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Ausgabe Februar 2014

 

Steigende Wachstums-Dynamik

Nach Einschätzung der führenden Branchenverbände stieg der Fensterabsatz im vergangenen Jahr geringfügig um knapp 1 %.
Insgesamt wurden deutschlandweit rund 13,1 Mio. Fenstereinheiten verkauft. Allerdings lassen der witterungsbedingte schlechte Start in das Jahr 2013 sowie Kapazitätsengpässe bei den Verarbeitungsbetrieben die gute Auftragssituation erst zu großen Teilen in diesem Jahr wirksam werden. Und auch vor dem Hintergrund der erwarteten deutlichen Zuwächse sowohl beim Neubau als auch in der Renovierung ist daher in diesem Jahr mit einem Anstieg auf ca. 13,9 Mio. Fenstereinheiten zu rechnen, das entspräche einem Zuwachs von rund 5,7 %.
Die Verabschiedung der jüngsten Novelle der Energieeinsparverordnung wird von der Fensterbranche begrüßt, denn diese Regelungen stellen die Weichen für die Zukunft und sorgen in vielen Bereichen für Planungssicherheit. Dennoch bedürfe es nach Aussage der Verbände weiterer Impulse, die Haus- und Wohnungseigentümer für eine energetische Modernisierung ihrer eigenen vier Wände stärker zu mobilisieren.
Voraussichtlich werden in diesem Jahr 61,1 % aller produzierten Fenster in der Renovierung beziehungsweise energetischen Sanierung des Gebäudebestandes verwendet.
Festzustellen ist, dass sich die Unsicherheiten bei den konjunkturellen Rahmenbedingungen verringert haben und sämtliche deutschen Forschungsinstitute für 2014 von einer deutlich steigenden Wachstumsdynamik der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgehen. Davon profitiert auch die Glas-, Fenster- und Türenbranche.
Nicht zuletzt wird auch die kommende fensterbau/frontale in wenigen Wochen einen weiteren Schub für die Branche bedeuten. Ende März erwartet die Fachbesucher im Messezentrum Nürnberg eine umfangreiche Präsentation der ausstellenden Unternehmen. Das Angebot der internationalen Branchenleitmesse spiegelt die weltweiten Innovationen rund um Fenster, Türen und Fassaden wider. Wir werfen bereits heute einen ersten Blick auf das, was in Nürnberg zu sehen sein wird.
Die Vorschau auf das »Baujahr 2014« begann bereits Mitte Januar in Hannover. Mit einem beachtlichen Ergebnis konnte die DOMOTEX ihre Tore schließen. Rund 45000 Besucher aus mehr als 80 Ländern informierten sich auf der weltweit wichtigsten Messe für Bodenbeläge über die Neuheiten und Trends der kommenden Saison. Insgesamt präsentierten 1350 Unternehmen aus 57 Ländern ihre neuen Kollektionen in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Wir waren in Hannover und bieten in dieser Ausgabe einen umfangreichen Messe-Rückblick.
Weniger turbulent ging es in Essen zu. Dort ging die DEUBAUKOM mit neuem Konzept, aber deutlich weniger Besucherzuspruch als in den Vorjahren über die Bühne. Trotz der Neuausrichtung hat die Messe weiter an Resonanz eingebüßt und die Zahl der Besucher sich in den letzten Jahren nahezu halbiert. Nach Angaben der Messe kamen dieses Jahr knapp 35000 Besucher nach Essen, vor zwei Jahren waren es noch 55000, im Jahr 2006 sogar noch 75000.
Messen sind ein Stimmungsbarometer. Entscheidend aber ist die reale Entwicklung und das Ergebnis am Ende eines Jahres. Für 2014 erwartet die deutsche Bauwirtschaft ein Umsatzplus von
3,5 %. Wie in den Vorjahren bleibt der Wohnungsbau der Treiber der Entwicklung. Am Ende rechnet man mit einem Umsatz bei knapp unter 100 Mrd. €, wobei etwa 35,2 Mrd. € auf den Wohnungsbau entfallen werden (+5 %). Auch der Wirtschaftsbau wird sich den Prognosen der Bauwirtschaft zufolge erholen und bei 35,3 Mrd. € liegen (+2,5 %). Schlussendlich werde der öffentliche Bau einen Umsatzzuwachs von 3,5 % verzeichnen können und auf 28,1 Mrd. € zulegen.
Mal abwarten, ob´s so kommt…

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Gerd Rottstegge