Themenübersicht Fassade

Fassadengestaltung mit integrierter Energieeinsparung

Das Thema Dämmung ist aus der öffentlichen Diskussion seit langem nicht mehr wegzudenken. Im Sinne des Klimaschutzes soll der Energieverbrauch gesenkt werden und daher fordert und fördert die Politik Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Warum der Energieverbrauch sinken muss, ist eigentlich allen klar. Die konventionelle Energieversorgung ist an Brennstoffvorräte gekoppelt. Versiegen diese Vorkommen, versiegt auch die Energie. Allein mit alternativer Energiegewinnung wird der steigende Energiebedarf nicht zu decken sein. Daher muss auch eine möglichst effiziente Nutzung der gewonnenen Energie sowie eine Senkung des Energieverbrauches vorangetrieben werden. Einen wichtigen Beitrag dazu kann jeder Immobilienbesitzer leisten, wenn er eine entsprechende Dämmung installiert.

Dennoch gibt es viele Vorurteile gegen eine Wärmedämmung an der Fassade. Dass eine Dämmung wirksam ist, daran zweifelt heute niemand mehr, denn es gibt zahlreiche Studien und Fallbeispiele, die eine Effizienz von Dämmsystemen bestätigen. Häufiger sind es die Kosten, um die diskutiert wird. Die Wirtschaftlichkeit hängt hier natürlich von den Dämmkosten und den steigenden Kosten für die Energieversorgung ab. Zu den kostengünstigen Möglichkeiten der Fassadendämmung gehören EPS-Dämmplatten. Die aus expandiertem Polystyrol bestehenden Platten sind leicht zu verarbeiten und werden heute bereits von etwa 80 % der Bauherren eingesetzt. Die Effektivität eines Wärmeschutzes hängt von einer sachgerechten Montage und von der Wärmeleitfähigkeit ab. Generell gilt_ Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, je besser. Mit Werten zwischen 0,035 – 0,045 W/(mK) besitzt ein Dämmstoff ein gutes Dämmvermögen.
Dämmung wird häufig auch in Verbindung mit Schimmelbildung hinter der Dämmfassade gebracht. Damit einher geht natürlich das Argument, dass ein Wärmeschutz dem Haus schadet. Ist aber eine Dämmung sachgerecht angebracht, sind im Vorfeld bereits alle undichten Fassadenstellen beseitigt. Ein verbesserter Schutz hebt zudem die Temperatur der Wände im Hausinneren an und vermindert die Chance auf Schimmelbildung.
Im öffentlichen Diskurs steht die Brandgefährlichkeit einer Fassadendämmung hoch im Kurs. Hier werden immer wieder Brandfälle skandalisiert, die Hauseigentümer verunsichern. Dabei ist das EPS-Dämmmaterial in der Brandstoffklasse B1 – schwer entflammbar geführt. Statistisch gibt es in Deutschland ca. 180 000 Brandfälle pro Jahr. Bei lediglich vier Brandfällen waren WDV-Systeme beteiligt, aber in keinem Fall brandverursachend. Der Einsatz von Flammschutzmitteln wie PolymerFR vermindert die Entflammbarkeit. Die Hauptursache von Bränden bleiben elektrische Geräte, Rauchen, Unachtsamkeit im Umgang mit Feuer und Brandstiftung.Schwachstelle Fenster
Die Fassadendämmung mit EPS-Dämmstoffen ist also ein kostengünstiger, umweltverträglicher und risikoarmer Weg zur Reduzierung des Energieverbrauches.
Zusätzlich zur effizienten Dämmung leisten Sonnenschutzprodukte ebenfalls einen großen Teil zur Energiekostensenkung. Eine Schwachstelle jeder Fassadendämmung ist das Fenster. Hier können Wärme- und Kältebrücken entstehen, die einer Ersparnis von Heiz- und Energiekosten später wortwörtlich einen Strich durch die Rechnung machen können. Die Wahl des richtigen Sonnenschutzsystems kann zudem immense Auswirkungen auf die Gesamtbilanz des Energiehaushaltes haben. Umso wichtiger ist das Zusammenspiel von fortschrittlicher Dämmtechnologie und wirkungsvollen Sonnenschutzsystemen.
Hier stellt Reflexa ein System zur Verfügung, das allen Ansprüchen an eine Dämmfassade und an einen effizienten Sonnen- und Sichtschutz Rechnung trägt. Ein wahres Allround-Talent für solche Situationen ist das passivhausgeeignete Kastensystem »Combo«. Es wird aus dem Dämmstoff EPS gefertigt und ist als Aufsatzkasten für Rollläden und Raff­stores oder als Vorbaukasten für Raffstores in der Dämmebene erhältlich. Jede Einsatzmöglichkeit von Wärmedämm-Verbundsystemen, monolithischen Mauerwerken über Klinkerfassaden bis hin zur Holzständerbauweise sind für den »Combo« denkbar. Darüber hinaus ist der »Combo« mit Außenrevision ab einer Kastengröße von 420 mm passivhaustauglich.

Schallschutz, Wärmedämmung, erhöhte Einbruchhemmung
Die Rollladen-Versionen »Combo AR« (Außenrevision) und »Combo IR« (Innenrevision) eignen sich besonders für Schallschutz, Wärmedämmung und erhöhte Einbruchhemmung. Ausgeschäumte Aluminiumprofile bieten eine höhere Stabilität auch bei anspruchsvollen Baugrößen und sorgen für erweiterte Schall- und Wärmedämmung. Es sind aber auch leichte Kunststoffhohlkammerprofile in verschiedenen Ausführungen für das Aufsatzkastensystem erhältlich.
Da »Combo AR« und »IR« direkt auf das Fenster aufgesetzt werden und die Führungsschienen mittels Klemmschrauben befestigt werden, müssen keine separaten Ein­lauftrichter für den Panzer verwendet werden, was die Montage sehr erleichtert. Auch eine nachträgliche Installation eines Insektenschutz-Rollos in den Kasten kann jederzeit unkompliziert durchgeführt werden. Soll beispielsweise in Büroräumen der Lichteinfall individuell regelbar sein oder soll im Innenraum mit Licht und Schatten gespielt werden, wird man den »Combo« in der Raff­store-Variante (»Combo RS«) bevorzugen. In ihm können Raff­stores mit Flachlamellen oder randgebördelten 60 mm oder 80 mm breite Lamellen installiert werden. Die filigran wirkenden Flachlamellen bieten sich bei niedrigen Bauhöhen und kleinen Kastengrößen an, da sie platzsparend sind und die Pakethöhen gering ausfallen. Die stabilen, gebördelten Lamellen hingegen weisen eine höhere Steifigkeit auf.
Mit dem »Combo RS V« können Raffstores auch bei nachträglicher Dämmung in die Dämmfassade integriert werden. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(mK) beim verwendeten Dämmstoff Neopor besitzt der Vorbaukasten sehr gute Dämmeigenschaften. Die thermische Trennung vom Mauerwerk reduziert effektiv Wärmebrücken.

Angenehmes Innenraumambiente
Für ein angenehmes Innen­raumambiente kann mit einer optional für den Raffstore angebotenen Lichtleittechnik gesorgt werden. Dabei ist das obere Drittel der Lamellen separat geöffnet, während der restliche Raffstore geschlossen bleibt. Die direkte Sonneneinstrahlung wird von den Lamellen dabei an die Zimmerdecke abgelenkt, um Blendung von außen zu verhindern und gleichzeitig für indirekte Beleuchtung zu sorgen. Ebenfalls werden die Raffstores mit einer 38°-Arbeitsstellung angeboten. Beim Herunterfahren des Raffstores wird diese automatisch aktiviert. Hierbei werden sämtliche Lamellen in einem 38°-Öffnungswinkel gewendet. Dieser Winkel bietet einen optimalen Sonnen- und Blendschutz und entspricht den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung.
Energetische Gesichtspunkte kommen bei Rollläden und Raff­stores ebenfalls zum Tragen. Hier können solare Zugewinne zur Temperaturregulierung und zur Einsparung von Energiekosten eine Rolle spielen. Einen wichtigen Aspekt übernimmt dabei die Steuerung.Hochintegrative Verschattungslösungen
Gerade bei hochintegrativen Verschattungslösungen – egal ob Raffstore oder Rollladen – spielen Antrieb und Steuerung eine gewichtige Rolle. Natürlich sind die klassischen Bedienelemente wie Gurt oder Kurbel noch nicht ganz aus dem Alltag wegzudenken, aber die Motorisierungs- und Automatisierungsquote steigt seit Jahren an. Die zunehmende Hausautomation spielt diesem Sachverhalt in die Hände. Moderne Hausautomationssysteme machen für den Anwender einen wesentlichen Zusatznutzen aus. Hier sind die üblichen Zeitschaltuhren bereits längst durch ausgeklügelte Systeme überholt. Bidirektionale io-Technologie macht es möglich, verschiedenen Situationen in einem System zu vereinen. Beispielsweise ist es möglich, über Zeitsteuerungen, Temperatur- und Wettersensoren ein Szenario einzusteuern, das bei sinkenden Raumtemperaturen im Innenraum und Sonnenschein im Außenbereich den Sonnenschutz öffnet, damit die Raumtemperatur wieder bis zu einem gewissen Schwellenwert steigt. Anschließend schließt sich der Sonnenschutz wieder. Dies ist nur eines von vielen möglichen, energieeinsparenden Szenarien, die durch moderne Haustechnik möglich sind. Auch die Vernetzung verschiedener Systeme wie Rauchmelder und Sonnenschutz ist denkbar. Springt der Rauchmelder an, öffnet sich automatisch der Sonnenschutz, damit Flucht­wege frei werden und Rauch abziehen kann.
Eine Fassadendämmung ­reduziert den Energieverbrauch und damit die Energiekosten für Heizung bzw. Klima­anlage. Die Schwachstelle Fenster kann durch Dämmkastensysteme wie den »Combo« von Reflexa minimiert werden. Werden diese Dämmkästen mit modernen Sonnenschutz­systemen kombiniert, wird an der Fassade ein Maximum an Energiekostensenkung erzielt. Eine Abstimmung von Dämmkonzept und Verschattungskonzept ist absolut zu empfehlen.

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