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Caparol: Die Arztpraxis als Wohlfühlort

Früher haben sich die Ärzte selten Gedanken darüber gemacht, ob sich ihre Patienten in den Praxisräumen wohl fühlen. Weiße Wände sollen zwar den Eindruck klinischer Hygiene vermitteln, wirken aber auch kalt und abweisend. Wer Angst vor der Behandlung hat, wird sie in schmucklosen Zweckräumen noch stärker wahrnehmen. Dabei ist längst verbürgt, dass eine angenehme Atmosphäre zur Entspannung beiträgt und sich positiv auf Körper und Seele auswirkt. Wie das folgende Beispiel zeigt, kann ein Arzt mithilfe eines ausgeklügelten Farbkonzepts sogar neue Patienten dazugewinnen.

Als der Hausarzt Dr. Tobias Siebeneicher mit dem Hausbesitzer Einigkeit darüber erzielt hatte, seine Gemeinschaftspraxis in Frankfurt-Griesheim auf insgesamt 240 m² zu erweitern, übernahm er zwar die anspruchsvolle Bauleitung selbst, ließ sich aber bei der Auswahl der Farben professionell beraten. Das Erdgeschoss, in dem er bisher mit seinen beiden Kolleginnen praktiziert hatte, sollte mit dem ersten Obergeschoss über eine neue gewendelte Treppe aus Holz verbunden werden. Es war die dritte Renovierung der Praxis innerhalb von 35 Jahren – und die umfangreichste. Der erste Stock wurde kernsaniert. Um Platz für die Treppe zu schaffen, mussten Wände abgerissen und eine Decke entfernt werden.Wie kann man zwei Etagen in einem Mietshaus so fusionieren, dass eine einheitliche optische Handschrift zu erkennen ist? Das war die spannende Aufgabe, die Martina Lehmann vom Caparol-FarbDesignStudio mit feinem Gespür für Dr. Siebeneichers Vorstellungen lösen musste. Spontan hatte sich der Arzt für Produkte der Firma Caparol entschieden »Die kenne ich von zuhause, die stehen für Qualität.« Über ein Referenzbeispiel auf der Homepage der Firma kam der Kontakt mit der Diplom-Designerin zustande.

Die Arztpraxis liegt in einem Frankfurter Randbezirk, in der Nähe zum Industriepark Höchst, dem Frankfurter Flughafen und vor den Toren zum Taunus, was die Klientel der Praxis prägt. Das wurde beim Farbkonzept berücksichtigt. Schon beim Eintreten sollen die Patienten merken, dass sie es mit einem ebenso bodenständigen wie auch gewissenhaften Arzt zu tun haben. »Ich brauche keine Show«, erklärt Dr. Siebeneicher. Er wünschte sich eine Raumatmosphäre, die beruhigt und unterschwellig das vermittelt, worauf er als Arzt und Familienvater großen Wert legt_ Freundlichkeit, Empathie, Authentizität. Viel Mut zur Farbe hatte er nicht. Hier war Martina Lehmann gefordert. Sie musste sich nur an eine Vorgabe halten_ Der Fußboden sollte aus praktischen Gründen unbedingt dunkelbraun sein.Die Diplom-Designerin stellte zwei Farbkonzepte zur Auswahl, die mit der Holzoptik des Bodens gut harmonieren. Weil sich Dr. Siebeneicher die Wirkung der vorgeschlagenen Farben – vor allem die des leuch­tenden Grüns - nicht vorstellen konnte, legte der junge Malermeister Ronny Puschbeck im ersten Stock eine Probewand an. Danach fiel das einstimmige Urteil des Arztes und seiner Angestellten zugunsten von Lehmanns Entwurfsvariante 1 aus, in der frische Grün- und Blau­nuancen das Ambiente prägen.

Ein sehr heller Grünton dominiert als Hauptwandfarbe den größten Anteil der zu beschichtenden Wandflächen. Martina Lehmann wählte diesen Farbton bewusst, weil er einen angenehmen, komplementären Kontrast zum rötlichen Holzbodenbelag schafft und gleichzeitig noch eine leichte Differenzierung zu weißen Decken, Türen und Möbeloberflächen erkennen lässt. Zur zartgrünen Basisfarbe kombinierte sie verschiedene Akzenttöne. Auffällig ist das frische Maigrün, das die Stirnseite des neuen Treppenaufgangs betont.

In den Flurbereichen, die auch als Wartezonen genutzt werden, kommt ein verhülltes Blaugrün zum Einsatz. In den Sprechzimmern ist jeweils eine Wand in dezentem Gelbgrün oder warmem Graubraun abgesetzt. Die petrolfarbenen Stützen im Empfangsbereich mit der Tresenfront in Pastellgrün runden die Farbpalette ab, die an einen Frühlingswald in unterschiedlichen Entwicklungsstadien erinnert. Daraus resultiert der wohltuende, erfrischende Charakter, der auch zur Entwurfsbezeichnung »frisch, jung, natürlich« führte.Martina Lehmann achtete darauf, dass sich bei der Neugestaltung der Räume schöne Blickachsen eröffnen und die drei über zwei Stockwerke verteilten Wartebereiche transparent wirken. Die Patienten sollen sich nicht wie in einem Käfig fühlen. Bewusst gesetzte Akzentuierungen tragen zur Orientierung der Besucher bei. Beim Eintreten erfasst der Patient die Raumsituation sofort. Er läuft geradewegs auf den hellen, breiten Anmelde-Tresen zu, der von hinten durch Tageslicht erhellt wird. Dafür wurde extra ein Fenster eingebaut. Bei der Gestaltung des Tresens und der Einrichtung hatte das gesamte Team ein gewichtiges Wort mitzureden. Mit dem Ergebnis sind alle mehr als zufrieden »Es ist sehr angenehm, hier zu arbeiten«, versichern die Angestellten. Die Stimmung habe sich durch die Umbaumaßnahmen aber nicht verändert: »Die war immer schon sehr gut.«


Bei der Auswahl der Caparol-Produkte für die verschiedenen Funktionsbereiche der Praxis verließ sich Malermeister Ronny Puschbeck aus Frankfurt-Griesheim ganz auf die Erfahrungen des Verkaufsberaters für das Rhein-Main-Gebiet von Caparol, Maler- und Lackierermeister Philipp Burger. Dieser empfahl die geruchlos auftrocknende, hochdeckende und sehr gut ausbesserungsfähige Innenfarbe »Indeko-plus«, die für hochsensible Wohn- und Arbeitsbereiche geeignet ist. »PremiumClean« wurde in Bereichen verwendet, die mechanisch stärker beansprucht werden und öfter gereinigt werden müssen. Dieses Produkt ist besonders ideal für Arztpraxen, da es beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel ist. Auf alle Wände wurde als Untergrund »AkkordVlies Z130 K« tapeziert, um eine perfekte, glatte Oberfläche zu garantieren und um kleine Risse zu überbrücken. Ronny Puschbeck freute sich über die reibungslose Zusammenarbeit mit allen Beteiligten »Schön, dass es ein Farbkonzept gab, das kommt nicht häufig vor.«Das Feedback der Patienten ist positiv »Acht von zehn sprechen mich auf die Farben an und sagen, dass die Renovierung gelungen ist«, freut sich Dr. Siebeneicher. Dass er nun im Quartal einen Zuwachs von rund 100 Patienten hat, führt der Arzt auch auf die Neugestaltung seiner Praxis zurück. Die hat sich nämlich ganz schnell in Frankfurt-Griesheim herumgesprochen. Mit Bildern in Silberrahmen hat der Arzt Martina Lehmanns Farbkonzept aufs trefflichste ergänzt. Die zarten Landschaftsaquarelle seines Kollegen, Vorgängers und jetzigen Hobbymalers Dr. Michele Bocchi wirken wie für die frühlingsfrischen Räume geschaffen.

Viermal im Jahr lässt Dr. Siebeneicher seine Praxis mit Grünpflanzen neu dekorieren. Die Patienten merken an solchen liebevollen Details, dass ihr Arzt sie wertschätzt und sich nicht nur für ihre Gesundheit, sondern auch für ihr Wohlbefinden verantwortlich fühlt. »Man wird nicht abgefertigt, sondern ernst genommen«, schrieb einer von ihnen im Internet. Genau das bringt die Praxis jetzt auch optisch zum Ausdruck.

Petra Neumann-Prystaj

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