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DOYMA: Damit das Schweiburger Siel wieder lange dicht ist

Doyma Küstenschutz an der Nord- und Ostsee bedeutet vor allem eines: Deichschutz. Alleine die Hauptdeichlinie an der niedersächsischen Küste ist etwa 610 Kilometer lang. Da wundert es nicht, dass alleine im Jahr 2018 eine Summe von rund 62 Mio. Euro in die Erhaltung, Erweiterung und Sanierung des Deiches und der zugehörenden Bauwerke investiert wurde. 2019 wurde das am Jadebusen gelegene Schweiburger Siel saniert. Doyma trug seinen Teil mit spezialangefertigten Dichtungseinsätzen dazu bei.

Deiche sind dynamische Bauwerke und schützen seit Jahrhunderten die Küstenregionen Deutschlands vor Überflutungen. Sie verfügen über ein spezielles Layout: Wasserseitig sind sie flacher ausgeführt, damit die aufschlagenden Wellen langsam ausrollen können, was die Belastung für das Bauwerk reduziert und verhindert, dass der Deich bricht. Damit der Deich den Anforderungen gewachsen ist, muss er stabil gebaut sein. Auf einen Kern aus Sand wird Erdreich geschüttet. Anschließend wird das Bauwerk mit Gras begrünt. Die Pflanzen stellen sicher, dass der Deich nicht unter- und letztendlich weggespült wird. Weidende Tiere halten das Gras kurz und tragen zusätzlich zu einer Verdichtung des Materials bei.

In Niedersachsen haben unter anderem der I. und II. Oldenburgische Deichband die Aufgabe, das Land vor Hochwasser und Sturmfluten zu schützen. Ohne einen schützenden Deich würde das Land im Tidegebiet zweimal täglich überflutet werden. Der Tidehub, gemeint ist der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut, beträgt an der Nordsee rund 3,5 m. Während der Deich an der Weser im Schnitt 8 m hoch ist, wurde der Deich an der Küstenlinie sukzessive auf 10 m über NN ausgebaut. Bei Sturmfluten kann das Wasser bis zu 3,50 m über NN und höher auflaufen. Es kann kritisch werden, wenn die Wellen über den Deich schlagen, die Binnenberme aufweichen und in letzter Konsequenz den gesamten Deich abtragen.

Sonderkonstruktionen für das Schweiburger Siel

Zur Sicherheit der Deiche tragen auch deichnahe Bauwerke wie Siele bei: zum Beispiel das Schweiburger Siel bei Jade am Jadebusen. Nachdem das ursprüngliche Schweiburger Siel abgängig war, wurde es im Jahr 2006 komplett durch das »Mündungsschöpfwerk Schweiburger Siel« ersetzt. Zum Einsatz kam von da an eine Kombination aus binnenseitigem Einlaufbauwerk als tiefgegründete Stahlbetonkonstruktion sowie einem Auslaufbauwerk außendeichs als tiefgegründeter Massivbau mit Unterwasserbetonsohle. Verbaut wurden zudem drei Druckrohrleitungsstränge der Größe DN 1000.


Im Jahr 2019 gab der II. Oldenburgische Deichband, vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Brake-Oldenburg, den Auftrag zur Sanierung. Im Zuge dessen wurden die drei Druckrohrleistungen mit neuen Sichtungssystemen von Doyma ausgestattet. Standardlösungen konnten keine verbaut werden – Sonderkonstruktionen waren gefragt. Neben der primären Anforderung – der Meerwasserbeständigkeit – mussten die Dichtungseinsätze, die natürlich für drückendes Wasser konzipiert sind, weitere Anforderungen erfüllen.

Da sie als Sanierungslösung für bestehende Leitungen genutzt werden sollten, mussten sie in geteilter Ausführung geliefert werden. Hinzu kam, dass sie in nicht zentrischer Variante zur Abdichtung zu erstellen waren. Projektierung und Montage wurde vom Doyma Service-Partner Behse aus Krefeld durchgeführt.

Die absolute Dichtigkeit und Meerwasserbständigkeit der Dichtungseinsätze, auf die Doyma bei seinen Produkten eine Garantie von 25 Jahren gibt, ermöglicht den korrekten Betrieb des Siels und die Wasserdichigkeit der gesamten Anlage.   J

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