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VBH Holding AG | 31. März 2014

Turnaround geschafft und wieder positives Vorsteuerergebnis erreicht

Die VBH Holding AG, Europas größtes Handelshaus für Fenster- und Türbeschläge, erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz von 692,4 Mio. €. Der Umsatz lag um 7,3 % unter dem Vorjahr (2012: 746,6 Mio. €).

Die Zentrale der VBH in Korntal-Münchingen. © VBH

Die Zentrale der VBH in Korntal-Münchingen.
© VBH

Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf allgemein schwächelnde Märkte in Ost- und Westeuropa sowie auf eine mit Schwierigkeiten behaftete EDV-Umstellung in Deutschland zurückzuführen. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg hingegen um 17,7 Mio. € auf 3,2 Mio. € (2012: -14,5 Mio. €) und ist nach zwei Verlustjahren und einer konsequent umgesetzten Portfoliobereinigung wieder deutlich positiv. Dabei wurden mit Ausnahme von Deutschland und der Türkei in allen Marktsegmenten die erwarteten Ergebnisse erwirtschaftet.

Das Ergebnis des Konzerns vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) stieg um 13,0 Mio. € von 3,7 Mio. € im Vorjahr auf 16,7 Mio. €. Noch stärker stieg das operative Betriebsergebnis (EBIT) mit 16,5 Mio. € von -4,6 Mio. auf 11,9 Mio. €. Das Konzernergebnis nach Steuern (EAT) verbesserte sich von -17,6 Mio. € auf -6,7 Mio. €, beeinflusst durch die Ausbuchung in den Vorjahren gebildeter latenter Steuern. Die

Eigenkapitalquote im Konzern lag zum Jahreswechsel bei 26,1 % nach 29 % im Vorjahr. Der operative Cashflow entwickelte sich stabil positiv und betrug 2013 15,2 Mio. €, nach 18,4 Mio. € im Vorjahr.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern ging von 2763 Mitarbeitern auf 2.522 Mitarbeiter zurück. Dies ist primär auf die Aufgabe der asiatischen Märkte sowie die abgeschlossenen Restrukturierungen und die Anpassung an rückläufige Märkte zurückzuführen.

Die Nachhaltigkeit der konsequent umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen, verbunden mit der Länderportfoliobereinigung in den Vorjahren und der erfolgreichen Restrukturierung von Verlustgesellschaften spiegelt sich positiv in den vorgelegten Zahlen wider. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone liegt das Hauptaugenmerk des

Vorstands nun auf einer Stabilisierung der Geschäftstätigkeit und einer Rückführung der Finanzverbindlichkeiten. In diesem Zusammenhang wird der Vorstand dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung einen Gewinnverwendungsvorschlag zu unterbreiten, der für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende vorsieht.

Das Geschäftsjahr 2014 ist in den ersten beiden Monaten mit einer deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung gestartet. Für das laufende Jahr 2014 rechnet der Vorstand der VBH Holding AG in Zentralosteuropa mit stabilen Märkten und soliden Ergebnissen. Eine Herausforderung wird hier der zunehmende

Preisdruck durch türkische und chinesische Importe im Billigsegment sein. Starke Unsicherheiten in der Ukraine, in Russland und der Türkei lassen für diese Märkte keine Prognose zu. In Westeuropa scheint die Talsohle erreicht zu sein. Darüber hinaus nimmt VBH erste Wachstumssignale in Großbritannien und Irland wahr. In Lateinamerika

bieten die kleinen Landesgesellschaften weiterhin Wachstumspotenziale.

Die Rahmenbedingungen in Deutschland, dem mit 54 % Umsatzanteil im Konzern wichtigsten Markt, bleiben auch 2014 mit einer niedrigen Arbeitslosenquote und niedrigen Zinsen grundsätzlich günstig. Jedoch nehmen Fensterimporte aus Polen, Slowenien und Rumänien zu, während es gleichzeitig für deutsche Hersteller schwieriger wird zu exportieren. Nachdem die Einführung der ERP-Software abgeschlossen ist, wird sich VBH wieder verstärkt auf den Markt konzentrieren und mit

Experten-Know-how und innovativen Dienstleistungen seine Kunden unterstützen und Marktanteile zurückgewinnen.

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