Afag Messen und Ausstellungen GmbH Schadstoffmanagement-Kongress in Münster

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Afag

Am Dienstag, 27. Januar, und Mittwoch, 28. Januar 2026, steht im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland das Thema Schadstoffmanagement im Fokus. Der DCONex-Fachkongress + Ausstellung behandelt aktuelle Themen, Herausforderungen und Lösungen der Schadstoffbranche und bietet die Möglichkeit zur fachlichen Weiterbildung sowie zum persönlichen Austausch. Zahlreiche Architekten- und Ingenieurkammern vergeben Fortbildungspunkte.

Unter anderem geht es im Rahmen des Kongresses um die Herausforderungen beim Bauen im Bestand, denn die Zusammensetzung der verwendeten Baumaterialien hat sich Mitte des vergangenen Jahrhunderts stark geändert: Verbundmaterialien, Beschichtungen, nicht abtrennbare Dämmstoffe – aus heutiger Sicht Schadstoffe – wurden vermehrt eingesetzt. Heute muss der zu bearbeitende Baubestand geprüft werden, und gefährliche Bausubstanzen müssen aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschleust werden. Ein Schwerpunkt liegt hier aktuell auf Stahlbetonbauwerken, in denen besondere Einbauteile wie Abstandhalter und Mauerstärken vorkommen, die asbesthaltig sein können. Um die Verwertbarkeit im Sinne der Kreislaufwirtschaft abzusichern, bedarf es der Identifizierung und insbesondere der Ausschleusung der asbesthaltigen Kleinbauteile aus dem Beton. Da sich diesem Thema sehr viele unterschiedliche Projektgruppen angenommen haben, wird dies ein Schwerpunkt im Programm der DCONex 2026 sein.


Auch relevante Fragestellungen für Bauherren werden behandelt. Dazu gehören Aspekte wie die Frage, welche Aufgaben seitens des Bauherrn bei vorgelagerten Schadstoffsanierungen im Wohnungsbau zu berücksichtigen sind und wie die Vorgaben der VDI 6202 Blatt 3 für die Erkundung im Bestandswohnungsbau konkret angewendet werden können. Innovative Lösungen für den mobilen Arbeitsschutz sind in der Schadstoffsanierung unabdingbar. Im Fokus stehen praxisnahe Konzepte, die auch unter wechselnden Einsatzbedingungen höchste Sicherheits- und Hygienestandards gewährleisten. Der DCONex-Fachkongress stellt neue Entwicklungen in den Fokus und klärt spezielle Rechts- und Haftungsfragen. Weitere Themenfelder sind unter anderem praktische Erfahrungen, aktuelle Problemstellungen in der Analytik, der Einsatz von KI in der Baubranche sowie Daten- und Informationsmanagement für zirkuläres Bauen. Auch einzelne Schadstoffe wie Radon, Schimmel und chlororganische Verbindungen werden beleuchtet. In einem Workshop steht die Analyse von Amphibol-Asbesten im Mittelpunkt.

Zum Abschluss des ersten Kongresstages, am Dienstag, 27. Januar, lädt der DialogAbend zum informellen Austausch innerhalb der Branche ein. Parallel zum zweitägigen Kongressprogramm bietet die Fachausstellung Angebote, Produkte und Dienstleistungen rund um die Altlastensanierung und das verantwortungsbewusste Schadstoffmanagement an. Rund 40 Aussteller sind in Münster mit dabei, darunter Unternehmen wie Arcadis, Cosawa, i3 Membrane, Kluge Sanierung und SES. Die Firma Deconta stellt auf der DCONex ihr neues Konzept der mobilen Dekontamination vor. Die DCONex Münster wird vom Messeveranstalter AFAG durchgeführt. Fachliche Träger sind der Gesamtverband Schadstoffsanierung GVSS und Rudolf Müller Medien.

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