Das Fenster Die Türe Innenbereich

Charme einer alten Brauerei inspiriert kreative Köpfe

Als eines der letzten Architekturbeispiele der Gründerzeit in Würzburg dokumentiert das Bürgerbräu einen Teil der Geschichte von Stadt und Region. Nach über 150 Jahren Brauereibetrieb und 20-jährigem Leerstand wurde das Areal nun seit 2012 als Kultur- und Kreativzentrum revitalisiert. Heute ist dort ein neuer, urbaner und weltoffener Raum für Arbeit, Handwerk, Kultur, Gastronomie und Freizeit zu finden.

Das alte Bürgerbräu-Areal konnte behutsam und in Abstimmung zwischen dem Architekturbüro »archicult« und dem Denkmalschutz in Stand gesetzt werden. Der einzigartige Industriecharme blieb dabei erhalten. Daraus ist eine besonders kreative Atmosphäre entstanden, die das Areal für innovative Unternehmer als auch für die Öffentlichkeit attraktiv macht.

Transparente Büroeinheiten: Holzboxen mit Ausblick
In der ehemaligen Picherei, in der früher die Fässer für die Brauerei abgedichtet wurden, entstand auf rund 500 m2 der »KreativRaum« – 13 kleine Büroeinheiten mit je 11 bis 50 m2 sowie einer Gemeinschaftsfläche für Besprechungen, Kommunikation und Gedankenaustausch. Die Architekten stapelten hierzu Holzboxen unterschiedlicher Größen auf zwei Ebenen in die alte Halle. Über offene Stahl­treppen, Brücken und Gitterroste sind die einzelnen Arbeitsräume der kleinen Unternehmen erreichbar.
Eine Herausforderung bei der Anordnung der Boxen war die Belichtung. Die Boxen wurden hierzu in der Industriehalle so angeordnet, dass die offenen Seiten zur Fensterfront und zum großzügigen Hauptraum orientiert sind. Jeder Bürocontainer hat damit eine großzügige Glasfront erhalten, die eine maximale Belichtung sowie einen umfassenden Ausblick ermöglicht.Schlanke Aluzargen als architektonisches Element
Der Zugang zu den Büroeinheiten erfolgt über die Glasfront und den darin eingebauten Glas­türen. Um das architektonisch transparente Konzept nicht zu zerstören, kamen schlanke Aluminiumzargen zum Einsatz, die quasi schwebend in die Verglasungen integriert wurden. Diese erfüllen zudem die Anforderungen an den Schallschutz und die Nutzungssicherheit.
Dreiseitig im Glas eingebunden, umrahmen die hochwertig eloxierten, samtglänzenden Aluminiumzargen die Ganzglastüren in einer minimalistischen Linienform. Jede Zarge stellt laut Hersteller die tragende Verbindung zwischen Festverglasung und Türblatt dar. Sie schützt den Durchgang, fixiert den Dreh- und Angelpunkt der Tür und nimmt die Dichtungsebene für den erforderlichen Schallschutz auf. Darüber hinaus sind die Oberflächen der eloxierten Aluminiumzargen trotz der edlen Anmutung härter als Edelstahl und halten einer äußersten Beanspruchung stand.

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