Moso International BV die treibende Kraft der ökologischen Bauwende

Das Beispiel des Danubeflats-Towers in Wien zeigt eindrucksvoll, wie Moso Bamboo bauphysikalisch überzeugende Fassadenelemente und Terrassendielen aus schnell nachwachsendem Bambus entwickelt und dabei gleichzeitig einen Beitrag zur ökologischen Bauwende leistet. Auf der Dach+Holz wird Moso erstmals Terrassendielen in Längen bis 4,16 m sowie ein neues Fassadensystem vorstellen.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Moso International BV

Mit 180 m und mehr als 600 Wohnungen auf 48 Stockwerken ist der Danubeflats-Tower in Wien der höchste Wohnturm Österreichs. Direkt an der Neuen Donau gelegen, ist das Gebäude eine urbane Location, die nicht nur durch ihre Architektur Aufmerksamkeit erregt. Die außergewöhnliche Fassadentektonik mit unterschiedlich angelegten Dachterrassen und Balkonen ist auch technisch besonders. Als Unterkonstruktion in den Außenbereichen kam das patentierte Clip-System von Hersteller Grad zum Einsatz. Das Unternehmen hat mit seiner Expertise zudem die Berechnungen und Kalkulationen für alle Balkone und Terrassen übernommen. Für die Terrassengestaltung haben Planer und Architekten auf Bambus-Terrassendielen des Herstellers Moso Bamboo zurückgegriffen. Die Spezialisten bringen ihre Außendielen in Härte, Formstabilität, Brandschutz und Widerstandsfähigkeit auf ein Niveau, das über dem der besten tropischen Hartholzarten liegt und zugleich deutlich nachhaltiger ist als WPC. Zu sehen ist das breite Produktsortiment von Moso auch auf der Dach+Holz in Köln. 
Im Fall des Neubaus der Danubeflats in Wien fiel die Wahl auf Moso-Bamboo-Produkte, weil das Unternehmen damit die hohen bauphysikalischen Anforderungen erfüllen kann. Diese ergeben sich aus dem Wandel, in dem sich auch die architektonische Ausprägung von Wohntürmen befindet: Individuelle Freiflächen im Außenbereich sind gefragt. Umlaufende Balkone und Terrassen, selbst in luftigen Höhen, liegen im Trend. Die Architekten der Danubeflats haben dies mit unterschiedlich breiten Terrassen und wellenförmig angelegten Balkonen gelöst. Sie geben dem Turm eine gewisse Leichtigkeit, sind zugleich aber auch baulicher Sonnen- und Windschutz. Auf Etage 36 sind bereits Geschwindigkeiten von 160 km/h möglich. Alle eingesetzten Materialien im Außenbereich sind folglich extremen Belastungen ausgesetzt und müssen diesen dauerhaft standhalten. Gleichzeitig sollen sie eine hochwertige Wohnatmosphäre ausstrahlen.

Terrassendielen aus Bambus: »Moso Bamboo X-treme« und »N-durance«

Nach intensiver Recherche haben sich die Projektplaner für die Terrassendielen »Bamboo X-treme« von Moso Bamboo entschieden. Die Dielen fertigt das Unternehmen aus nachhaltigem Moso-Bambus, der schnellstwachsenden Pflanze der Welt. Die Bambusdielen sind nach ISO 14040/44 als CO2-neutral ausgezeichnet und nach CEN/TS 15083-2/ EN350 in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 und Gebrauchsklasse 1 eingestuft. Bewertet mit der Brandschutzklasse B-s1-d0 nach EN 13501-1 erfüllen die Dielen zudem die Anforderungen für eine Verarbeitung in öffentlichen Gebäuden. Und dies ohne weitere Nachbehandlung. Die hohe Stabilität der Dielen sorgt für sehr dauerhafte Terrassenbereiche, Moso gibt 25 Jahre Garantie. 
Die im Wiener Wohnturm verarbeiteten »Bamboo X-treme«-Terrassendielen sind zusätzlich bombiert für eine Verlegung ohne Gefälle und gebürstet für hohe Rutschhemmung. Moso Bamboo produziert sie in verschiedenen Breiten und Farbvarianten. Für die Danubeflats haben die Fachhandwerker insgesamt 13 000 m² 
»Bamboo X-treme« verlegt. Hinzu kamen noch einmal 500 m² »Bamboo N-durance«, eine Variante in warmem Karamell-Ton.

»Giant Bamboo«-Terrassendielen mit rund 4 m Länge

Diese Längen geben noch mehr Spielraum für die Terrassengestaltung mit natürlichem Bambusmaterial. Moso Bamboo entwickelt nicht nur Terrassendielen, sondern auch Fassadenelemente, einschließlich zusätzlicher Credits für die DGNB-, LEED- und BREEAM-Gebäudezertifizierung. Und die Nachfrage steigt. Die Spezialisten haben viel in die Entwicklungsarbeit ihrer Produkte investiert. Heute kann Moso ein Fassadensortiment mit rund 30 Produktvarianten anbieten, sowohl für die Arbeit am Bestand als auch für Neubauten.

Fertigsystem für Fassade und Innenwände

Und die Produktentwicklung steht nicht still. Für den Holzhausbau hat Moso Bamboo in Zusammenarbeit mit Systemanbieter Karle&Rubner, spezialisiert auf Aluminium-Unterkonstruktionen, und in enger Kooperation mit den Holzhausbau-Ingenieuren von Derix eine komplette Systemkombination mit Bambus-Fassadenelementen für die Außenfassade und einer Bambus-Wandverkleidung für die Innenwände entwickelt. 
Konkret besteht das Fertigsystem aus den folgenden Komponenten: Moso-Bamboo-Fassadenelemente für die Außenverkleidung, Aluminium-Unterkonstruktion mit Stahl-Clips von Karle&Rubner plus Dämmung, Cross Laminated Timber (CLT) als Massivholzwand sowie nach innen abschließend eine Bambus-Wandverkleidung von Moso Bamboo. Mit ihrer Expertise im Massivholzbau und mit CLT als Hightech-Bauprodukt für den nachhaltigen Massivholzbau haben die Ingenieure von Derix die Entwicklung begleitet und die Kombination aus CLT und Bambus mitentwickelt. Moso Bamboo fertigt für das neue Fassadensystem die entsprechenden Außen- und Innendielen aus Bambus vor, sodass das Clip-System von Karle&Rubner direkt eingepasst werden kann. Damit ist dieses Fassadensystem nicht nur nachhaltig und bauphysikalisch von Vorteil, sondern auch schnell und effizient zu installieren. 
Das neue Fassadensystem erfüllt alle Anforderungen für den modernen Holzhausbau. Die äußere Fassadenverkleidung ist geschlossen. Die Brandschutzklasse B-s2-d0 wird erfüllt. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist beantragt. Während der Dach+Holz zeigt Moso Bamboo auf seinem Messestand erstmals eine Hauswand, gebaut aus dem neuen System. 

[89]
Socials