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Umsatz auf Vorjahrsniveau

„Unseren Zementabsatz haben wir nur in Russland und den USA gesteigert, in allen anderen Ländern ging er zurück. Trotzdem blieb der Dyckerhoff Konzernumsatz mit 1,6 Mrd. € stabil“ – so Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Dyckerhoff AG, auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden.

Wie Bauer weiter ausführte, standen die Märkte in Deutschland, Luxemburg und in den Niederlanden unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Eine Entwicklung, die seiner Ansicht nach sogar noch weiter zunehmen wird. „Zurückgehende Zementverbräuche und zunehmender Wettbewerb führen dazu, dass wir mit Kosteneinsparungen auf den Margendruck reagieren müssen“ - so der Vorstandsvorsitzende vor der Presse. Positiv entwickelten sich die Märkte in Russland mit Absatzsteigerungen von 15 % sowie in den USA, wo der Absatz um 10 % gesteigert werden konnte. Die Absatzsteigerungen in diesen beiden Märkten konnten die Rückgänge in anderen Regionen in West- und Osteuropa jedoch nicht ausgleichen. Der Zementabsatz im Dyckerhoff Konzern verminderte sich daher um 2,5 % auf 15,5 Mio. t, der Transportbetonabsatz ging um 7,6 % auf 7,3 Mio. m3 zurück. Der Konzernumsatz betrug 1,6 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern betrug 69 Mio. €, nach Steuern hat Dyckerhoff 35 Mio. € erwirtschaftet. Nach wie vor solide präsentiert sich auch die Bilanzstruktur des Konzerns_ Das Gearing, also das Verhältnis der Nettoverschuldung zum bilanziellen Eigenkapital, konnte erneut gesenkt werden und beträgt aktuell 13,2 % gegenüber 15,5 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt 51 %, mehr als 70 % des Anlagevermögens ist durch Eigenkapital gedeckt.

Rückgang des Zementverbrauchs in Deutschland


In Deutschland ging der Zementverbrauch 2012 um 5 % auf insgesamt 26,6 Mio. t zurück. Der Dyckerhoff-Absatz von Zement lag mit 5,0 Mio. t um 8 % unter dem Vorjahreswert, allerdings bei um 1,6 % höheren Durchschnittserlösen. Auch der Transportbetonabsatz von Dyckerhoff in Deutschland lag mit 4,0 Mio. m3 um 1,4 % unter dem Vorjahr. Die Transportbetonpreise gaben um knapp 1 % nach. Der Umsatz in Deutschland verminderte sich um 33 Mio. € auf 604 Mio. EUR.

2012 investierte das Unternehmen in Deutschland rund 35 Mio. €. Der überwiegende Teil davon betraf den Bau eines Zementterminals sowie Maßnahmen zur Erhöhung des Einsatzes von Sekundärbrennstoffen in den deutschen Zementwerken, also von Brennstoffen, die fossile Energieträger wie Erdöl und Gas ersetzen. Dazu kamen zusätzliche Mobilanlagen für Transportbeton sowie Grundstücke. Die Investitionsausgaben für den Ersatz und die Modernisierung der Zement- und Betonwerke beliefen sich auf 13 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Dyckerhoff eine insgesamt eher verhaltene Entwicklung mit einem Konzernumsatz auf dem Niveau des Jahres 2012. „In Russland müssen wir unsere Chancen nutzen und unsere Marktposition ausbauen. In den anderen Ländern gilt es, die Marktanteile zu halten“ - so Wolfgang Bauer bei seiner Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung. Mit Blick auf die steigenden Preise bei den Primärbrennstoffen und der angesichts der aktuellen Diskussionen um die EEG-Umlage unsicheren Entwicklung bei dem Strompreisen soll in allen deutschen und ausländischen Zementwerken der Einsatz von Sekundärbrennstoffen noch weiter verbessert werden, um den steigenden Energiekosten Paroli zu bieten. Strom, so Wolfgang Bauer, ist mittlerweile der größte einzelne Kostenblock bei der Zementherstellung. Eine weitere Explosion der Stromkosten, beispielsweise durch die EEG-Umlage, würde der Wettbewerbsfähigkeit schaden. Gleiches wie für die Energiekosten gelte für die Reparatur und Instandhaltungskosten. „Kostendisziplin ist unverzichtbar, nicht nur in den Zementwerken, sondern natürlich auch in den Betongesellschaften und in der Hauptverwaltung“ - so der Vorstandsvorsitzende.

 

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