Heidelberg Materials AG PV-Anlage im Steinbruch Hannover

Mit einer Kooperation treibt Heidelberg Materials Deutschland die Nachnutzung ehemaliger Steinbrüche und Kiesgruben zur Erzeugung erneuerbarer Energie voran. Jüngstes Projekt ist die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage im Steinbruch des Zementwerks Hannover in Misburg-Süd. Das Vorhaben wird gemeinsam mit WI Energy und der Talanx-Gruppe, vertreten durch Ampega Asset Management, realisiert. Es ist als Blaupause für weitere Projekte dieser Art angelegt und soll Erkenntnisse für mögliche zukünftige Vorhaben liefern.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Heidelberg Materials

Im März 2026 startete die Installation der Photovoltaikmodule. »Das Besondere am Projekt in Hannover ist die Größe der zur Verfügung stehenden Fläche«, erklärt Daniel Schmidt, Werkleiter Hannover. »Damit erschließen wir eine neue Dimension der Eigenstromerzeugung am Standort. Die jetzt entstehende PV-Anlage wird eine Leistung von 25 Megawatt bringen und damit rund ein Drittel unseres Strombedarfs im Werk decken.« Zum Vergleich: Eine Leistung von 25 MW entspricht rund 24 GWh Strom pro Jahr – genug, um rechnerisch etwa 7000 Haushalte jährlich zu versorgen. »Der große Nutzen liegt darin, dass wir den Solarstrom an Ort und Stelle erzeugen und verbrauchen. Dadurch entfällt der Transport über externe Netze nahezu vollständig«, betont Schmidt.


Beitrag zur Dekarbonisierungsstrategie

Dr. Ines Ploss, Geschäftsführerin von Heidelberg Materials Mineralik DE, ordnet das Projekt in den strategischen Gesamtkontext des Unternehmens ein: »Durch die perspektivische Nutzung brachliegender Flächen oder Seen eröffnen sich Möglichkeiten, unsere Werke schrittweise mit erneuerbarer Energie zu versorgen und damit einen wertvollen Beitrag zur CO₂-Bilanz des Konzerns zu leisten.« Als erfolgreiches Beispiel verweist sie auf das bereits abgeschlossene Projekt im unterfränkischen Dettelbach. Dort befindet sich auf dem See eines Kieswerks eine schwimmende Photovoltaikanlage.

Kooperation mit WI Energy und Talanx

Vor diesem Hintergrund haben Heidelberg Materials, die Talanx-Gruppe, vertreten durch Ampega Asset Management, und WI Energy eine langfristig angelegte Industriepartnerschaft gestartet. In deren Rahmen sollen mögliche weitere Photovoltaikprojekte auf nicht mehr bergwerklich genutzten Flächen des Baustoffkonzerns im gesamten Bundesgebiet geprüft und entwickelt werden. Den Auftakt bildet die Photovoltaikanlage am Standort Hannover, die innerhalb der Partnerschaft als Referenzprojekt dient. Als Projektpartner verantwortet WI Energy die vollständige Wertschöpfung – von der Planung und schlüsselfertigen Errichtung bis zur langfristigen Stromdirektlieferung und Betriebsführung.

Michael Reichert, Geschäftsführer von WI Energy, sagt: »Wir sind stolz, mit Heidelberg Materials und Talanx zwei starke Partner an unserer Seite zu haben, mit denen WI Energy eine der weitreichendsten GreenTech-Partnerschaften der deutschen Industrie aufbaut. Der erfolgreiche Baustart in Hannover markiert den Auftakt dieser langfristigen Zusammenarbeit – und ist zugleich ein sichtbarer Beweis dafür, dass industrielle Nachnutzung, erneuerbare Energien und institutionelles Kapital in Deutschland zu einer skalierbaren Erfolgsformel zusammenfinden.«

Die Talanx-Gruppe investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Photovoltaikanlagen am Standort Hannover. »Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer ESG-Ambitionen und unterstützen Heidelberg Materials dabei, seinen CO2-Fußabdruck über eine nachhaltige Eigenstromproduktion zu reduzieren«, sagt Dr. Thomas Mann, Sprecher der Geschäftsführung von Ampega.
 

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Heidelberg Materials AG

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69120 Heidelberg

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