Innenausbau

Umsatzplus von 2,3 Prozent erwartet

Mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 2,3 % zog der Vorsitzende des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Jürgen G. Hilger, eine positive Bilanz für das ablaufende Baujahr 2012.

Anlässlich der Pressekonferenz zur Messe »Farbe – Ausbau & Fassade« betonte Hilger, dass die Betriebe des Bau- und Ausbaugewerbes, die vielfach ihren Tätigkeitsschwerpunkt im Wohnungsneu und -umbau haben, auch für das kommende Jahr durchweg optimistisch gestimmt sind.
Die 7000 Unternehmen dieser Branche erzielen derzeit mit ihren 52000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von ca. 9 Mrd. €. Die Zahl der Nachwuchskräfte ist mit 2 000 Auszubildenden sogar leicht gestiegen. Die Branche leistet hiermit einen wesentlichen Beitrag zur Qualitäts- und Zukunftssicherung des Handwerks.

Integriertes System


Die Eurokrise trägt nach wie vor mit dazu bei, dass Investitionen in heimische Immobilien, auch aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, attraktiv erscheinen. Hiervon profitiert die Branche. Bei Neubau und insbesondere in der Renovierung ist der Stuckateur beim Thema energetisch optimiertes Bauen oder Sanieren besonders gefragt. Dies ist daher zu Recht ein zentrales Thema der Messe »Farbe – Ausbau & Fassade«. Neben den bekannten Wärmedämm-Verbundsystemen bietet der Stuckateur zukünftig intelligente Systeme mit integrierter Photovoltaik an. Neben der Wärmedämmung liefert die so bekleidete Wandfläche auch »saubere Energie« und dies in einem ansprechenden Design. Luftkollektoren zum Lüften und zeitgleichen Dämmen stellen eine weitere Innovation dar, die verdeutlicht, dass die Branche technologisch auf der Höhe der Zeit ist.
Unzufrieden äußerte sich Hilger darüber, dass die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung nach wie vor im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat in der Warteschleife hängt. »Wer die Energiewende in Deutschland will, muss steuerliche Anreize setzen, denn allein im Gebäudebestand sind 60 % der Fassaden in Deutschland noch nicht gedämmt. Die Stuckateure stehen bereit, die Energiewende mit zu bauen«, so Hilger.

 

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