Im Blickpunkt

Auch mit 60 noch immer unterwegs auf dem »Abenteuerspielplatz für Erwachsene«

Hochwertige Qualität und zeitgemäßes Design , aber vor allem die Leidenschaft für das Thema Innentür zieht sich nunmehr seit exakt 60 Jahren wie ein roter Faden durch die Philosophie des erfolgreichen Unternehmens Grauthoff. Von Anfang an in familiärer Hand, lenken heute die Brüder Wolfgang und Heinz Grauthoff als geschäftsführende Gesell­schafter die Geschicke in zweiter Generation. Als Spezialist für HGM Echtholz-und Lacktüren, Astra Dekortüren sowie licht & harmonie Ganzglastüren und last but not least mit dem High-­End-Segment Bartels entwickelten sich die Ostwestfalen stets mit Begeisterung weiter.

»Wir sind positiv bekloppt«, brachte Wolfgang Grauthoff dieses wohl mitentscheidende Element des Erfolges in seiner überaus stimmungsvollen Begrüßungsrede anlässlich der Geburtstagsparty in Rietberg-Mastholte vor 450 Gästen auf den Punkt.
Handwerkliches Können und jugendliches Engagement waren die Erfolgsgaranten von Anfang an. Und beides hat sich Grauthoff bis heute bewahrt. Mit viel Herzblut, Idealismus, Freude und Fleiß hat sich das Familienunternehmen – 1956 von Heinrich Grauthoff in einer alten Wehrmachtsbaracke gegründet – bis heute zu einem der größten deutschen Türenwerke entwickelt.
»Wir werden 60 und feiern zuhause«, so lautete das Motto zum 60. Geburtstag. Gemeinsam mit seinen Partnern, Kunden, Lieferanten und den 720 »Familienmitgliedern« will Grauthoff auch die kommenden Jahrzehnte meistern. Einfach nur »Danke sagen« und in lockerer Atmosphäre eine richtig gute Party feiern, jenseits von Kleiderordnung und Festreden, das wollten Heinz und Wolfgang Grauthoff Mitte Mai anlässlich des Firmengeburtstages. Auf die Beine gestellt hatte das Grauthoff-Team ein Fest, das seinesgleichen sucht. Für die Stimmung sorgte eine der angesagtesten Partybands Deutschlands, und als Top-Überraschungs-Show-Act hatte man die Weather Girls aus den USA nach Ostwestfalen geholt. Die beiden stattlichen Damen mit ihren unvergleichlichen Stimmen brachten mit ihrer Interpretation der Grauthoff-Hymne »We are family« das Zelt zum Kochen.Bevor allerdings das Firmengelände in Mastholte zur Partyzone wurde, hatten die Gäste die Gelegenheit zur ausgiebigen Besichtigung des neuen Zargenwerkes, das im vergangenen August in Betrieb genommen wurde. Dort setzt Grauthoff das Thema »Industrie 4.0« in aller Konsequenz um. Außerdem stand der Besuch der in dieser Art wohl einzigartigen Bartels-Türenausstellung auf dem Programm. Mit handverlesenen Kooperationspartnern – unter ihnen Bulthaup Küchen, Vitra, Gira, exklusive Leuchten- und Möbelhersteller – hat Grauthoff hier im November vergangenen Jahres ein High-End-Wohnambiente geschaffen, das »Lust auf mehr« macht – mit den Bartels-Türen als Hauptdarstellerinnen. Sein Unternehmen, so Wolfgang Grauthoff beim Rundgang, sei heute im Prinzip so aufgestellt wie der Volkswagen-Konzern, allerdings ohne die aktuellen Probleme der Wolfsburger_ Mit ASTRA, das dem VW entspreche, HGM als Audi, licht&harmonie als Porsche sowie Bartels, dem »Bentley der Türenbranche«.»Uns ist es hier gelungen, edelste Produkte und Gewerke zusammenzubringen. Das ist wie ein Orchester, das erst durch den gemeinsamen Klang der vielen Instrumente zur Wirkung kommt«, freut sich Wolfgang Grauthoff über diese gelungene Inszenierung im Zusammenspiel hochwertigster Materialien – und die begeistert auch die kaufkräftige Kundschaft, die aus ganz Deutschland anreist.
Auch wenn das Familienunternehmen in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten viele turbulente Jahre – auch im negativen Sinne – erlebt habe, gehe es derzeit steil bergauf. »Im 60. Jahr unseres Bestehens verzeichnen wir mit 115 Mio. € den höchsten Umsatz in unserer Unternehmensgeschichte«, so Wolfgang Grauthoff. »Mit unseren aktuell fünf Marken in der Türengruppe werden wir weiter wachsen und ›der‹ Fachhandelslieferant für den Holzhandel und das Handwerk sein«, ist sich Wolfgang Grauthoff sicher. Zukunft brauche Herkunft. »Wir kommen aus dem Handwerk und denken für das Handwerk!«»Typisch« für das Unternehmen seien dabei die Eigenschaften »Lust und Leidenschaft«, mit denen alle »Stammspieler« dabei auf dem »Abenteuerspielplatz für Erwachsene« agierten. Unverzichtbar sei dabei die Wertschätzung und der Respekt, den man sich bei seiner täglichen Arbeit entgegenbringe. Dies komme auch im Slogan »We are familiy« zum Ausdruck. Achtsamkeit im Umgang mit Mensch und Natur sei die Prämisse allen Handels, Unternehmenskultur als Alleinstellungsmerkmal...
Was macht das Besondere eines familiengeführten Unternehmens aus – im aktuellen Wettbewerbsumfeld? Wolfgang Grauthoff_ »Wir denken als Familienunternehmen wie der Handel und das Handwerk nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Wir sind verbindlich, vertrauensvoll und berechenbar.«
Auf der Agenda für die kommenden Jahre stehen weitere erhebliche Investitionen in die digitale Fertigung, Stichwort »Industrie 4.0«. Darüber hinaus werden die Spezialisten in der Gruppe weiter ausgebaut sowie auch der digitale Vertrieb. »Grauthoff wird als ›die‹ Marke für Handel und Handwerk noch weiter an Bedeutung gewinnen.
Etwas zurückhaltend zeigte sich der Firmen-Chef (noch) beim neuen Geschäftsfeld Aluzargen. Hierzu möchte Wolfgang Grauthoff erst zu gegebener Zeit etwas sagen. »Wir haben hier bereits über 2 Mio. € investiert, aber noch keinen Euro Umsatz gemacht. Aber verlassen Sie sich drauf_ Es bleibt spannend...«

Gerd Rottstegge

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