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Kompetenter Partner für Flüssigkunststoffe setzt auf bewährtes Erfolgskonzept

Triflex, ein Unternehmen der Follmann-Gruppe, ist europaweit führend in der Entwicklung, Beratung und der Anwendung von qualitativ hochwertigen Flüssigabdichtungssystemen für Flachdächer, Balkone, Parkdecks und Spezialprojekte sowie von Straßen- und Radwegemarkierungen.

Als Spezialist mit mehr als 30-jähriger Erfahrung arbeitet das ostwestfälische Familienunternehmen ausschließlich im Direktvertrieb mit geschulten Verarbeitungsbetrieben zusammen. Aktuell sind in der Gruppe 550 Mitarbeiter beschäftigt, davon 190 bei Triflex. Der Umsatz belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 180 Mio. € in der Gruppe und 72 Mio. € bei Triflex. In der Mindener Firmenzentrale sprachen wir mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Henrik Follmann, dem Enkel des Firmengründers Heinrich Follmann, über das Unternehmen, die Produktenwicklung und die Bedeutung der Partnerschaft mit dem Verarbeiter.

Die Triflex KG wurde im Jahr 1984 gegründet – ein wichtiger Meilenstein in der Historie des Familienunternehmens. Die Folgejahre waren geprägt durch die Aufnahme der schnell reaktiven PMMA-Harze in das Produktsortiment, vor allem aber durch ein starkes nationales und internationales Wachstum, u. a. durch die Gründung von Schwesterunternehmen in Großbritannien, den Niederlanden, in Belgien, der Schweiz und Österreich sowie Vertriebsniederlassungen in Italien, Frankreich, Polen, Russland und den USA. »Von unserem Produktionsstandort in Minden liefern wir individuelle Lösungen – und das weltweit. Die Exportquote beläuft sich auf 50 %«, so Dr. Henrik Follmann. »Dabei helfen uns über 30 Jahre Erfahrung, mit der wir unser marktspezifisches Know-how umsetzen«, nennt der Geschäftsführer einen entscheidenden Baustein des Erfolgskonzeptes. »Zuverlässigkeit, Serviceorientierung und Innovation sind Werte, die wir täglich für unsere Kunden leben und umsetzen.«

Insbesondere für komplizierte Aufgabenstellungen bei Detail- und Flächenabdichtungen verfüge Triflex über die passende Lösung. Dabei lege man höchsten Wert auf geprüfte Sicherheit und biete seinen Kunden individuellen Service.

»Unsere Abdichtungs- und Beschichtungssysteme basieren auf allen im Baubereich üblichen Harzbasen. Bei den Praxisseminaren wird hauptsächlich auf die Harzbasis Polymethylmethacrylat (PMMA) eingegangen, da diese bereits nach etwa 45 Minuten aushärtet und sich dadurch bestens für die Dach- und Balkonsanierung an nur einem Tag eignet«, erklärt Follmann.

Lösungen für anspruchsvolle Abdichtungsfragen

Die Gründe, warum Dachdecker, Maler und Bautenschützer die Vorteile der Produkte nutzen, seien verschieden. »Unsere Flüssigkunststoffe sind vielseitig einsetzbar.« Aus den persönlichen Gesprächen mit »seinen Kunden« weiß Henrik Follmann, was diese von ihrem Hersteller erwarten_ Im Kern setzen die Partner im Handwerk auf langzeitsichere Lösungen für knifflige Abdichtungsfragen, die sich schnell und einfach umsetzen lassen.

Triflex arbeitet bundesweit mit etwa 2 500 Handwerksbetrieben zusammen. Die gute Beziehung zu den Kunden unterstützen Kick-off-Veranstaltungen vor jeder Bausaison, und nicht zuletzt auch die Praxisseminare tragen zur verstärkten Kundenbindung bei. »Diese Seminare führen wir europaweit durch«, so Henrik Follmann.

Das Ergebnis_ Das Material stimmt, und die handwerkliche Umsetzung auch. Denn nur von Triflex geschulte Fachverarbeiter können die Produkte direkt erwerben. Die Produkte sind leicht zu handhaben, aber es müssen applikationstechnische Schritte beachtet und berücksichtigt werden. Die Folge_ »Wir haben so gut wie keine Reklamationen.«Kontinuierliche Produkt-(weiter)entwicklung

Mit den Triflex-Produkten sei die Arbeit auf der Baustelle viel schneller und einfacher geworden. Ein Beispiel ist das neue Beschichtungssystem Triflex ProFloor RS 2 K. Hier wurde ein bestehendes Produkt (Triflex ProFloor) weiterentwickelt, um das Handling auf der Baustelle einfacher und noch sicherer zu gestalten. »Balkonsanierung an einem Tag, fertiggestellt durch einen Mann – das passt gut in die Kalkulation des Handwerkers«, so Dr. Follmann.

Neben neuen Produkten arbeitet Triflex auch kontinuierlich an neuen Segmenten und entsprechenden Lösungssystemen. So bietet es etwa eine Fundamentabdichtung für Windkraftanlagen. Ein Produkt, mit dem sich das Unternehmen in den Bereich »Erneuerbare Energien« begibt. Ebenfalls im Fokus steht derzeit das Marktsegment »Infrastruktur«. Mit einer Reihe von Reparatur-Mörteln für die Beton- und Asphaltsanierung reagiert das Unternehmen damit auf die zunehmende Problematik witterungsbedingter Schäden an Straßenbelägen.

Aber_ Was im Labor funktioniere, könne draußen, in der Fläche, gründlich scheitern, denn dort wirken Witterungseinflüsse wie Sonne, Frost und Regen auf den Belag ein. Um optimale Ergebnisse zu gewährleisten, sind im Werk zwei Mitarbeiter ständig damit beschäftigt, neue Werkzeuge und Verfahren zu entwickeln, die die Verarbeitbarkeit des Materials weiter verbessern und beschleunigen. »Wir müssen sicherstellen, dass der Verarbeiter immer die richtige Lösung bekommt.«

Sehr engagiert sei der Flüssigkunststoffhersteller auch in der Normenarbeit, um über diesen Weg die anspruchsvollen Qualitätsstandards zu halten. Zu nennen sind u. a. die Europäisch technische Zulassung (ETA) mit CE-Kennzeichnung sowie das Erfüllen zahlreicher DIN-Vorschriften.

Neuaufstellung mit Erfolg

Als man 1977 mit Flüssigkunststoff an den Start ging und auf der Suche nach neuen Anwendungen auf Balkonen und Dächern fündig wurde, musste sich das Unternehmen neu aufstellen_ »Eimer statt Tankwagen«, lautete die Devise. Dem Anwender auf der Baustelle exakt die Menge liefern, die er für das jeweilige Projekt braucht. »Als Nischenlieferant von Abdichtungen im Außenbereich für Spezialisten betraten wir damals absolutes Neuland – aber unser Konzept, die Verbindung von innovativen Produkten mit technischen Lösungen und individueller Betreuung – persönliche Gespräche statt Call-Center – führte zum Erfolg.«

Und nicht zuletzt verlange die moderne Architektur moderne Werkstoffe, so Dr. Follmann mit Blick auf die Wettbewerbsprodukte, denn Bahnen seien in ihren Einsatzbereichen häufig limitiert.

Grundsätzlich gelte_ »So dezentral wie möglich und so zentral wie nötig«, nennt Dr. Follmann einen weiteren Erfolgsbaustein. Triflex vertreibt seine Produkte direkt an die ausführenden Gewerke und setzt auf eine exklusive Zusammenarbeit mit geschulten Fachbetrieben. Die praxisbezogenen Schulungen gehören dabei ebenso zum Dienstleistungsportfolio wie die Vor-Ort-Betreuung im Betrieb und auf der Baustelle durch Gebietsvertriebsleiter und Anwendungstechniker. »Wenn beispielsweise der Dachdecker ein Problem hat, ruft er uns direkt an – unsere Fachleute kümmern sich unverzüglich um sein Anliegen und fahren im Bedarfsfall auch direkt vor Ort auf die Baustelle.« Dieses System der regionalen Struktur funktioniere europaweit – und hat dem Unternehmen erfreuliche Zuwachsraten eingebracht.

Ausblick

Den Blick in die Zukunft gerichtet, zeigt sich Dr. Follmann sehr zuversichtlich. »Immer mehr Verarbeiter, Planer und Bauherren setzen auf die langlebigen Systemlösungen der Marke Triflex.« Mit dem steigenden Bedarf gehe ein kontinuierlicher Neuentwicklungsprozess sowie die stetige Optimierung des vorhandenen Produktprogramms einher.

Ein hohes Potenzial sieht das Unternehmen insbesondere in Deutschland und Frankreich. Vor diesem Hintergrund soll z. B. das in Deutschland aktuell aus 19 Gebietsverkaufsleitern bestehende Vertriebsteam mit weiteren Mitarbeitern verstärkt werden. Und das in naher Zukunft.

Die wohl größte Personalie erfolgte bereits Ende des vergangenen Jahres. So ergänzt Dr. Clemens von Trott zu Solz seit August 2012 die Geschäftsleitung. Gemeinsam mit Eberhard Köpe und Dr. Henrik Follmann kümmert sich der promovierte Kaufmann seitdem um das Deutschlandgeschäft des Unternehmens. Darüber hinaus verantwortet er den Vertrieb für Markierungswerkstoffe und das Marketing des Unternehmens.

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