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IVH: EPS Cycle - EPS ist ein sehr ökologischer Dämmstoff – zu 100% recyclebar – im geschlossenen Kreislauf

Mit der geschützten Marke »EPS Cycle« macht der Industrieverband Hartschaum (IVH) deutlich: EPS-Dämmstoffe sind zu 100 Prozent recycelbar. Neu ist dabei die Recycling-Initiative »PS Loop«, zu der sich mehr als 70 Mitglieder aus ganz Europa zusammengeschlossen haben.

Verschiedene Recyclingwege sind dabei laut IVH möglich: EPS kann mechanisch recycelt werden. Die daraus entstehenden Regranulate können der Produktion wieder zugeführt werden. Es ist seit Jahren gängige Praxis, dass EPS-Dämmstoffe einen gewissen Anteil an Rezyklaten enthalten. Diese kommen in der Regel – weil die eingebauten Dämmstoffe noch in der Nutzungsphase sind – von den Baustellen. Die Verschnittreste, die bei der Befestigung der EPS-Dämmung anfallen, nehmen die IVH-Mitglieder seit mehr als 30 Jahren zurück. Aus dem aufbereiteten Korn können darüber hinaus werkseigene Rezyklatplatten entstehen, die später zu Formteilplatten weiterverarbeitet und etwa als Grundmauerschutz- oder Drainageplatten dienen. Das Regranulat kann auch für Ausgleichsschüttungen, Hohlraumdämmungen, sowie als Leichtzuschlag für Estriche verwendet werden. Neu ist: Aus EPS-Regranulaten können XPS-Dämmstoffplatten entstehen. Denn der Grundbaustoff – das Polystyrol – ist in beiden Dämmstoffarten gleich, so der Industrieverband Hartschaum.

Recycling von HBCD-haltigen Dämmabfällen

Und auch für Privatleute und Kleinst-Handwerker bietet der IVH eine Recyclinglösung. Über den Anbieter Ecoservice24 können Baustellenverschnitte von einem fachgerechten Entsorger abgeholt und recycelt werden. Für die EPS-Hersteller des IVH sind auch Produktionsreste kein Abfall, sondern ein Wertstoff. Die an den Schneidlinien entstehenden Produktionsabschnitte werden automatisch über Bänder gesammelt, vorgebrochen, gemahlen und über Gebläse in ein Regeneratsilo gefördert. Die Mitglieder des IVH wollen damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.

Einzigartig in der Dämmstoffbranche ist laut IVH »PolyStyreneLoop«. Die Recycling-Lösung für EPS-Hartschaumabfälle aus Gebäude-Abbrucharbeiten ist eine Initiative der gesamten Polystyrol-Hartschaum-Wertschöpfungskette. Mehr als 70 Mitglieder und Unterstützer aus mehr als 15 europäischen Ländern haben sich im Rahmen von »PSLoop« in einer Kooperative zusammengeschlossen. Der IVH sowie seine Mitglieder gehören zu den Gründungsmitgliedern. Mit dem neuartigen Recyclingverfahren, das »PSLoop« in seiner Anlage einsetzt, wird ein Verfahren zum Recycling von HBCD-haltigen EPS-Dämmabfällen im industriellen Maßstab durchgeführt. Mit dem physikalischen Recyclingprozess der »PSLoop«-Anlage werden Polystyrol und Brom als Rohstoffe zurückgewonnen und das in der Vergangenheit eingesetzte und seit 2015 verbotene Flammschutzmittel HBCD dabei sicher zerstört. Wie der IVH mitteilt, wurde diese Technologie bereits als beste verfügbare Recycling-Technologie für die Verarbeitung von HBCD-Abfall in die Basler Konvention des Umweltprogramms der UN (UNEP) aufgenommen. EPS sei damit laut Aussage des IVH der einzige Dämmstoff, der derzeit eine geschlossene Kreislaufwirtschaft aufweise.  J

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