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Dezember 2016

Vorfreude


Das Geschäftsklima der Baubranche lässt sich selten so einfach beschreiben wie im Moment_ Die Geschäfte laufen gut, und das Klima spielt auch mit.
Zwar haben die Temperaturen deutlich abgekühlt, die Konjunktur hingegen nicht_ Vom erwarteten Plus beim Umsatz in Höhe von 5,5 % lassen sich Schätzungen zufolge immerhin 3 % Wachstum ins kommende Jahr retten. Der ZDB schätzt den Gesamtumsatz für 2016 auf 106,5 Milliarden Euro, 2017 könnte er dann auf 110 Milliarden Euro ansteigen. Diese Zahlen lesen sich gut. Trotzdem sollte man sich nicht täuschen lassen_ Die Ertragslage kann mit der Konjunktur nicht mithalten. Von der ohnehin moderaten Preissteigerung für Bauleistungen, die im Schnitt nur um 2 % beträgt, landet noch viel zu wenig bei den Unternehmen. Dennoch_ Angesichts von Geräteauslastungen um die 70 % sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau wird investiert, und zwar in Ersatzbeschaffungen ebenso wie in Kapazitätserweiterungen.
Während eine Maschine schnell angeschafft ist, lässt sich der neue Mitarbeiter für viele nur schwer finden. Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe lag 2016 im Durchschnitt bei 775 000, Tendenz_ stagnierend, denn neue Mitarbeiter sind rar. Bei der Frage, wie sich denn alle offenen Lehrstellen besetzen lassen, gibt es zwar viele individuelle Ansätze, aber noch keine umfassende Antwort. Wer es als Unternehmer schafft, den Wettbewerb um die Fachkräfte für sich zu entscheiden und womöglich alle Ausbildungsplätze zu besetzen – für den wird das kommende Jahr ein Fest.
Dass es fähigen Nachwuchs gibt, zeigen die Ergebnisse der Meisterschaft in den bauhandwerklichen Berufen und das Nationalteam-Trainingscamp des Deutschen Baugewerbes auf der BAU, wo sich die besten Nachwuchshandwerker auf die Berufsweltmeisterschaft »World Skills« in Abu Dhabi vorbereiten.
Wenn die BAU 2017 in München als Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme im Januar ihre Tore öffnet, wird auch der Fachkräfte-Nachwuchs Thema sein, wenn es darum geht, den Slogan »Die Zukunft des Bauens« im Wortsinn mit Inhalt zu füllen. Was die Branche darüber hinaus an Innovationskraft, Ideenreichtum und Gestaltungswillen hervorbringt, lesen Sie in dieser Messe-Gesamtausgabe des baustoffPARTNER.
Für die Unternehmen, die mitten in den Vorbereitungen stecken und sich auf die BAU 2017 freuen, ist diese Messe sozusagen das »Hochamt« der Branche. Wir liefern dazu die passende Lektüre – mit 208 Seiten nur fast so dick wie eine Bibel, aber mit geballten Branchen-Infos und allem, was Sie wissen müssen, und das aus allen Gewerken und von der Kellerfliese bis zur Dachdämmung.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte baustoffPARTNER-Team viel Spaß mit dieser Messe-Ausgabe, einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2017 – und wir freuen uns auf den gemeinsamen Auftakt in München!

Herzlichst

Jan Rieken

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