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High-Tech-Unternehmen bekommt Solarfassade

Das Laborgebäude der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen ist ein ­hochwertiger Funktionsbau, der seine Nutzung nach außen hin durch eine »Technikfassade« ­signalisiert. Eine Besonderheit ist die bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) von Schüco, die bei diesem Objekt flächendeckend und bündig in die Kaltfassade »Schüco ERC 50« integriert wurde.

Darüber hinaus kamen hochwertige Fenster- und Türsysteme der Systemfamilie »Schüco AWS/ADS 75.SI« mit verdeckt montiertem Sonnenschutz »Schüco CTB« in der Warmfassade »Schüco FW50+.SI« zum Einsatz. Eine überaus anspruchsvolle Systemkombination, die in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Otten Architekten GmbH aus Korschenbroich und Metallbau Willy Schuler aus Übach-Palenberg in dieser Form erstmals realisiert wurde.
Die Unternehmensgruppe Otto Fuchs ist Spezialist für metallbasierte Hochtechnologie und in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Auto und Transport, Bauindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbau tätig. Auch Profile und Komplettsysteme für Fenster, Türen und Gebäudehüllen werden entwickelt und gefertigt, und innerhalb der Gruppe gibt es ein tiefes und breites anwendungs- und werkstofftechnisches Know-how auch in den Bereichen Metallurgie und Beschichtungstechnologie. Das neue Laborgebäude am Stammsitz in Meinerzhagen wird in Sachen Raumkonzept, Flexibilität und Erweiterbarkeit einerseits den langfristigen Bedürfnissen des Unternehmens gerecht und macht andererseits die technologisch hochentwickelte Kompetenz des Zulieferers und Systementwicklers sichtbar. Statisch und konstruktiv wurde bei der Planung eine spätere Aufstockung um maximal zwei zusätzliche Vollgeschosse sowie eine horizontale Erweiterung berücksichtigt.

Technikfassade mit Mehrfach-Funktion
In Form und Konstruktion stellt sich das Laborgebäude als schlichter, funktionaler Kubus in Stahlbetonskelettbauweise mit aussteifenden Stahlbetonwänden und Mauerwerksausfachung dar. Die funktional hoch verdichtete Fassade allerdings gebe ein ästhetisch eindrucksvolles architektonisches Statement ab, heißt es in einer Schüco-Pressemitteilung. Hochwärmedämmende Aluminium-Fenster- und Türsysteme wurden elegant und flächenbündig mit Photovoltaik-Elementen kombiniert. Der außenliegende Sonnenschutz ist verdeckt in Hohlräumen oberhalb der Lichtöffnungen der Warmfassade installiert. Die Kombination zweier Fassadensysteme mit Verglasungen und Einsatzelementen sowie mit dem verdeckt installierten Sonnenschutz und der bauwerkintegrierten Photovoltaik (BIPV) machte die Fassade des Laborgebäudes verarbeitungstechnisch besonders anspruchsvoll.
Die Pfosten-Riegel-Konstruktion »Schüco FW50+.SI« und die Kaltfassade »Schüco ERC 50« wurden vormontiert. Auf die Verglasung der Fenster- und Türsysteme sowie die Montage der Einsatzelemente inklusive Verleistung folgte die Fertigstellung der Kaltfassaden-Unterkonstruktion sowie der Dämmung. Da die Kaltfassade größtenteils auf Kalksandstein befestigt werden musste, waren zahlreiche Klebeanker zu setzen. Den Abschluss der Fassadenmontage bildete das Einsetzen der Schüco »BIPV«-Module und mit Blitzschutz.
Besonders aufwendig gestalteten sich Planung und Montage des verdeckt liegenden Sonnenschutzes_ Um die »CTB«-Kästen zur Aufnahme der filigranen Lamellenjalousien integrieren zu können, musste man die Pfosten im Bereich der Kästen unterbrechen und die Lasten durch präzisionsgefertigte, dickwandige Stahlteile u-förmig um die Kästen leiten. Aufgrund mangelnden Raums für die »CTB«-Standard-Systemkästen entwickelte der Metallbauer eine Sonderlösung für die Los-/Festpunkte und die Kästen.

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