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Forschungszentrum Ziegel_ deutschlandweit einmaliges Projekt eröffnet

Nach einer Bauzeit von nur elf Monaten nahm Schlagmann Poroton Anfang September mit einer feierlichen Einweihung das »Forschungszentrum Ziegel« offiziell in Betrieb. In dem für 1,6 Mio. € errichteten Gebäude werden ab sofort neben dem vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt TOGRA alle weiteren Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Unternehmens unter einem Dach gebündelt.

 

Johannes Edmüller, geschäftsführender Gesellschafter, verspricht sich davon in den nächsten Jahren einen enormen Innovationsschub für die Entwicklung ressourcen- und energieeffizienter Ziegel und deren Herstellung. Damit möchte man dem Unternehmensziel einer CO2-klimaneutralen Produktion bis 2020 einen großen Schritt näherkommen. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen durchschnitt Bayerns Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner das rote Band als Zeichen für einen erfolgreichen Start in das ehrgeizige Vorhaben. Beim anschließenden Sommerfest feierten Mitarbeiter und Gäste noch lange in die Nacht hinein.

Der Erfolg und die Stärke des Unternehmens liege in der durch die Eigentümerfamilie geführten mittelständischen Struktur, die die Kraft aufbringen können, derart ungewöhnliche Innovationsmaßnahmen auf die Beine zu stellen, »weil sie nämlich den Finger an der Zukunft haben«, würdigte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in ihrer Rede zur Eröffnung das außergewöhnliche unternehmerische Engagement von Schlagmann Poroton. Im Forschungszentrum Ziegel würden die Produkte für den Neubau und die Gebäudesanierung von morgen entwickelt werden, so Aigner. Energieeffiziente Baustoffe, die, da der Großteil der Energie im Bereich Wärme und Heizen verbraucht werde, so immens wichtig seien für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland.

In das Forschungszentrum am Firmenstandort in Zeilarn wurden insgesamt 1,6 Mio. € in Gebäude und Forschungseinrichtung investiert. Der Forschungsetat für die nächsten vier Jahre beläuft sich auf 3,5 Mio. €. Unter dem Namen TOGRA (Abkürzung für Ton-Granulat) – das Projekt läuft bereits seit Oktober letzten Jahres – sollen bis ins Jahr 2017 die Weichen für die Zukunft ressourcen- und energieeffizienter Ziegel gestellt werden. In Kooperation mit der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg forschen 30 Mitarbeiter, Fachkräfte aus den Bereichen Geologie, Mineralogie, Chemie und des Keramikingenieurwesens, an der keramischen Bau- und Dämmstoffentwicklung der nächsten Jahre. Im Rahmen des Förderprogramms des Bayerischen Wirtschaftsministeriums »Neue Werkstoffe in Bayern« bezuschusst der Staat das Projekt mit rund 1,3 Mio. €.

Daneben werden am Forschungszentrum die Bereiche der keramischen Entwicklung, Dämmstoffentwicklung und der werkseigenen Produktionskontrolle im Rahmen des Qualitätsmanagements zusammengeführt. So wird mit Hochdruck auch an der Weiterentwicklung der perlitgefüllten Ziegel, die hier am Firmenstandort im Jahr 2000 ihren Anfang fanden, gearbeitet. In der kommenden Generation soll das Dämmmaterial noch wärmedämmender sein und gleichzeitig deutlich weniger Energie bei der Herstellung verbrauchen.

»Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein – dieser Leitsatz prägt unser Handeln bereits seit Jahrzehnten und ist mit der Eröffnung des Forschungszentrums aktueller denn je,« so Johannes Edmüller in seiner Begrüßungsrede. Dahinter stünde der Innovationsgedanke, der alle 333 Schlagmann-Mitarbeiter tagtäglich antreibe und motiviere, noch leistungsfähigere, intelligentere Ziegelsysteme zu entwickeln und herzustellen. »Alle nennenswerten Entwicklungen der Branche wie beispielsweise Großblockziegel oder mit Perlit gefüllte Ziegel kamen aus unserem Hause,« erinnerte Edmüller nicht ohne Stolz. Mit dem neuen Forschungszentrum wolle man das Tempo der Innovationsgeschwindigkeit noch weiter anschieben und, falls möglich, mindestens verdoppeln.

Ausgelöst wurde das Projekt von dem Vorhaben der Bundesregierung, ab 2020 für Neubauten den »Effizienzhaus-Plus Standard« einzuführen. Effizienzhaus Plus bedeutet, dass ein Haus mit diesem Standard mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Damit in Zukunft Gebäude auch in nachhaltiger, einschaliger Ziegelbauweise erstellt werden können, ist der Bau des Forschungszentrums ein wichtiger Schritt, um den Baustoff Ziegel weiter zu erforschen und demgemäß Hochleistungsziegel zu entwickeln, die den bauphysikalischen Anforderungen speziell für den verdichteten Geschoßwohnungsbau wie auch der Sanierung von Bestandsgebäuden gerecht werden. Johannes Edmüller: »Wir wollen den Ziegel so modern und fortschrittlich gestalten, dass er den Anforderungen unserer Kunden und Bauherren gerecht wird.« Letztendlich münden alle Projekte in dem Ziel des Unternehmens bis 2020 die Ziegelproduktion CO2-neutral zu bewerkstelligen. Zur Vorbereitung soll das neue Forschungszentrum Ziegel beitragen und laut Edmüller »mit einem neuen Ziegelwerk hier am Gelände in Zeilarn in der Zukunft möglich gemacht werden.«

 

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