Das Dach

Gesunde Wärme am Dachfenster

Zwischen einem hochwertig gedämmten Dach und einem darin eingebauten Dachfenster liegen heute immer noch Welten. Beim Wärmeschutz (U-Wert) ist es oft der Faktor 10. So große Unterschiede der Dämmeigenschaften deuten stets auf Kondensatgefahren hin. Für Dachfenster bietet puren deshalb bereits die zweite, verbesserte Generation von Dämmzargen. Diese speziellen, gedämmten Rahmen-Bauteile sorgen im Anschlussbereich zwischen Dach und Fenster für warme, stabile und schimmelresistente Anschlüsse.

Je besser Dächer gedämmt werden, umso konsequenter müssen sie im Detail durchdacht sein. Sauberes, maßgenaues Arbeiten gehört ebenso dazu wie der sorgfältige luft- und winddichte Einbau der Dämmstoffe und der Fenster. Wenn dies alles mit ökologisch korrekten Baustoffen machbar sein soll, bieten sich die von Ökotest mit »gut« bewerteten PUR-Dämmstoffe puren Plus an. In schwierigen Anschlussbereichen haben diese Dämmstoffe zudem den Vorteil, dass sie feuchte- und schimmelresistent und dazu allergikergeeignet sind.
Bei einem Neubau in Bad Neuenahr entstand im Dachbereich exakt die beschriebene Situation. Das hoch gedämmte Dach erreicht mit einem U-Wert von rechnerisch 0,093 W/m²K Passivhausstandard (U-Wert < 0,1 W/m²K). Die eingebauten Dachfenster verfügen über einen im Fensterbereich bemerkenswert guten U-Wert von 1,0 W/m²K. Dennoch_ Der Unterschied ist groß, Faktor 10! Treffen auch noch so gute Fenster auf eine Super-Dachdämmung gibt es im Anschluss an den Fensterrahmen zwangsläufig extreme Temperaturverläufe. Der Fachmann spricht von Isothermenverläufen. Das sind – gleichsam den Linien gleichen Luftdruckes, den Isobaren im Wetterbericht – Linien gleicher Temperatur im Dachbauteil. An diesen Linien kann man die verzwickte Lage im Anschlussbereich Dach zu Fenster erkennen. Denn_ Von dem im Dach realisierten Dämmpaket bleiben im Anschlussbereich zum Fensterrahmen nur wenige Zentimeter übrig. Der Dachdecker montierte deshalb an diesem Dach die neuen Dämmzargen von puren.Die Dämmzargen gibt es in den Dicken 3 + 4 cm und 4 + 4 cm (Dachlattenebene + Konterlattenebene). Auf Wunsch sind für flach geneigte Dächer in schneereichen Regionen mit entsprechend hohen Hinterlüftungsquerschnitten Dämmzargen bis zu einer Konterlattenstärke von 12 cm lieferbar.
Die vorkonfektionierten Einzelteile der Dämmzarge werden mit jeweils einer Schraube pro Ecke präzise zu einem rechtwinkligen Rahmen zusammengeschraubt. Umlaufende Kompribänder stellen die Winddichtigkeit sowie die Regensicherheit zwischen Aufsparrendämmung und Dämmzarge sicher. Die Zargen werden auf die Kompribänder aufgelegt, ausgerichtet, ausgewinkelt und mit jeweils drei langen Schrauben auf jeder Seite bis in den darunter liegenden Sparren fixiert.
In die so montierten und verschraubten Dämmzargen passen die Dachfenster anstandslos hinein. Die langsam expandierenden Kompribänder erlauben, unabhängig von den Temperaturen, eine stets gesicherte Montagezeit von mindestens 30 Minuten. Mit der Verschraubung der Winkelhalterungen in den Dämmzargen und der Expansion der Dichtungsbänder ist die Vormontage abgeschlossen. Die Fenster sind stabil, wärmegeschützt und winddicht eingebaut. Rund um die Fensterrahmen befinden sich mit der PUR-Aufsparrendämmung und den puren-Dämmzargen schimmel- und feuchteresistente Bauteile. Zudem sind alle Dämmstoffe im Fensterumfeld allergikergeeignet.Abschließend gilt es, die Wasserführung oberhalb der Dämmzarge mithilfe des mitgelieferten First- und Gratbandes herzustellen. Spätestens beim Einbau der schweren Fensterflügel mit Dreischeibenverglasung erwiesen sich die stabilen Dämmzargen von Vorteil, wenn die Handwerker am Fensterrand stehend sicheren Halt benötigen.

Fazit
Dämmzargen verbessern den Isothermenverlauf im Anschlussbereich Dachdämmung zum Fensterrahmen entscheidend, so dass Kondensate und Schimmel an dieser Stelle weitgehend ausgeschlossen sind. Die praxisgerechte Montage mit Expansionsbändern zwischen Dämmebene und Zarge als auch Zarge und Fenster sichert eine hohe Winddichtigkeit. Der Dämmkragen schafft zudem ein stabiles Umfeld für den Fensterrahmen.

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