Innenausbau

Luftdichte Bodentreppe dank Techniken aus dem Fensterbau

Um den Anforderungen an klimaneutrale Gebäude besser gerecht zu werden, hat die Columbus Treppen GmbH gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Roto Frank AG und Deventer Profile GmbH eine Weltneuheit entwickelt_ Die Passivhaus-zertifizierte Bodentreppe »Designo«, deren Luftdichtheit dank der Verwendung von Fensterbeschlägen und -dichtungen mit Klasse 4 die höchste Stufe erreicht.

Eine wichtige Rolle bei Dämmung nach Passivhaus-Standard spielen Bauwerksabschluss­elemente wie Außentüren, Fenster und – durch den Trend hin zur Geschossdeckendämmung an Bedeutung gewinnend – Bodentreppen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und eine besonders luftdichte Bodentreppe zu kreieren, suchte sich Hersteller Columbus Treppen innerhalb der Roto-­Gruppe mit der Roto Frank AG und Deventer Profile GmbH zwei erfahrene Partner für Dichtigkeit an Gebäuden.

Effizient auch bei der Montage
Das Ergebnis_ »Designo«, die weltweit erste Passivhaus-zertifizierte Bodentreppe, deren Luftdichtheit dank der Verwendung von Fensterbeschlägen und -dichtungen mit Klasse 4 die höchste Stufe erreicht. Durch den umlaufenden Wärmedämmblock wird laut Hersteller die Energieeffizienz gesteigert – und die Montage erleichtert, denn weitere Abdichtungsarbeiten entfallen.
Bis zu 20 % der Heizenergie können über das Dach verloren gehen. Um den Energie- und Wärmeverlust einzuschränken und die Vorgaben für Niedrigst­energie- und Passivhäuser zu erfüllen, kann zwischen zwei Möglichkeiten unterschieden werden_ Mit der Dämmung des gesamten Steildachs werden in der Regel die Wohnräume sowie der Dachboden vor der Kälte geschützt. Besonders wenn der Raum unter dem Dach bewohnt wird, bietet sich diese Variante an. Ist dies allerdings nicht der Fall, ist eine Geschossdeckendämmung eine vorteilhafte Alternative, schreibt der Treppen-Spezialist in einer Mitteilung. Aufgrund der geringeren Fläche als bei einer Dachdämmung können durch sie Arbeitszeit und Kosten gespart werden. Doch damit werden Bodentreppen zu einem Bauwerksabschlusselement und müssen die entsprechenden Anforderungen an Dämm- und Dichtleistung erfüllen.

So dicht wie ein Fenster
Laut Kundenbefragung ist für die Kunden von Columbus Treppen Energieeffizienz ein kaufentscheidendes Kriterium. »Wir haben uns 2015 deshalb dazu entschieden, eine besonders dichte Bodentreppe zu entwickeln«, bestätigt Eugen Heim, Technischer Leiter Columbus Treppen. Aus diesem Grund holte sich das Unternehmen dafür zwei auf diesem Gebiet bereits erfahrene Partner aus der Roto Frank-Gruppe mit ins Boot_ die Roto Frank GmbH und die Deventer Profile GmbH – eigentlich zwei Spezialisten für Fenster und Türen.
Mit der umlaufenden Fensterdichtung mit geschlossenen Ecken aus dem Hause Deventer und den Beschlägen von Roto erreicht sie nun einen U-Wert von 0,60 W/m²K und eine Luftdichtheit der Klasse 4, die durch das ift Rosenheim bei einem Prüfdruck von 600 Pa nach DIN 12207 und 12114 bestätigt wurde. Die Geometrie der Dichtung ermöglicht einen hohen Anpressdruck bei einem dennoch sehr geringen Schließdruck: »Die Schließstücke der 6-Punkt-Fensterverriegelung sind mit einer Auflaufschräge versehen; damit erreichen wir, dass nur sehr geringe Betätigungskräfte nötig sind, in der Endlage des Bolzens aber hohe Haltekräfte wirken. Dies sorgt für eine vergleichbar gute Dichtigkeit«, führt Heim aus.
Bei der Dichtung kommt dabei ein thermoplastisches Elastomer zum Einsatz. Die Fensterbeschläge lassen zudem eine nachträgliche Justierung zu, sofern es durch Bauwerksbewegungen notwendig ist.

 Vormontage vereinfacht Einbau
Auch die Dämmung wurde laut Hersteller optimiert_ »Bereits ab Werk wird am Korpus der Bodentreppe der sogenannte WDL – ein serienmäßiger Wärmedämmblock – angebracht, sodass die Bodentreppe luftdicht an das Bauwerk angeschlossen werden kann. Dadurch entfällt das Kleben oder Schäumen an der Baustelle durch den Handwerker«, erklärt Heim.
Der patentierte WDL besteht aus zwei Komponenten, einer Folie mit variablen sd-Werten und einem Kompriband. Über die Folie, die außen am Luken­kasten angebracht ist, wird die in der Baufuge vorhandene Feuchtigkeit abtransportiert, ohne dass neue Feuchtigkeit in die Fuge eindringen kann. Durch das Kompriband wird der notwendige Druck zwischen Bodentreppe und Bauwerk aufgebaut. »Der Vorteil gegenüber dem bisher eingesetzten PU-Schaum ist die Dauerelastizität des Bands. Damit können Bauwerksbewegungen sehr gut kompensiert werden, während die Dichtigkeit erhalten bleibt«, so Heim weiter. Auch Wärmebrücken werden vermieden. Der Sandwichdeckel mit geschäumtem PU-Dämmmaterial sorgt für zusätzliche Energieeffizienz bei vergleichsweise geringem Gewicht.

Anwenderfreundliches System
Zwei weitere Faktoren zeichnen außerdem das sogenannte »Trio«-Montage-System aus_ Die montagefreundlichen Montagelöcher und -schrauben. Die Löcher werden bereits in der Produktion vorgebohrt, damit die optimale Lastabtragung des Bauelements stets garantiert ist. Somit entfallen Messarbeiten und das Positionieren der Befestigungsschrauben. Montageschrauben und ein passendes Bit sind im Liefer­umfang enthalten.
»Wir verwenden für den Korpus eine hochwertige Tischlerplatte mit weißer Melaminharzbeschichtung, wodurch wir eine hohe Kratz- und Abriebbeständigkeit erreichen«, sagt Heim. Ein flächenbündiger Einbau mit einem Verschluss ohne Zughaken sorgt für ein ruhiges Raumbild. Die Treppe ist in vier Standard- sowie Sondermaßen erhältlich. Das Trittmaß beträgt 8 x 33 cm bei einer TÜV-geprüften Belastbarkeit pro Stufe von 180 kg. Öffnungslänge und -breite sowie Kasten- und Raumhöhe lassen sich je nach Anforderung variieren. Columbus gewährt 10 Jahre Funktionsgarantie.

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