Außenanlagen

Pflastersteinbelag in Bad Schandau hochwassersicher verlegt

Kaum ein Ort in Sachsen ist so häufig vom Hochwasser betroffen wie Bad Schandau_ Seit dem Jahrtausendhoch­wasser im Sommer 2002 trat die Elbe, die mitten durch den Ort fließt, in den Folgejahren drei weitere Male über die Ufer. Im Jahr 2013 erreichte sie dabei fast noch einmal den Höchststand und verursachte erhebliche Schäden. Unter anderem war auch der Marktplatz betroffen. Die Sanierung des Pflastersteinbelags erfolgte mit »PCI Pavifix CEM«, denn es galt, durch eine absolut sichere Verlegung und Verfugung den Marktplatz künftig vor Hochwasserschäden zu bewahren.

Einen Ort wie Bad Schandau im engen Tal der Elbe zu schützen, ist nahezu unmöglich. Aber aus dem Hochwasser von 2002 hatten die Stadt und ihre Bürger gelernt, und mit jedem Hochwasser sind seither die Schäden etwas geringer ausgefallen. Teure Technik wird beispielsweise nicht mehr im Keller oder Erdgeschoss installiert, und für Renovierungen verwenden die Bad Schandauer besser geeignete Baumaterialien.
Dieser Aspekt spielte auch bei der Sanierung des stark beschädigten Markplatzes nach dem Elbehochwasser im Juni 2013 eine wesentliche Rolle. Für die Planung und Durchführung musste zudem die Umgestaltung des Platzes berücksichtigt werden. Im Zuge der Sanierung sollten eine Busschleife und für die Begrünung des Platzes etliche Pflanzkübel aus Granit integriert werden. Die von der Stadt Bad Schandau beauftragte­ Montag Straßen- und Tiefbau GmbH  setzte aus langjähriger Erfahrung auf die Zusammenarbeit mit der PCI Augsburg GmbH und speziell bei diesem Projekt auf die hochwertigen Produkte, schreibt PCI in einer Mitteilung. Vor Ort stand PCI-Fachberater Steffen Schütze dem Verarbeiter Stephan Montag beratend sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung zur Seite.

Hohe Belastbarkeit durch gebundene BauweiseDie Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz wurden in gebundener Bauweise erstellt. Die Verlegung erfolgte demnach auf einer festen Tragschicht aus wasserdurchlässigem Drainmörtel. Vorteil der gebundenen Bauweise ist die höhere Belastbarkeit. Wo starke Kräfte auf den Belag einwirken, z. B. im Kreisverkehr oder in Busspuren, ist diese Bauweise notwendig. Hier stößt die ungebundene Bauweise an ihre Grenzen. Zusätzlich trotzt die gebundene Konstruktion den Wetter­eskapaden der Klimaveränderungen, starkem Platzregen genauso wie dem Elbewasser in Bad Schandau. Herkömmliche Sandfugen halten solchen Belastungen nicht stand, ermöglichen ein Auswaschen der Fugen und schlimmstenfalls ein Unterspülen des gesamten Pflasterbelages. Gebundene Fugenfüllungen zeichnen sich durch die enge Bindung von Fugenmörtel und Pflaster aus. Das dauerhaft gleichmäßige Fugenprofil sorgt für enorme Wider­standsfähigkeit gegenüber hoher Verkehrsbelastung, starken Regenfällen oder Reinigungsarbeiten durch Hochdruckreiniger. Auch die Lärmbelästigung ist durch den Fugenabschluss auf Pflasterebene geringer als bei einem ungebunden verlegten Pflaster. Typische Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten wie das Entfernen von Moos- und Wildkräuterbewuchs sind genauso unnötig wie das erneute Einfegen des Quarzsandes nach einem Platzregen. Nicht zuletzt profitieren auch die Bürger, die – wie in Bad Schandau – den Marktplatz nutzen_ Die Pflastersteine mit gebundenen Fugenfüllungen sind besser und angenehmer begehbar.
Die Verlegung der Pflastersteine erfolgte in Verbindung mit »PCI Repahaft«: Um einen optimalen Haftverbund zu erzielen, wurde die Unterseite der Granitsteine vor dem Verlegen in die wasserfeste und frostbeständige Mörtel-Haftbrücke getaucht.Zum Verfugen verwendete das Team um Stephan Montag den speziell für hohe Belastungen entwickelten, nicht drainfähigen Zement-Pflasterfugenmörtel »PCI Pavifix CEM«. Im Schlämmverfahren wurde der fließfähige Fugenmörtel auf die vorgenässte Pflasterfläche aufgebracht, mit einem harten Gummischieber verteilt und in die Fugen eingebracht. Vorteilhaft sind laut PCI die leichte Verarbeitung und das schnelle Arbeiten gerade auf großen Flächen. Zudem lässt sich dieser Fugenmörtel leicht reinigen – mit Hilfe eines Schwammbrettes oder einfach durch horizontales Abspritzen mit einer Flachstrahldüse.

Das Restmaterial lässt sich im Fächerstrahl optimal entfernen und das Verwässern des ohnehin kompakten Fugenmaterials wird vermieden. Für Stephan Montag hat sich diese Kombination als sichere Vorgehensweise erwiesen_ »Der Fugenmörtel lässt sich sehr effektiv verarbeiten, härtet rissefrei und ohne Ausbrüche aus. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung vertrauen wir auf die Produktqualität der PCI. Der Fugenmörtel ›PCI Pavifix CEM‹ hält, was er verspricht. Er ist hoch verschleißfest und dauerhaft widerstandsfähig.« Für das Verfugen der Pflanzkübel kam »PCI Pavifix CEM ROC« als standfester Fugenmörtel zum Einsatz. Für die dauer­elastische Verfugung der Dehn- und Bewegungsfugen wurde »PCI Elritan 140« zusammen mit der Haftgrundierung »PCI Elastoprimer 110« für die Fugenflanken verwendet.Eingespielte Teamarbeit schon seit 1999
Seit 1999 arbeitet die Montag Straßen- und Tiefbau GmbH mit den Produkten der PCI. Für Geschäftsführer Stephan Montag zählen dabei nach eigenen Angaben neben der zuverlässigen Produktqualität das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis, die kurzen Lieferzeiten und die hohen Umweltstandards. »Wichtig ist mir nicht zuletzt auch ›Made in Germany‹ bei der Wahl der Verarbeitungsprodukte«, berichtet Montag, »und besonders schätze ich die Vorort-Beratung durch PCI-Fachberater Steffen Schütze.« Im Team haben sie bereits mehrere Straßenbau-Projekte professionell realisiert, unter anderem den Busbahnhof in Pirna, den Marktplatz sowie einige Straßen in Neustadt (Sachsen). Termingerecht und zur vollsten Zufriedenheit der Stadt Bad Schandau wurden die ­Pflasterarbeiten auf der Ostseite des Marktplatzes inklusive der Busspur bis Ende 2015 fertiggestellt. Die Arbeiten auf der Westseite wurden im Frühjahr 2016 fortgeführt. Bad Schandau ist dann um einen attraktiven Platz für Bürger und Touristen reicher – und ­gewappnet für die Elbefluten.

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