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Rollläden und Raffstores_ Vielfältige Begleiter für Sonnen- und Schattenstunden

Bei jedem Gebäudeneubau oder bei jeder Fassadensanierung kommen Planer und Bauherren unweigerlich einmal zu der Frage, welches Sonnenschutzsystem genutzt werden soll. In Abhängigkeit vom Bauvorhaben und den Wünschen des Bauherren müssen hier grundlegende Entscheidungen getroffen werden.

Sollen eher die stabilen Rollläden verbaut werden oder komplexe Raffstoresysteme? Soll das Sonnenschutzsystem in die Fassade integriert werden oder sich als Gestaltungselement von der Fassade abheben? Wie verhalten sich die Sonnenschutzsysteme vom energetischen Gesichtspunkt aus? Können Sonnenschutzsysteme kombiniert werden? All diese Fragen und sicher noch einige mehr beschäftigen Bauherren, Planer und nicht zuletzt die Fachbetriebe der jeweiligen Gewerke.

Vollintegrative Sonnenschutzsysteme
Der Trend geht immer weiter in Richtung vollintegrative Sonnenschutzsysteme mit Anbindungen an Hausautomationen, um Komfort und Sicherheit zu steigern und gleichzeitig Energieeinspareffekte auszunutzen. Auch hier sind modernen Sonnenschutzsystemen kaum Grenzen gesetzt. Die bewährten Vorbaurollläden, wie sie bei Reflexa als »Creato«, »Conturo«, »Compacto« und »Cantero« erhältlich sind, bieten durch ihre unterschiedlichen Kastenformen eine immense gestalterische Vielfalt an der Fassade.
Besondere Akzente setzt dabei der »Creato« mit seiner halbrunden Kastenform. Für Freunde der geradlinigen Gestaltung sind der »Conturo« mit halb abgeschrägtem Kasten oder der neue »Cantero« mit 90° abgewinkeltem, sichtbarem Rollladenkasten die optimale Wahl. Soll hingegen der Rollladenkasten zum Teil überputzt werden, wird die Wahl auf den »Compacto« fallen. Dabei überzeugen die Vorbaurollläden von Reflexa nicht nur durch die vielseitigen Form- und Farbgebungsmöglichkeiten. Auch in Sachen Kälte- und Hitzeschutz gehen die Vorbauelemente mit gutem Beispiel voran. Das zusätzliche System »RD2« aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum für Rollläden aus stranggepresstem Aluminium sorgt für eine bessere thermische Eigenschaften und Dämmwerte des Vorbauelementes zum Fenster oder zur Fassade.»Concepto XT« und »Combo«
Einen Schritt weiter bei den Dämmwerten gehen das bewährte Aufsatzelement »Concepto XT« und das neue Aufsatzkastensystem »Combo«. Beide Systeme werden bei Sanierung oder Neubau auf das Fenster aufgesetzt. Ein Unterschied liegt in der Beschaffenheit des Rollladenkastens. Während der »Concepto XT« einen Kunststoffkasten besitzt, besteht der »Combo« aus expandiertem Hartschaum, der jeder Mauerwerkstärke angepasst werden kann.
Dies macht den »Combo« zu einem wahren Allrounder auf dem Fenster. Jede Einsatzmöglichkeit von Wärmedämm-Verbundsystemen, monolithische Mauerwerke über Klinkerfassaden bis hin zur Holzständerbauweise sind für den »Combo« denkbar. Darüber hinaus ist der »Combo« mit Außenrevision ab einer Kastengröße von 420 mm passivhaustauglich. Ein weiteres Plus des »Combo« ist die Möglichkeit, in ihm auch Raff­storesysteme zu verbauen.
In Sachen Sicherheit sind an Fenstern oder Türen Rollläden durch ihren hohen Einbruchschutz gefragt. Ob Vorbaurollläden, die eine bestehende Fassade aufgebracht werden, oder Aufsatzkastensysteme, die bei Neubau oder Sanierung direkt auf ein zu montierendes Fenster aufgesetzt werden – eines haben sie alle gemein_ Der in ihnen verbaute Rollladenpanzer kann ein Bollwerk gegen äußere Einflüsse sein. Sowohl leichte, kostengünstige Kunststoffpanzer als auch hochstabile Aluminiumpanzer bieten mittlerweile eine hohe Einbruchhemmung. Eine integrierte, starre Anbindung des Panzers an der Rollladenwelle bei motorisierten Rollläden bietet zusätzlichen Schutz.Raffstores bieten ganz
andere Möglichkeiten
Im Gegensatz zu Rollläden bieten Raffstores als Verschattung an Fenstern und Fassaden ganz andere Möglichkeiten. Raffstoresysteme finden überall dort ihren Einsatz, wo im Innenraum eine flexible Tageslichtregulierung gefragt ist. Eines haben sie dennoch mit den Rollläden gemein. Raffstores können ebenfalls auf die Fassade gesetzt werden oder mit dem Aufsatzkastensystem »Combo« in die Fassade integriert werden. Raffstoresysteme stehen bei Gestaltungsformen und Farbgebungsmöglichkeiten den Rollläden in nichts nach. Auch hier sind als Blenden, die den Raffstorebehang im eingefahrenen Zustand verbergen, runde und eckige Varianten umsetzbar. Eine ähnliche Vielfalt gibt es bei den einsetzbaren Lamellentypen. Die Palette reicht von filigranen Flachlamellen über stabile, gebördelte Lamellen bis hin zu raumabdunkelnden Lamellentypen. Die Wahl der Lamelle hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten des Bauvorhabens ab. Flachlamellen mit einer Breite von 50 oder 80 mm werden vorwiegend in bodennahen Einbausituationen verwendet. In exponierteren Lagen werden häufig die 60 mm oder 80 mm breiten, gebördelten Lamellen eingesetzt, da hier höhere Windbelastungskräfte auftreten. Die abdunkelnden Lamellentypen wie die »Z-Lamelle« oder die »S-Lamelle« von Reflexa kommen eher dort zum Einsatz, wo eine Abdunkelung des Innenraumes (etwa bei Nutzung eines Beamers oder in Schlafräumen) notwendig ist.
Energetische Gesichtspunkte
Energetische Gesichtspunkte kommen bei Raffstores ebenfalls zum Tragen. Hier können solare Zugewinne zur Temperaturregulierung und zur Einsparung von Energiekosten eine Rolle spielen. Einen wichtigen Aspekt übernimmt dabei die Steuerung der Raffstore-Anlagen. Gerade bei hochintegrativen Verschattungslösungen – egal ob Raffstore oder Rollladen – spielen Antrieb und Steuerung eine gewichtige Rolle. Natürlich sind die klassischen Bedienelemente wie Gurt oder Kurbel noch nicht ganz aus dem Alltag wegzudenken, aber die Motorisierungs- und Automatisierungsquote steigt seit Jahren an. Die zunehmende Hausautomation spielt diesem Sachverhalt in die Hände. Moderne Hausautomationssysteme machen für den Anwender einen wesentlichen Zusatznutzen aus. Hier sind die üblichen Zeitschaltuhren bereits längst durch ausgeklügelte Systeme überholt. Bidirektionale io-Technologie macht es möglich, verschiedenen Situationen in einem System zu vereinen. Beispielsweise ist es möglich, über Zeitsteuerungen und Temperatur- und Wettersensoren ein Szenario ­einzusteuern, das bei sinkenden Raumtemperaturen im Innenraum und Sonnenschein im Außenbereich den Sonnenschutz öffnet, damit die Raumtemperatur wieder bis zu einem gewissen Schwellenwert steigt. Anschließend schließt sich der Sonnenschutz wieder. Dies ist nur eines von vielen möglichen, energieeinsparenden Szenarien, die durch moderne Haustechnik möglich sind. Auch die Vernetzung verschiedener Systeme wie Rauchmelder und Sonnenschutz ist denkbar. Springt der Rauchmelder an, öffnet sich automatisch der Sonnenschutz, damit Fluchtwege frei werden und Rauch abziehen kann. Nicht zuletzt können über moderne io-Technologie die verschiedenen Sonnenschutzanlagen und andere Haustechnik auch bequem per Smartphone oder Tablet-PC gesteuert werden. Die Kombination aus Sonnenschutz und moderner Steuerungstechnik bietet jedem Planer und Bauherren die Möglichkeit, auf die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher einzugehen. Eines ist jedoch sicher_ Es gibt nicht die eine Lösung für alle Ansprüche, aber für jeden Anspruch die passende Lösung. Eine Beratung durch einen Fachbetrieb ist für den Verbraucher unerlässlich, damit er jahrelang Freude an den verbauten Sonnenschutzsystemen hat.

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