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April 2014

Innovationen und
individuelle Lösungen


Die Baugenehmigungen im Wohnungsneubau stiegen im vergangenen Jahr nach aktuell vorliegenden Zahlen gegenüber 2012 um 11,5 % – das entspricht etwa 24 332 Wohneinheiten. Insgesamt wurden 2013 etwa 235 000 Neubauwohnungen genehmigt.
Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz von etwa 220 Mrd. €; das entspräche einer Steigerung um 2,8 %. Trotz der derzeitigen Dynamik im Wohnungsneubau besteht allerdings auch weiterhin ein Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen. Die betrifft in erster Linie die Ballungsgebiete, allen voran München. Bereits während der letzten Legislaturperiode, so monieren die Bauverbände, seien mehr als 300000 Wohnungen zu wenig gebaut worden. Offenbar ist der Politik diese Situation sehr wohl bekannt, dennoch bleiben die entsprechenden Maßnahmen zu deren Behebung aus. Eine immer wieder in die Diskussion gebrachte Lösung wäre die Erhöhung der AfA von 2 % auf 4 % bzw. die Einführung einer degressiven AfA. Stattdessen habe sich die Große Koalition auf eine Mietpreisbremse verständigt, die – so befürchten die Verbände – die notwendigen Investitionen eher verhindern wird.
Vom boomenden Wohnungsbau profitiert auch der Fensterabsatz. In diesem Jahr rechnet man mit einem Plus von 4,7 %, so die jüngste Studie der vier führenden Branchenverbände. Im Laufe dieses Jahres könnten demnach rund 13,9 Millionen Fenstereinheiten verkauft werden. Unterstützt wird diese Entwicklung unter anderem durch den milden Winter und die für die Baukonjunktur guten Wetterbedingungen im Frühjahr 2014. Das vergangene Jahr konnte – nach einem lang anhaltenden Winter – offiziellen Angaben zufolge mit einem Plus von rund 1,8 % doch besser als erwartet abgeschlossen werden_ insgesamt fanden rund 13,2 Millionen Fenster ihre Käufer. Darüber hinaus verblieb ein erheblicher Überhang für das Jahr 2014.
Für 2014 rechnet die Branche in den vier Segmenten Neubau, Renovierung, Wohnbau und Nichtwohnbau mit deutlichen Zuwächsen. Vor allem die Bereiche Renovierung und Nichtwohnbau verabschieden sich endlich von der bisher eher verhaltenen Entwicklung und werden deutliche Zuwächse verzeichnen. In diesem Kontext stößt die Verabschiedung der jüngsten EnEV-Novelle auf große Zustimmung. Denn diese Regelungen stellen die Weichen für die Zukunft und sorgen in vielen Bereichen für Planungssicherheit. Dennoch bedarf es weiterer Impulse, um Haus- und Wohnungseigentümer für eine energetische Modernisierung ihrer eigenen vier Wände verstärkt zu interessieren und zu mobilisieren. Innovative Produkte sowie individuelle Lösungen sind gerade bei Fenstern und Außentüren in großer Vielfalt gegeben und stehen für die Umsetzung verschiedenster Projekte zur Verfügung. Die weiter steigenden Energiepreise und das nach wie vor niedrige Zinsniveau müssten daher Bauherren und Modernisierer noch stärker als bisher dazu bringen, ihre Eigenheime mit modernsten Materialien und zeitgemäßer Technik nachhaltig aufzuwerten.
Festzuhalten ist_ Die Unsicherheiten bei den konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich weiter verringert und alle Forschungsinstitute gehen für 2014 von einer steigenden Wachstumsdynamik der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus. Diesen Aufwind wird auch die Glas-, Fenster- und Türenbranche nutzen.
Wie hoch das Interesse der Fenster- und Türenbranche an innovativen Produkten ist, bewies erneut eindrucksvoll die Fachmesse fensterbau/frontale in Nürnberg, die Ende März mit einem Rekordergebnis ihre Pforten schloss. Über 108 000 Fachbesucher fanden während der vier Messetage den Weg in die Frankenmetropole. Insgesamt 1 320 Aussteller aus 39 Ländern präsentierten aktuelles Know-how und jede Menge Innovationen. Auch wir waren vor Ort. Lesen Sie unseren umfangreichen Messe-Rückblick in unserem Top-Thema »Das Fenster_ Aufbau & Verarbeitung« sowie unter der Rubrik »Türen«.

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Gerd Rottstegge

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