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Nachverdichtung: Dachkonstruktion mit Aufsparrendämmung

Mit einem jährlichen Zuzug von rund 10 000 Menschen muss sich Leipzig etwas einfallen lassen, um genug Wohnraum zu schaffen. Das städtebauliche Konzept setzt auf Nachverdichtung und die Schließung von Baulücken. Damit auch das Dachgeschoss als vollwertige Wohnfläche genutzt werden kann, kam bei einem Projekt im Stadtteil Reudnitz die Aufsparrendämmplatte »Ursa ASP 32 Plus« aus Mineralwolle zum Einsatz.

Die Dämmplatte reduziert laut Hersteller nicht nur die Wärmeverluste deutlich, sondern zeichnet sich zugleich durch einen ausgezeichneten Schallschutz aus – ein Aspekt, der insbesondere im innerstädtischen Bereich eine wichtige Rolle spielt.
Im Leipziger Stadtteil Reudnitz werden einzelne Baulücken derzeit geschlossen. So auch in der Charlottenstraße, wo jetzt im Rahmen einer Lückenbebauung ein sechsgeschossiges Wohngebäude mit fünf großzügigen Etagenwohnungen entstanden ist. Der moderne Neubau integriert sich mit einer dezenten Fassadengestaltung und einer geschickten Aufteilung der Fensterflächen in das Straßenbild sowie den Bestand.
Das sechsgeschossige Gebäude bietet fünf Wohneinheiten, die über unterschiedliche Grundrisse und Größen von 126 bis 147 m2 verfügen. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Pkw-Stellplätze, Abstellräume sowie ein Fahrradraum inklusive Ladestationen für Elektro-Zweiräder, darüber liegend Wohnungen mit großen verglasten Flächen und Blick in den begrünten Innenhof.Wohnfläche unter dem Dach
Im vierten Ober- und im Dachgeschoss befinden sich zwei Maisonette-Wohnungen mit 128 bzw. 135 m2 Wohnfläche. Sie verfügen über bodentiefe Fenster mit feststehenden Unterlichtern, zwei Badezimmer, einen großzügigen Wohn-, Koch- und Essbereich mit Wintergartenverglasung im Dachgeschoss. Eine offene Treppe verbindet Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad im anderen Geschoss. Das Gebäude wird zur Südseite mit einem Satteldach abgeschlossen, in dessen Schräge zwölf und 16 m2 große Dachterrassen integriert wurden.

Aufbau der Dachkonstruktion
Die Holzsparren des Schrägdachs sind im Wohnbereich sichtbar. Dazwischen wurde eine Verkleidung mit Gipsplatten eingesetzt. Auf den Sparren liegt eine Holzschalung aus OSB-Platten. Der weitere Aufbau erfolgt als Aufsparrendämmung im System, das die wesentlichen Anforderungen an Wärme-, Schall-, Brand- und Feuchteschutz bedient.
Zunächst wurde auf die Holzschalung die diffusionsfähige Dampfbremse »Ursa Seco SD 2« aufgebracht und mithilfe der »Ursa Seco«-Klebemittel luftdicht verarbeitet. Insbesondere bei den Anschlüssen erleichterte eine gute Detailplanung die sichere Ausführung. Die darauf verlegten Ursa-Aufsparrendämmplatten »ASP 32 Plus« wurden mit den Systemschrauben »ASP Fix« durch die Konterlatten mit einem Querschnitt von 60 mal 40 mm statisch befestigt. Darauf folgten die Tondachziegel auf Traglattung.
Weitere Systemkomponenten sind die »Ursa Seco Nageldichtbänder NDB« und die Abdeckstreifen »AS« für Abdeckungen von First und Kehlen. So entstanden Dachräume, die laut Hersteller zu einem sicheren und komfortablen Wohnen mit gesundem Raumklima führen – sowohl bei Hitze als auch bei Kälte.

Schall- und Brandschutz
Zur Dämmung der Dachkonstruktion kam in Leipzig die Aufsparrendämmplatte »ASP 32 Plus« von Ursa zum Einsatz. Sie besitzt eine besonders niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/m·K, besteht aus Mineralwolle und bietet damit nach eigenen Angaben die vielfältigen Vorteile des natürlichen Dämmstoffes. So ist Mineralwolle nicht brennbar, gehört der Euroklasse A1 an und trägt zum vorbeugenden baulichen Brandschutz bei. Darüber hinaus ist er diffusionsoffen – dies unterstützt einen sicheren Feuchtetransport und führt dazu, dass der Dämmstoff schimmelresistent und fäulnisfrei ist. Da es sich um ein sehr alterungsbeständiges Material handelt, steht Mineralwolle zudem für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Der Dämmstoff verspricht laut Hersteller auch einen wirkungsvollen Schutz vor Außenlärm: Die offenzellige Struktur der Mineralwolle besitzt einen längenbezogenen Strömungswiderstand von AFr ≥ 20 kPa∙s/m² und absorbiert dadurch den Schall wirkungsvoll. Unterstützt wird die schalldämmende Wirkung durch die Befestigung der Dämmplatten und Konterlatten mit Doppelgewindeschrauben. Der umlaufende Stufenfalz von 2,5 cm verhindert das Auftreten von Wärme- und Schallbrücken.
Leichtgewicht
Neben den genannten Aspekten zeichnet sich die Aufsparrendämmung durch ein geringes Gewicht aus. Dies wirkt sich positiv auf statische Fragen aus – zugleich erleichtert es die Verarbeitung. Dieser Aspekt zeigt sich laut Hersteller auch im handlichen Format der Platten von 2 m mal 60 cm. Es ermöglichte eine schnelle Verlegung – auch bei durch Dachfenster und -terrassen gegliederten Dachflächen. Die einzelnen Platten können zudem leicht mit einem Dämmstoffmesser auf dem Dach ohne Maschine zugeschnitten werden.

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