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GfA-Dichtungstechnik: Dichtungsexperte zwischen Marxen und Kapstadt

Das Familienunternehmen GfA-Dichtungen aus Marxen bei Hamburg hat sich in über 40 Jahren als Dichtungsspezialist etabliert. Inzwischen produziert das Unternehmen auch in Südafrika – der Schwerpunkt liegt u. a. auf PVC-Tür- und Fensterdichtungen und Anti-Rutsch-Dichtungen.

GfA-Dichtungen bezeichnet sich selbst als »Maßschneiderei für Dichtungsprofile«, deren Eigenschaften individuelle Lösungen, Produktinnovationen und persönliche Kundenbetreuung sind. Auch in der Corona-Krise arbeite die Produktion unter Hochdruck und die Auftragsbücher seien gut gefüllt.

Als Dichtungsunternehmen mit inzwischen 90 Mitarbeitern und Deutschlands größtem Lieferprogramm bietet die GfA ihren Kunden ein umfangreiches Portfolio – vom Ein-Mann-Handwerksbetrieb bis zum Großkunden aus Industrie, Verarbeitung und Handel. »Unser Ziel: die perfekte Lösung für jedes Dichtungsproblem. Dafür setzen wir uns mit Erfahrung, Know-how, Flexibilität und Kreativität ein«, erklärt GfA Geschäftsführer Lars Hagemeier.

Standort Südafrika: Dichtungen »Made in Kapstadt«

Neben dem Hauptsitz in Marxen bei Hamburg expandierte die GfA-Dichtungen trotz Corona, und zwar nach Südafrika: »Bereits vor drei Jahren haben wir den Schritt nach Südafrika gewagt. Entstanden ist das eher zufällig, befeuert durch das Interesse eines Großkunden dort vor Ort«, sagt Lars Hagemeier. Der strategische Expansionsschritt war gut geplant und so konnte die Tochtergesellschaft GfA-SealSystems ZA unter der Leitung von Klaus Gütlbauer bereits zum Januar 2019 an den Start gehen. Mit eigener Produktion inklusive sechs Extrusionslinien, davon zwei als Co-Extrusionsanlagen und inzwischen 10 Mitarbeitern.

Der Fokus der GfA-SealSystems liegt aktuell auf drei Kernbereichen: PVC-Tür- und Fensterdichtungen, Anti-Rutsch Dichtungen für Treppen und Terrassen sowie Dichtungen für Campinganhänger und Schlauchboote. Der Start verlief jedoch alles andere als erhofft: »Neben einer wirtschaftlichen Rezession und der Corona Pandemie hatten wir in Südafrika auch mit Herausforderungen zu kämpfen, die wir in Europa so nicht kennen. Nämlich mit Wasser- und Energiemangel, sodass eine durchgängige Produktion zeitweise unmöglich war«, erklärt Hagemeier. Bis auf den weiterhin teilweisen Energiemangel sind diese Hürden jedoch überwunden und inzwischen befinde sich die GfA in Kapstadt, allen Widrigkeiten zum Trotz, auf einem guten Weg und trage zum gesamtwirtschaftlichen Erfolg der GfA-Gruppe bei.


Niederlande beliefert Beneluxländer

Schwarze Zahlen schreibe auch die Verkaufsniederlassung der GfA in den Niederlanden. Vor zwei Jahren startete die GfA dort und hat heute in Goor mit Verkaufsbüro und Lager ihre Heimat gefunden. »Unter der Leitung von Martin van Noort werden von dort aus alle Beneluxländer fachgerecht betreut. Mit Martin van Noort haben wir einen echten Kenner der Branche gewonnen, der seit zwei Jahren sehr erfolgreich zum Wachstum in den Beneluxländern beiträgt. Der Erfolg machte ihn schließlich zum Direktor und Gesellschafter der GfA-SealSystems West B. V.«, so Hagemeier.

Im März 2020 ging die GfA-SiliTech GmbH an den Start. Mit dem Universalwerkstoff Silikonkautschuk im Mittelpunkt produzieren Nico Czok und Lars Hagemeier mit diesem Firmenzweig Silikondichtungen. Die Nachfrage überstieg in nur einem Jahr nach Gründung die Erwartungen bei weitem, so Hagemeier. Das Ergebnis: Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel 2021-2022 zieht SiliTech in ihre eigenen Räume um und hat dann noch mehr Platz für bessere Abläufe und weiteres Wachstum. Außerdem kommt 2022 eine weitere Extrusionslinie hinzu. »Die Auslastung ist jetzt schon so hoch, dass wir die Ausweitung der Kapazitäten und Gestaltung der Anlage erweitern, um das Angebotsspektrum noch mehr auszubauen, sagt SiliTech Geschäftsführer Nico Czok.

Auch im kommenden Jahr wird die GfA ihren Katalog auf Deutsch und Englisch anbieten: Hier können Kunden weltweit aus einem Sortiment von 5 312 verschiedenen Dichtungsprofilen für unterschiedliche Anwendungsbereiche wählen. Jedes Lagerprofil ist schon ab 5 m bestellbar. Die Werkstoffvielfalt reicht von Weich-PVC, TPE-S, TPE-V bis zu Silikon – in unterschiedlichen Härten und Materialkombinationen sowie zahlreichen Additiven, z. B. flammenhemmende, lebensmittelechte und antibakterielle Ausführung.   J

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