Im Blickpunkt

Mit Denkvorsprung auf dem Weg in die digitale Welt

Als Franz Haslberger sen. aus Freising vor 50 Jahren im nahen Eichenkofen sein erstes Produktionswerk für Schweißmörtel in Betrieb nahm, hatte er sicher eine klare Vorstellung davon, was Kalk als Basis für natürliche Baustoffe leisten kann. Dass er mit der Gründung von HASIT den Grundstein gelegt hat für die mit etwa 2 500 Mitarbeitern heute in 19 Ländern Europas tätige FIXIT-Gruppe, zu der die HASIT Trockenmörtel GmbH gehört, hat er sich wohl nicht träumen lassen. Neben dem Kalk-Spezialisten spielen inzwischen vier weitere Marken in einem Team, das auf gemeinsame Werte baut und dabei dezentral organisiert ist. Wenn es aber um das Thema »Digitalisierung« geht, hat Hanswilli Jenke, CEO der FIXIT-Gruppe, die Zügel fest in der Hand_ Alle digitalen Bausteine rund um Apps, Firmen-Webseite und Online-Services hat er vor zwei Jahren zur Chefsache gemacht. Im Gespräch mit dem baustoffPARTNER berichtet er, was bereits erreicht ist und wo die Reise hingeht.

Von Jan RiekenDas Gebäude, in dem neben HASIT auch die Firmenzentrale der FIXIT-Gruppe untergebracht ist, hat mit dem Unternehmen viel gemeinsam_ Ein vergleichsweise schmaler Eingang an einer schlanken Hausfassade führt zunächst in ein Haus, in dem von der augenscheinlichen Größe her auch ein Versicherungsbüro oder ähnliches untergebracht sein könnte. Erst im Inneren offenbart sich dann_ Die langen, verwinkelten Flure im ursprünglichen Elternhaus von Firmengründer Haselberger führen bis in die benachbarten Gebäude, und das gleich über mehrere Etagen. Und so ist es auch mit der FIXIT-Gruppe und den fünf Schwestermarken HASIT, FIXIT, GREUTOL, KREISEL und RÖFIX: Hinter einer einzigen Marke offenbart sich ein ganzer Kosmos an Baustoffen, der in einer auf den ersten Blick nicht unmittelbar erkennbaren Sortiments- und Marken-Vielfalt für nahezu jedes Gewerk das passende Systemprodukt bietet.

Zahlreiche Zukäufe haben aus dem regionalen Kalkproduzenten HASIT einen der führenden europaweit agierenden Baustoffexperten gemacht.

Als einen der ersten Bausteine der Digitalisierungsstrategie baut HASIT mit der App »Color Design« sein digitales Serviceangebot weiter aus_ Ob für innen oder außen, die Wahl der richtigen Wandfarbe ist oft ein Abwägen in feinsten Nuancen. Farbtonfächer sind sehr abstrakt und zeigen nicht, wie eine Farbe an der Wand tatsächlich wirkt. Den aufwendigen Einsatz von Bildbearbeitungsprogrammen können sich Bauherren, Verarbeiter und Architekten künftig sparen, denn jetzt gelingt die Farbauswahl schnell und einfach mit der App »Color Design«. Einfach ein Foto von der betreffenden Innen- oder Außenwand machen und direkt am Touchscreen per Fingerstrich gestalten – ganz ohne Vorwissen und Einarbeitungszeit. Der User sieht sofort, ob seine Wunschfarbe zu Böden, Fenstern oder Einrichtung passt. Alternativ stehen auch Galeriefotos zur Verfügung. Der Tageszeitensimulator zeigt, wie die Farbe morgens, mittags und abends wirkt und hilft so bei der Entscheidung. Eine Funktion zum Speichern und Teilen der Entwürfe vereinfacht die Kommunikation, etwa zwischen Bauherrn und Verarbeiter.
Dem Anwender steht die gesamte Farbpalette von HASIT zur Verfügung. Für den virtuellen Farbauftrag lassen sich verschieden feine Werkzeuge auswählen. Die Suche nach der eigenen Lieblingsfarbe im HASIT Farbenkatalog erleichtert das »Color Match«-Tool: Der User lädt ein Foto, das die entsprechende Farbe zeigt, in die App und das Tool sucht das Pendant dazu.
Mit der »Color Design«-App möchte HASIT seinen Kunden Entscheidungs- und Arbeitsprozesse erleichtern. Sie ist ein weiterer Baustein der digitalen Servicephilosophie des Unternehmens, welche die Bedürfnisse der Kunden klar ins Zentrum des Denkens und Handelns rückt.

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