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Leipfinger-Bader: Ein Haus ohne Ecken und Kanten

Im bayerischen ­Ingolstadt ist ein Haus mit Persönlichkeit entstanden – ohne Ecken und Kanten, aber dafür mit zwei Türmen, die das markante Erscheinungsbild des Wohnhauses prägen. Bei den Außenwänden kam der »Unipor W08 Coriso«-Mauerziegel von Leipfinger-Bader zum Einsatz und machte die Sache rund.

Für manche sind Türme ein bauliches Relikt aus früheren Jahrhunderten. Doch die einst beliebte Gebäudeform kann auch heutzutage Modernität ausstrahlen – wie bei einem kürzlich errichteten Wohnhaus in Ingolstadt. Das Gebäude wird im Erscheinungsbild durch zwei auffällige Rundtürme geprägt.

Hoher Wärmeschutz trotz einschaliger Außenwand

Mit dem für die Außenwände verwendeten »Unipor W08 Coriso«-Mauerziegel von Leipfinger-Bader lief es rund, schreibt der Hersteller in einer Mitteilung. Demnach ließ sich der bewährte Wandbaustoff auch als rund verlaufendes Mauerwerk zügig verlegen.

Aufgrund seiner integrierten mineralischen Dämmstoff-Füllung sorgt er selbst als einschalige Außenwand für hohen baulichen Wärmeschutz. Zudem leistet der porosierte Ziegel nach eigenen Angaben aufgrund seiner ausgleichenden Wirkung auf Raumfeuchte und -temperatur einen wesentlichen Beitrag zur Wohnbehaglichkeit.

Landschaftlich idyllisch gelegen, befindet sich der Neubau auf einem ca. 6 000 m2 großen, parkähnlichen Grundstück am westlichen Stadtrand von Ingolstadt.

Möglichst keine Ecken gewünscht

Die Bauherrin hatte individuelle Vorstellungen von der Gestaltung ihres Hauses. Sie wünschte sich ein Gebäude möglichst ohne rechten Winkel. Für den Ingolstädter Architekten Michael Breucha stellte das eine reizvolle Herausforderung dar: Er entwarf in Abstimmung mit der Bauherrin einen Baukörper mit einem Mittelbau und jeweils beidseitig anschließenden Rundtür­men. Der Mittelbau verläuft auf der Rückseite ebenfalls rund und spannt halbkreisförmig die seitlichen Türme teilweise mit ein. Seine Mittel­achse ist exakt zentriert auf den Teich ausgerichtet.


Neben der Gebäudeform sind auch die Fensteranordnung und Holz-Schindeldächer mit ihren großen Dachüberständen besondere Blickfänge. Die Holz-Schindeldeckung wurde passend zur Dacheindeckung des Haupthauses gewählt. Sie findet sich sogar beim Garagendach wieder und rundet so das Gesamterscheinungsbild des Gebäudekomplexes harmonisch ab.

Offene Raumgestaltung dank Galerie im Obergeschoss

Der Mittelbau und die beiden Rundtürme orientieren sich in ihrer Nutzung bewusst an Stil­elementen des Haupthauses. So sind Wohn- und Schlafbereich, letzterer mit angrenzendem Bad und Ankleidezimmer, jeweils separat in einem Turm untergebracht. Eine räumliche Verknüpfung erfolgt über die Galerie im Obergeschoss. Diese lädt nicht zuletzt aufgrund der schönen Aussicht in den Garten zum Entspannen ein. Unter der Galerie bietet der Mittelbau neben dem Eingangsbereich ausreichend Raum für Küche und Essplatz.

Im Erdgeschoss des »Schlafturms« ist ein Gästebereich mit zugehörigen Nebenräumen vorhanden. Auf eine Unterkellerung wurde verzichtet. Haustechnik und Erdwärmepumpe sind deshalb im Erdgeschoss des Mittelbaus sowie in der gegenüberliegenden Garage untergebracht. Diese bietet zudem ausreichend Platz für zwei Pkw.

Ziegel sorgt auf natürliche Weise für gutes Raumklima

Bei der Planung des Gebäudes legte die Bauherrin großen Wert auf umweltschonende und dauerhaft werterhaltende Materialien. Daher entschied sie sich für eine monolithische Außenwand aus massiven Mauerziegeln von Leipfinger-Bader. Die Gebäudehülle sollte trotz der gewünschten hohen Wärmedämmung möglichst schlank ausfallen.

»Der gewählte ›Unipor W08 Coriso‹-Ziegel erwies sich aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften als die maßgeschneiderte Lösung«, erklärt Architekt Breucha. So wurde schon mit einem relativ schlanken Mauerwerk von 36,5 cm Dicke ein Wärmedurchgangskoeffizient von nur 0,21 W/m²K sichergestellt. Damit ist problemlos auch der bauliche Wärmeschutz eines KfW-Energieeffizienzhauses 55 erreichbar.

Im Mai 2018 konnte das Bauvorhaben abgeschlossen werden. Die hohe Bauqualität und die zügige Ausführung stellten Bauherrin und Architekt gleichermaßen zufrieden. Das von der Bauherrin auch als »Little Brother« bezeichnete Wohnhaus fügt sich mit seinen Türmen ästhetisch in die umgebende Parklandschaft ein.    O

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