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Elefantenhochzeit in der Zementbranche

Holcim und Lafarge fusionieren zum größten Zementkonzern der Welt_ Der Schweizer Weltmarktführer und die Nummer zwei aus Frankreich vereinen einen Umsatz von 32 Mrd. € und kommen auf einen Gewinn von rund 6,5 Mrd. €.

Lafarge-Präsident Bruno Lafont wird den neuen Zement-Riesen führen,  als Präsident des Verwaltungsrats ist Wolfgang Reitzle vorgesehen, der den Vorstandsvorsitz des Industriegase-Spezialisten Linde abgibt. Bereits seit 2012 ist Reitzle Mitglied des Holcim-Verwaltungsrates.


Das neue Unternehmen mit dem Namen LafargeHolcim werde der »fortschrittlichste Konzern der Baustoffbranche«, so der Wortlaut in der gemeinsamen Mitteilung. Der Hauptsitz des neuen Konzerns soll in der Schweiz sein. Der Konzernsitz von Holcim befindet sich bislang in Rapperswil-Jona im Kanton St. Gallen. Die Verwaltungsräte beider Konzerne haben den Angaben zufolge dem Zusammenschluss einstimmig zugestimmt. Zudem hätten einflussreiche Aktionäre beider Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesichert.


Zunächst muss die Fusion noch von den europäischen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Der Konzern rechnet mit der Auflage, sich von bis zu 15 % seiner bisherigen Aktivitäten trennen zu müssen. Zwei Drittel davon dürften auf Europa entfallen.


Das neu gebildete Unternehmen wird in 90 Ländern rund um die Welt präsent sein. Dabei ergänzen sich die beiden Firmen geografisch gut. Lafarge ist in Afrika und im Nahen Osten stark, Holcim dagegen in Lateinamerika. Schwellenländer sind der Wachstumsmotor der Zementbranche, weil sie angesichts des starken Bevölkerungswachstums viele Wohnhäuser, Straßen und Dämme bauen. Der Vollzug der Fusion ist für das erste Halbjahr 2015 geplant.

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