Das Fenster Die Türe

Holz-Alu-Fenster für Objektbauten in Passivhausbauweise

Die Entwicklung der mobilen Zukunft in den Bereichen Verkehr und Logistik ist von entscheidender Bedeutung für den gesellschaftlichen Fortschritt und den wirtschaftlichen Erfolg, und dies nicht nur in Deutschland. Aus der Idee heraus diesen Themen eine lebendige Plattform für die interdisziplinäre und branchenübergreifende Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu geben, ist das HOLM als House of Logistics & Mobility in Frankfurt am Main entstanden.

Gemäß den Anforderungen an öffentliche Gebäude in Frankfurt musste das HOLM in Passivhausbauweise errichtet werden. Die planenden Architekten AS&P GmbH rund um den renommierten Stadtplaner Professor Albert Speer sowie der ausführende Generalunternehmer Goldbeck entschieden sich hierbei für die Ausstattung des Gebäudes mit hochwertigen Holz-Alu-Fenstern von Unilux, die sowohl im Inneren des Gebäudes Richtung Atrium als auch in der Fassade verbaut wurden.
Da das Gebäude eine energetisch optimierte Gebäudehülle nach dem Passivhausstandard mit geringen U-Werten erhalten sollte, entschied man sich für Passivhausfenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, konstruktivem Dämmkern und einem resultierenden U-Wert von ca. 0,7. In Kombination mit abgestimmten Sonnenschutzeinrichtungen mit Licht­lenksystemen war es das Ziel, eine optimale Balance zwischen Sonnenschutz und winterlichen Wärmeeinträgen stattfinden zu lassen.
Holz-Alu-Fenster stellen die hochwertigste Materialkonstruktion bei Passivhausfenstern dar. Holz erzeugt im Inneren der Räume Behaglichkeit und gilt als ein Werkstoff zum Wohlfühlen. Die Aluminium-Schale an der Außenseite hingegen ist robust und dient als Schutzschild gegen jegliche Einflüsse von außen. Die Kombination aus beiden ergibt ein Verbundprodukt, das dauerhaft in Form bleibt und als High-End-Element derzeit vermehrt in institutionellen Bauvorhaben zum Einsatz kommt.
Architekturprojekte wie das HOLM in Frankfurt sind mit privaten Wohnungsbauten nicht vergleichbar und stellen bauseits höhere Anforderungen an die Individualisierung der Produkte. Christoph Herres, Leiter der Abteilung Konstruktion und Entwicklung bei Unilux, beschreibt die speziellen Anforderungen_ »Grundsätzlich stellt jedes Gebäude, das auf Passivhaus-Niveau errichtet wird, spezielle Herausforderungen beim Bauanschluss der Fensterelemente dar. Allerdings verfügen Fenster in öffentlichen wie gewerblichen Großbauten meist noch über diverse Zusatzfunktionen, die neben der Wärmedämmung in die Elemente integriert werden müssen. Hier waren die Anforderungen an Glas und Fenster sehr vielschichtig_ beste Wärmedämmwerte, Schallschutz, Einbruchschutz, Überwachungsfunktionen für Lüftungs- und Klimatechnik sowie die Alarmanlage. Jedes Merkmal für sich ist kein Problem, aber alle Zusatzfunktionen zusammen in dieser Fülle vereint – das war anspruchsvoll.«»Eine weitere Herausforderung bestand auf logistischer Seite. Zum einen mussten die genannten Anforderungen hundertfach geleistet werden und zum anderen unterlag die Lieferung unserer Elemente einem straffen, durch den Rohbau vorgegebenen Zeitplan«, erläutert der Entwicklungschef. So wurden in der Rohbauphase kurz vor dem Setzen der Betondecken die Fenster mittels Kran in die einzelnen neun Stockwerke gehoben. Hierdurch entfiel der meist zeit- und arbeitsintensive Transport der Fenster nach der Rohbauphase an den Ort des Einbaus.
Um die Themen, die das Innere des Gebäudes prägen, nach außen zu transportieren, spielt auch die Fassade mit dem Thema Bewegung, Vernetzung, Verwebung. Die vertikalen Fassadenbänder bewegen sich gegenläufig, so dass ihre Schnittkanten sichtbar werden. Je nachdem, in welchem Winkel man zur Fassade steht, erscheint mehr Rot der seitlichen Kanten oder man sieht eine ruhige, silbrige Fläche, blickt man fast senkrecht darauf. Das HOLM befindet sich in stetigem Wandel – im Inneren wie im Äußeren.

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