Themenübersicht Gestaltung & Technik

Terrasse mit (Wohn)Charakter für modernes Einfamilienhaus

Großformatige keramische Platten sind – funktional wie auch optisch – der ideale Belag für Terrassen und Balkone. Ihre sichere und dauerhafte Verlegung setzt jedoch neben handwerklichem Können auch den Einsatz der richtigen Verlegeprodukte und insbesondere der richtigen Verlegeweise voraus. Dauerhaft optisch attraktiv und pflegleicht bleiben die keramischen Beläge, wenn man sie – wie im nachfolgenden Beispiel – in der gebundenen Bauweise mit hochwertigen und bewährten Produkten der Sopro Bauchemie verlegt.

Terrasse und Balkon dienen bei zeitgemäßen Wohnkonzepten häufig als neuer Lebensraum und »erweitertes Wohnzimmer«. Dieser Bedeutungswandel hat auch die Ansprüche an Gestaltung und Materialien verändert: So sind im Außenbereich zunehmend bewährte, hochwertige Wohnmaterialien angesagt, die auch im Haus zum Einsatz kommen. Dazu zählen insbesondere großformatige keramische Fliesen und Platten; denn nicht nur im Wohnbereich, sondern gerade auch unter freiem Himmel können sie mit ihren Produkteigenschaften punkten_ Moderne und hochwertige Outdoor-Keramik ist frostbeständig, rutschhemmend, pflegeleicht, kratzunempfindlich, schmutzabweisend und behält über lange Zeit ihre natürliche Schönheit.Die Terrasse als erweiterter Wohnbereich
Nicht zuletzt die gerade genannten Eigenschaften waren es auch, warum sich Bauherr und Bauherrin dafür entschieden haben, auf der 75 m² großen Terrasse ihres Neubaus im rheinhessischen Gimbsheim »TerioTec«-Platten in einer Größe von 40 x 80 x 2 cm des Herstellers Ströher einzusetzen. Architekt Stefan Erbeldinger, Planer und zugleich Bauherr des Hauses, hat die Terrasse mit in den Wohnbereich integriert, um so »Innen und Außen zu einem Ganzen zu verschmelzen«. Die Platten sind maßintolerant, vierseitig kalibriert, trittsicher und farbecht und verfügen dank modernster Brenntechnik trotz des geringen Gewichts über optimale Bruchlast- und Biegezugseigenschaften. Eine spezielle Hartglasur versiegelt die Poren auf dem Scherben. So finden Algen und Moose keine Brutstätten, und selbst Fett- oder Rotweinflecken lassen sich einfach ohne Chemikalien reinigen.
Was aber nützt die beste Keramik, wenn die Probleme durch eine ungebundene Verlegeweise entstehen? Dies gilt für eine Verlegung auf Stelzlager ebenso wie für eine Verlegung im Splittbett ohne Verfugung bzw. Verfugung mit Kies/Sand. In beiden Fällen kommt es in der Regel nach einiger Zeit zu Unkraut- und Moosbewuchs durch offene Fugen sowie zu Stolperfallen durch instabile oder sich verschiebende Platten oder offene Fugen. In Gimbsheim entschied man sich daher für eine Verlegung und Verfugung der hochwertigen Outdoor-Keramik in der sogenannten »gebundenen Bauweise«, bei der Bettungsmörtel und Fugenfüller Tragschicht und Belag fest und zu einer Einheit miteinander verbinden.
Für Sebastian Kammerer, Bereichsleiter Anwendungstechnik bei der Sopro Bauchemie in Wiesbaden, liegen die Vorteile einer solchen Lösung auf der Hand_ »Bei der gebundenen Bettung und Verfugung bekommen wir insbesondere eine nachhaltig geschlossene, ebene und damit trittsichere Fläche.« Dies heißt auch_ kein Verschieben der Platten mehr möglich und damit auch keine Stolperfallen und kein Unkrautbewuchs. Die große Farbvielfalt der Fugenmaterialen eröffnet zudem weitere gestalterische Möglichkeiten, zumal die gleichmäßige Fugenfarbe zu einer einheitlichen und damit besonders ansprechenden Belagsoptik führt.Die Verlegeschritte im Einzelnen
Die Verlegung erfolgte komplett »im System« mit den entsprechenden bewährten Produkten aus dem Profi-Sortiment der Sopro Bauchemie. Zu Beginn der Verlegarbeiten wurde auf die 20 cm hohe, verdichtete Schotterschicht in einem ersten Schritt der »Sopro DrainageMörtel« aufgebracht. Der trasszementgebundene Trockenfertigmörtel dient ab einer Schichtdicke von 5 cm als Tragschicht für eine gebundene Verlegung. Durch die besondere Sieblinie bis 8 mm Korngröße wird ein wasserdurchlässiges Mörtelbett erreicht. Dies verhindert zuverlässig Wasserschäden wie beispielsweise Gefügezerstörungen durch Volumenvergrößerung des gefrierenden Wassers. Der Mörtel lässt sich sehr gut verarbeiten und ist für normale Belastungen – wie sie bei einer Terrasse zu erwarten sind – geeignet. Er wird auch im Wege- und Straßenbau erfolgreich eingesetzt.
Die anschließende Verlegung der großformatigen Platten im Verband erfolgte gemäß ZDB Merkblatt »Außenbeläge« im Buttering-Verfahren, d. h. auf der Rückseite der Platten wurde der zweikomponentige, zementäre Fließbettmörtel »Sopro megaFlex S2« aufgetragen. Der Mörtel ist hochflexibel (C2 E S2 nach DIN EN 12 004) und eignet sich laut Hersteller daher für eine besonders sichere Verlegung von Keramik (auch Feinsteinzeug), Beton- sowie Naturwerksteinplatten im Floating-Verfahren. Wegen der hohen und dauerhaften Frostsicherheit durch sehr geringe Wasseraufnahme und Wasserundurchlässigkeit nennt Sopro den »megaFlex S2« als ideales Produkt zur Verarbeitung auf Balkonen und Terrassen.
Verfugt wurden die Beläge mit der »Sopro DF 20 Design­Fuge Flex Breit«, einer sehr emissionsarmen, zementären Fuge, die dank spezieller Rezeptur und »OPZ-Technologie« für ein langanhaltend schönes, farbbrillantes Fugenbild sorgt – ganz ohne optisch störende Kalkschleier. Sie kommt überall dort als Fugenmaterial zum Einsatz, wo breitere Fugen (bis zu 20 mm) verlegetechnisch erforderlich oder gestalterisch gewünscht sind. Zudem wirkt das spezielle Kornband einem Nachsacken des Fugenmörtels bei besonders dicker Keramik entgegen und erleichtert das Abwaschverhalten. Die Fuge eignet sich insbesondere für die Verfugung von Fliesen- und Natursteinbelägen in Bereichen, die ständig der Witterung ausgesetzt sind wie beispielsweise Balkone und Terrassen.
Erhältlich ist die hochabriebfeste »Sopro DF 20 DesignFuge Flex Breit« in sechs fein abgestimmten Grau- und Schwarztönen. In Gimbsheim entschied man sich für die zum Belag passende Farbe »betongrau«. Die notwendigen Bewegungsfugen wurden mit »Sopro KeramikSilicon« geschlossen, einem elastischen Silicondichtstoff zum Füllen von Anschluss- und Bewegungsfugen.

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