Fassade

Neuer Dachverband nimmt Arbeit auf

Mit einer Pressekonferenz hat sich auf der BAU der neu gegründete »Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle« (BuVEG - Die Gebäudehülle) präsentiert. Wichtige Unternehmen und Verbände der gesamten Gebäudehülle haben sich zusammengeschlossen, um die Interessen der verschiedenen Gewerke rund um die Gebäudehülle mit einer gemeinsamen Stimme zu vertreten.

Von Jan RiekenDie Gebäudehülle hat enorme Potenziale für die Stadtkultur, für gute Wohn- und Arbeitsräume sowie für einen sparsamen Umgang mit Energie. Der neue Dachverband ist für die Politik, Medien und NGOs der Ansprechpartner zum Thema Gebäudehülle. Er vertritt die Interessen der gesamten Branche. Aufgabe des Verbandes ist es zudem – auch mit Studien – neue und innovative Ideen zu entwickeln, wie Wohn-, Arbeits- und Lebensräume in Deutschland gestaltet werden können.
Michael Wörtler, Vorstandsvorsitzender »BuVEG - Die Gebäudehülle« und Vorstandsvorsitzender Saint Gobain Isover G+H AG_
»Der BuVEG ist die Stimme für die Hülle als Ganze. Eine solche Stimme für die Gebäudehülle hat zu lange gefehlt. Auch deshalb hat die Hülle heute weder in der politischen noch in der gesellschaftlichen Debatte die Bedeutung, die ihr eigentlich zusteht. Wir sind angetreten, das zu ändern.« Mitglieder sind BASF, FMI Fachverband Mineralwolleindustrie, Saint Gobain Isover, Industrieverband Hartschaum (IVH), IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum, Knauf Insulation, Deutsche Rockwool, Schüco, Sto, URSA und Velux Deutschland. Mit weiteren Unternehmen und Verbänden ist der neue Dachverband im Gespräch.

Forderung: »Energieministerium« und finanzielle Sanierungs-Anreize


Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer »BuVEG-Die Gebäudehülle«: »Wir verstehen die Hülle als Gesamtsystem und können so viel besser auf übergeordnete Fragen antworten und zu übergeordneten Problemen die passenden Lösungen finden. Wir wollen den Blick darauf lenken, wie man im Rahmen der Energiewende mit der Gebäudehülle Energie einsparen und dabei die persönliche Lebenswelt und Umwelt positiv gestalten kann. Das könnte auch der Energiewende zu größerer Akzeptanz verhelfen.«Um die Energiewende als Generationenprojekt zu schaffen, hat der Verband eine Reihe politischer Forderungen aufgestellt, allen voran die nach einem Energieministerium_ Heute seien die Kompetenzen für effiziente Energienutzung und nachhaltige Energieversorgung auf mindestens sieben Ministerien und die Länder verteilt, was wichtige Entscheidungen verzögere oder verhindere. Eine Bündelung von Kompetenzen in einem einzigen Ministerium würde die Energiewende voranbringen, auch weil sie politische Verantwortung klarer definiert. Weitere BuVEG-Forderung: Die Sanierungsquote steigern. »Das größte Einspar-Potenzial im Gebäudebereich liegt in der Sanierung von bestehenden Gebäuden. Hier lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand viel Energie einsparen und damit der Ausstoß von Treibhausgasen vermindern«, sagt Geschäftsführer Hinrichs und fordert, die Sanierungsquote von derzeit nur 1 % pro auf mindestens 2 % pro Jahr zu steigern und Steuer-Anreize zu schaffen.

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