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Caparol: Capa-Gold veredelt die Schatzkammer des Pop-up-Museums Michelstadt

Magischer Metallglanz

So überwältigt muss sich Ali Baba gefühlt haben, als er die Höhle der vierzig Räuber betrat: überall blinkendes, blitzendes Gold, Gold, Gold. Im Pop-up-Museum von Michelstadt im Odenwald www.michelstadt.de/tourismus-kultur/pop-up-museum/bee-yourself/ wird jeder zu Ali Baba, der seinen Fuß in die Schatzkammer setzt. Sie ist eines von 23 begehbaren, mit Requisiten ausgestatteten Kulissen in der zu einer Erlebniswelt auf Zeit umgebauten Erwin-Hasenzahl-Halle. Schaukeln, Springen oder sich wie ein Model auf dem Catwalk bewegen – alles ist in diesem Ambiente erlaubt und erwünscht.

Jeder der auf einer Ausstellungsfläche von 1125 Quadratmetern verteilten Themenräume nimmt spielerisch Bezug auf Produkte regionaler Hersteller (und Sponsoren), und alle zusammen wecken bei den Besuchern die Lust auf die touristische Erkundung des Odenwaldes. Ein Baumarkt ist mit einer goldenen Toilette vertreten, zu der ein langer, schwarzer Gang führt, ein Unternehmen, das Lampen für Zimmerpflanzen herstellt, mit einer Pflanzenbar, und die Volksbank wird von der erwähnten Schatzkammer repräsentiert, einem glänzenden Ort für Selbstinszenierungen und verrückte Fotos.


In Amerika sind Pop-up-Museen, von denen sich vor allem Selfie-Fans magnetisch angezogen fühlen, ein Renner. 2018 wurde das Konzept erstmals in Deutschland - in Köln - ausprobiert. Knapp zwei Jahre später eröffnete in Michelstadt das erste Instagram-Museums Hessens. Die witzigen Themen der Überraschungszimmer hat die Michelstädter Gewerbemanagerin Jenny Weissgerber zusammen mit Riet Hannah-Bernard (Kassel) entwickelt, einer Szenografin, die sich auf kreative Konzepte für Ausstellungen spezialisiert hat.

Beim Thema Volksbank liegt die Gedankenverbindung Geld zwar nahe, aber die beiden Frauen fanden es zu banal, dies in Form von Wänden mit Geldscheinen zu inszenieren. Ihnen schwebte etwas Kostbareres vor, eine coole Kulisse – eben eine Schatzkammer. Um den passenden Farbton zu finden, wandte sich Jenny Weissgerber an die Firma Caparol und fand mit Markus Wedel, dem Maler- und Lackierermeister aus der Caparol-Technik, einen erfahrenen Ratgeber. Er empfahl ihr die Effektbeschichtung Capadecor CapaGold, die für einen reinen, natürlichen Goldfarbton sorgt. Mit der Rolle wird dieses High-Tech-Produkt für den Innen- und Außenbereich, das auch für Wärmedämmverbund-Systeme geeignet ist, über der passend zum Goldfarbton eingetönten Spezialgrundierung (Capadecor EffektGrund) aufgetragen – erst einmal wie eine ganz normale Dispersionsfarbe. Um ein optisch perfektes Ergebnis zu erzielen, ist das Nacharbeiten mit Bürste, Schwamm oder Kelle nötig.

Als Wände und Decke im feinen Edelmetallfarbton schimmerten, wurden sie zusätzlich mit LED-Spots zum Glitzern und Funkeln gebracht. Jetzt fehlte nur noch ein goldener Teppich, um das Schatzkammer-Feeling perfekt zu machen. Der Gewerbeverein Michelstadt füllte den Raum mit allerlei vergoldeten Accessoires, etwa Kerzenständern, und einem vom Darmstädter Staatstheater geliehenen Ritterhelm.

Wer wissen will, wie sich Dagobert Duck beim Taler-Bad in seinem Geldspeicher fühlte, kann sich so oft er will Münzen über den Kopf rieseln lassen. Luxus und Reichtum pur zum Anfassen: ein goldener Moment, der es wert ist, fotografisch verewigt und über die Social-Media-Kanäle mit allen Freunden geteilt zu werden.

Petra Neumann-Prystaj

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