehr positiv und es gefällt den Leuten sehr gut.

Baustoff-Partner: Auf Ihren letzten Bau-Infotagen war nicht zu übersehen, dass Sie ihre jungen Mitarbeiter konsequent in die Prozesse einbinden und Ihnen bereits früh Verantwortung übertragen. Welchen Stellenwert messen Sie der Nachwuchsarbeit bei?

Alexander Hieber_ Unsere Auszubildenden werden sofort in alle Arbeitsschritte mit eingebunden und somit auch entsprechend respektiert und angesehen. Wir legen besonderen Wert bei der Ausbildung darauf, dass sie nicht nur als »Azubi« gesehen werden. Viele verschiedene Projekte, wie Referate über Produkte, Arbeitsvorgänge etc. werden in unserem Unternehmen durch die Auszubildenden vorgetragen. Auch außerhalb der schulischen und beruflichen Ausbildung fördern wir die Auszubildenden mit Outdoor-Trainings, diversen Seminaren und Vorträgen. Nach der Ausbildung legen wir sehr viel Wert auf die Weiterbildung der jungen Leute. Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Auszubildenden nach der Lehre bei uns bleiben und hierfür ebnen wir ihnen den Weg und geben ihnen entsprechend auch Rückhalt.Baustoff-Partner: Wo sehen Sie Hieber in fünf bis zehn Jahren? Was sind die Herausforderungen, denen Sie sich stellen werden?

Christoph Hieber_ Wir sehen uns weiterhin verstärkt in der Fertigung von Spezialartikeln wie Betonlichtschächten, jedoch in einer weiter entwickelten Ausführung.
Wir wollen natürlich auf Wachstumskurs bleiben. Weitere Standorte sind bereits in der Planung. Durch stetige Innovationen bzw. Weiterentwicklung bestehender Produkte werden wir unseren Kunden die Lösungen bei Problemen auf der Baustelle geben. Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt und auch weiterhin auf dem richtigen Weg. gr

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