Das Fenster Die Türe

Gemeinsamer Design-Workshop: Minimalistische Optik verlangt maximales Know-how

Hersteller HEWI, bekannt für Türdrücker in anspruchsvollem Design, will mit der neuen Serie »mini« den Begriff Minmalismus neu definieren. Welche technischen Hürden die Produktentwickler dafür zu nehmen hatten und wie sich das Produkt sicher montieren lässt, war Thema eines zweitägigen Design-Workshops für die Fachpresse, zu dem HEWI und Türenhersteller Westag & Getalit gemeinsam eingeladen haben. Beide Unternehmen haben so den Journalisten einen Blick durchs Schlüsselloch ermöglicht.

Von Jan Rieken

Am HEWI-Firmensitz in Bad Arolsen hat PR-Managerin Lisa Floren die Technik vorgestellt, die eine solch minimalistische Rosette überhaupt erst ermöglicht und so den Türdücker auf das Wesentliche reduziert sowie gleichzeitig ganz neu in Szene setzt. Bei »mini« ist die Rosette extrem verkleinert, was ein außergewöhnliches Design erzeugt. HEWI verzichtet außerdem auf überflüssige Schlüsselrosetten: »Nur dort, wo eine abschließbare Tür gewünscht ist, wird ›mini‹ mit zusätzlicher Rosette auch eingesetzt«, erläutert Designer Oliver Widy, der das neue Produkt maßgeblich mitentwickelt hat.

Einfache Montage_ Mit dem Ringschlüssel zum Erfolg

Herausgekommen ist eine patentierte Technik, die Maßstäbe setzt_ Die neuartige Befestigung erlaubt die Reduzierung der Rosette auf einen Durchmesser von lediglich 32 mm sowie eine Bauhöhe von nur 3 mm. Die schnelle, belastbare Befestigung kommt dabei mit nur einem Werkzeug aus_ Dem Ringschlüssel.
Die Bohrung des Türblatts (Fräsmaß 25 mm) ist ausreichend, um den Drücker zu befestigen. Die Vertreter der Fachpresse konnten sich eigenhändig davon überzeugen: Es ist keine weitere Vorbereitung des Türblatts notwendig, da das patentierte Konzept die Befestigung der Rosette ohne aufwendiges Bohren ermöglicht.
Für die Montage wird die eine Hälfte der Türdrückergarnitur mit einem vormontierten Vierkantstift und dem Einpresslager durch die Schlossnuss gesteckt und mit dem Einpresslager der anderen Seite mithilfe einer von HEWI mitgelieferten Montagemutter und einem gewöhnlichen Ringschlüssel fest verbunden. Die Rosetten verzahnen sich konzentrisch zur Schlossnuss dauerhaft mit dem Türblatt. So können Toleranzen der Türblattbohrung ausgeglichen werden.
Der zweite Türdrücker wird aufgesteckt und mit einer Gewindeschraube fixiert – fertig. Wie einfach die Befestigung von »mini« ist, zeigt HEWI auch mit einem Montage-Video auf der Firmen-Website.

Türen: Reduzierte Optik und maximale Variantenvielfalt
Den Desig-Leitsatz, nützliche Dinge schön und schöne Dinge nützlich zu machen, beherzigt auch Türen- und Oberflächenspezialist Westag & Getalit. Das Unternehmen war Gastgeber des zweiten Workshop-Tags und hatte dazu nach Rheda-Wiedenbrück eingeladen. Im Unternehmens-Showroom hat Thomas Sudhoff, zuständig für PR und Markenkommunikation, das Unternehmen und seine Designlösungen im Türbereich vorgestellt.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Serie »Lineo«, die – ebenso wie die »mini«-Türdrücker von HEWI – auf reduziertes Design mit maximaler Raumwirkung setzt. Maximal hingegen sind die Kombinationsmöglichkeiten: 13 Varianten in 28 Farben und sechs Lackierungen ergeben in Verbindung mit 25 Verglasungs-Optionen eine Vielfalt von etwa 4 000 Möglichkeiten, erläuterte Sudhoff.
Zeitlos elegantes Design und eine würdige Kombination mit »mini« verspricht auch »Westaline«: Die lackierte Tür mit eingefräster V-Fuge kombiniert zeitloses Design mit einer hochwertigen Oberflächenlackierung. »Auch hier bietet sich mit 19 Typen in sechs Lackierungen sowie zahlreichen Verglasungen eine große gestalterische Vielfalt«, erläutert Sudhoff.
Im Praxistest konnten sich direkt am Objekt die Pressevertreter von der einfachen Montage und der schlichten Eleganz überzeugen, die von der Kombination der Produkte beider Hersteller ausgeht. J

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